Donnerstag, 17. Mai 2012

Rezension zu Patrick Lee - Dystopia

Titel: Dystopia
Autor: Patrick Lee
Erscheinungsdatum: 01.03.2012
Buchausgabe: Taschenbuch
Verlag: Rowohlt Verlag
ISBN: 9783499254796
Preis: 9,99 Euro


Möchten Sie einen Blick in die Zukunft werfen? Möchten Sie wissen, wie es in etwa 70 Jahren auf der Erde aussehen könnte? Dann sind Sie bei Dystopia richtig. Es ist die Fortsetzung des ersten Teils „Die Pforte“, die bereits ungemein spannend ist. Man muss das Buch nicht unbedingt kennen, da Patrick Lee es versteht mit knappen Worten an den nötigen Stellen die Informationen der Vorgeschichte dem Leser zu vermitteln, jedoch bietet es Verständnisvorteile gerade für den letzten Abschnitt im Buch.
Wieder einmal ist ein innovativer Gegenstand aus dem „Portal“ von Border Town gekommen. Border Town ist ein eigens zur Erforschung dieser Gegenstände, der sogenannten Entitäten die aus der Zukunft kommen, gegründeter staatenunabhängiger Komplex. Das „Portal“ ist eine physikalische Anomalie. Ich habe es mir so wie in „Stargate“ vorgestellt, nur von den Maßen her etwas kleiner und ohne wuchtige Tore. Der Leser erhält in einer vorweggestellten „Sonderbefugnis“ eine Einführung in die Begrifflichkeit.
Die Forscherin Paige Campbell und ihrer Kollegen finden ziemlich schnell heraus, welche Eigenschaft die eingetroffene Entität diesmal hat und die so bedeutend ist, dass sie den Präsidenten der Vereinigten Staaten einschalten. Nach einem Besuch bei ihm wird jedoch die Wagenkolonne der Forscher abgefangen und bis auf Paige werden alle Mitreisenden umgebracht, Paige selbst entführt. Sie schafft es noch rechtzeitig einen Notruf an ihre Mitarbeiterin Bethany abzusetzen, die die Aufgabe erhält ein von Paige verstecktes Duplikat der Entität zu holen und Travis Chase zu aktivieren. Travis hat in der Vorgeschichte mit Paige zusammen gearbeitet und dieser das Leben gerettet. Doch zum Schluss der Story erhielt er Kenntnis von einer Begebenheit in seiner Zukunft die ihn dazu gebracht hat, seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und als „Nobody“ zu leben. Bethany und Travis sehen ihre erste Aufgabe darin, Paige zu retten. Dabei finden sie heraus, dass die Entität in deren Besitz sie inzwischen gelangt sind, einen Blick in die Zukunft bietet und nicht nur das. Entsetzt stellen Sie fest, dass der Weltuntergang in der Gegenwart scheinbar kurz bevor steht. Denn ein Blick in die Zukunft wirft vor allem eine Frage auf: Wo sind die Menschen? Wichtig für die drei Protagonisten ist aber auch: Hat der neue Präsident der Vereinigten Statten eine Rolle in diesem Szenario? Paige hat bereits mit ihren Forscherkollegen begonnen, einige Erkenntnisse zur Zukunft zu gewinnen. Die neue Aufgabe der drei lautet nun: Ist es möglich, die Welt vor dem Untergang zu retten?
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl ich den ersten Teil noch spannender fand. Patrick Lee versteht es immer wieder neu Spannung aufzubauen. Kaum glaubt man, dass die Geschichte nun in einer langwierigen Verfolgungsjagd endet, schon wendet sich das Blatt wieder durch Lösungen, die man als Leser nicht unbedingt erwartet hat. Ausführungen zum Gebrauch der Technik versteht er durch einfache Erklärungen auch einem Laien näher zu bringen. Besonders gut fand ich, dass der Schluss so freundlich endet, anders wie der erste Teil, aber dennoch die Aussicht gibt, dass die Geschichte nicht nur über Paige und Travis, sondern auch über weitere Entitäten fortgesetzt werden könnte.

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