Mittwoch, 6. Juni 2012

Rezension zu Edgar Rai: wenn nicht, dann jetzt

~ Inhalt ~

15 Jahre nach seiner gescheiterten Beziehung beschließt Jan, seine Ex-Frau Sergeja zurückgewinnen zu wollen. Zu dumm, dass sie in 2 Wochen Einar heiraten will. Und eigentlich ist Jan auch mit Stefanie zusammen, die mit fast siebenunddreißig ihre biologische Uhr ticken hört. Daher diagnostiziert Jan sich selbst eine Midlife-Crisis und schmiedet einen Plan, damit Sergeja zu ihm zurückkehrt. Dieser führt über seine Tochter Mia, und so geht der jährliche Vater-Tochter-Urlaub in eine ungewöhnliche Neuauflage – an den Strand von Riccione, Italien. Dort muss Jan feststellen, dass sein Plan einige Schwachstellen besitzt…

~ Meinung ~


Das Cover wirkt sommerlich und zeigt einen italienischen Imbisswagen am Strand. Die ruhige Idylle, die dargestellt ist, passt jedoch nicht ganz zu Jans Erlebnissen in Riccione. Trotzdem gefällt mir das Cover und verspricht eine leichte Sommerlektüre.
Diese Erwartung wurde nicht enttäuscht. Der Autor versteht es, den Leser durch einen humorvollen und flüssigen Schreibstil zu fesseln. Die Erzählung startet in einem langsamen Tempo, nimmt in ihrem Verlauf dann aber Fahrt auf, bis sich die Ereignisse schließlich überschlagen. Die meisten Charaktere sind dabei recht stereotyp, harmonieren aber vielleicht gerade deshalb sehr gut miteinander. Neben Jan, der sich erst im Verlauf der Geschichte Sympathiepunkte bei mir erarbeiten konnte, gefiel mir vor allem Mia, Jans Tochter. Sie durchlebt wohl den größten Wandel und sorgt dabei vor allem in der Interaktion mit Jan für viele humorvolle Szenen.

Insgesamt wurde ich durch das Buch gut unterhalten und vergebe daher 5 Sterne an eine humorvolle Sommergeschichte, die mich an so mancher Stelle zum Schmunzeln gebracht hat.


Weitere Informationen zum Buch

Taschenbuch: 240 Seiten
Verlag: Rütten & Loening

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