Freitag, 18. Mai 2012

Rezension zu Noemi Jordan - Tal der Tausend Nebel

Dieses Buch habe ich über vorablesen.de erhalten. Die Autorin Nicole Houwer, die sich hinter dem Pseudonym Noemi Jordan verbirgt, hatte dort angefragt, ob jemand Lust hätte ein Buch aus dem Genre love & landscape zu rezensieren. Klar hatte ich Lust. Vielen Dank für das Buch! Die Autorin hat es selbst verschickt. Es hat mir sehr gut gefallen - siehe unten.


Titel: Tal der Tausend Nebel
Autorin: Noemi Jordan
Erscheinungsdatum: 01.03.2012
Buchausgabe: Taschenbuch
Verlag: Piper Verlag
ISBN: 9783492273831
Preis: 9,99 Euro


Das Buch „Tal der Tausend Nebel“ von Noemi Jordan ist als Taschenbuch im Piper Verlag erschienen. Der Autorenname ist ein Pseudonym für eine in München geborene und dort heute ansässige Autorin. Es umfasst 462 Seiten. Der Roman ist unterteilt in einen Prolog und 22 Kapiteln. Eigentlich sind es gleich zwei Liebesgeschichten, die mystisch ineinander verwoben entweder in der Gegenwart oder in der Zeit kurz vor Ende des 19. Jahrhunderts spielen.
Das Cover kommt ohne weiteren Schmuck wie z.B. erhabeneBuchstaben oder Glanz aus, allein der Kontrast der Farben gewinnt das Auge des Betrachters. Im oberen Teil sind rosa Plumeriablüten, auch Frangipaniblüten genannt, stilisierte Zeichnungen dieser Blume auf violetten Hintergrund als Fortsatz des Himmels der sich hinter einer grünen Insel im türkisfarbenen Wasser im unteren Bereich des Covers abzeichnet. Die Umschlaggestaltung verweist gleich auf einen romantischen Roman, der in einer traumhaften Landschaft spielen wird.
„Tal der Tausend Nebel“ ist eine Familiensaga, die um die Protagonistin Elisa herum aufgebaut ist. Elisa trifft nach dem Tod ihres Vaters mit ihrer Mutter zusammen auf Kauai, einer hawaiischen Insel, ein, wo ihr Vater gemeinsam mit seinem Bruder Besitzungen hat, deren Erbe sie nun antreten soll. Gleich bei ihrer Ankunft geschieht ein Unglück und sie wird von einem Hai gebissen. Der junge Hawaiianer Kelii rettet und pflegt sie. Doch Liebe zwischen Einheimischen und Eingereisten ist nicht gerne gesehen, auch von Seiten der Hawaiianer nicht. Außerdem wurde Elisa von ihrem Onkel im Sinne wirtschaftlicher Gewinne an einen Kolonialherrn versprochen. Doch Elisa spürt noch eine andere Kraft in sich, über die sie sich klar werden muss.
Im Prolog des Romans lernt der Leser Maja, eine Deutsche mit hawaiianischen Wurzeln und Keanu, von Kauai stammend, kennen. Beide lernen sich auf einem Lehrerseminar für internationale Bildung in Frankreich kennen. Eigentlich sind beide anderen Partner bereits versprochen, doch bei einem Tauchgang im Meer entdeckt Maja eine Seite in sich die sie über einen Talisman Keanus in die Vergangenheit hin zu Elisa führt.
Man möchte immer Weiterlesen um all die Verbindungen zwischen Elisa/Kelii und Maja/Keanu zu finden. Der Leser wird entführt in eine Welt aus Liebe und Vertrauen, aber auch Hass und Rache. In der Gegenwartgeschichte von Maja und Keanu weiß sie die Zuneigung der beiden mit ihren Gewissenskonflikten glaubhaft in Szene zu setzen. Auch wenn man von der Erzählung über Maja und Keanu wieder ein Stück Vergangenheit von Elisa erfährt, bevor der Roman endet, bleibt der Spannungsbogen durch die zweite Liebesgeschichte erhalten.
Die Autorin versteht es die exotischen Flora und Fauna so für den Leser zu beschreiben, dass er sich in die hawaiianische Welt hineinversetzt fühlt. Nebenbei erfährt der Leser auch von den Konflikten der Ureinwohner Hawaiis mit den Einwanderern, die es verstanden sich das Land zu nehmen. Dieser Konflikt schwelt bis heute. Besonders faszinierend waren die Einblicke in die Riten und Legenden der Hawaiianer, allem voran die Heilkünste der Kahuna, die meiner Meinung nach gut recherchiert waren.
Greifbar wird der Roman für Leser, die einen Sinn für das Mystische und Übersinnliche mitbringen. Mich hat die Geschichte sehr gut unterhalten. Sie war flüssig zu lesen, romantisch und spannend.

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