Donnerstag, 21. Juni 2012

Rezension zu Melanie Lahmer - Knochenfinder

Das Buch "Knochenfinder" habe ich beim Fragefreitag mit der Autorin bei lovelybooks gewonnen. Meine Fragen und die Antwort von Melanie:
Hallo Frau Lahmer, von Geocoaching habe ich schon mehrfach gelesen.Sie haben es sicher bereits ausprobiert. Könnten Sie vielleicht ein paar Tipps geben? Also z.B. gibt es bestimmte Webseiten auf denen ich Koordinatenangaben finde wo jemand etwas gecacht hat oder gibt es Gruppierungen in Form von Vereinen an die an sich wenden sollte? Und noch etwas ganz anderes: wie haben Sie die Vor- und Zunamen Ihrer Darsteller gefunden? Also beim Vornamen zeitmäßig Martin/Katharina für "reifere" Personen, Jannik für einen jüngeren Charakter oder im Bezug auf real existierende Personen (Walburg/Krüger) oder haben Sie gerade deswegen Namen vermieden? Haben Sie die Namensvergabe an den Anfang des Schreibens am Buch gesetzt oder ans Ende? Danke schön, dass Sie sich die Mühe machen, alle Fragen zu beantworten.
Auf www.geocaching.com und auf www.opencaching.de kann man sich einfach anmelden und sofort nach Caches suchen - am einfachsten wohl in Heimatnähe.
Wenn man dann die Koordinaten in sein GPS-Gerät eingibt, kann man umgehend mit der Suche anfangen!
Viel Spaß dabei! ;)
Im Netz gibt es verschiedene Seiten mit Vornamenshitlisten jedes Jahrgangs. Da schaue ich oft nach und entscheide dann nach Gefühl, welchen Vornamen eine Person bekommen soll. Allerdings sind die nicht von Anfang an fix - wenn sich eine Figur entwickelt, merke ich oft, dass der ursprüngliche Name doch nicht so gut passt. Dann gibt es eine Umbenennung!
Nachnamen zu finden ist weniger organisiert, das passiert tatsächlich oft nach Gefühl. Es hängt meist mit der Anzahl und dem Klang der Silben zu tun.
Viele Grüße,
Melanie

Titel: Knochenfinder
Autorin: Melanie Lahmer
Erscheinungsdatum: 2. Aufl. 16.05.2012
Buchausgabe: Taschenbuch
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 9783404166695
Preis: 8,99 Euro




Der Krimi „Knochenfinder“ ist das Debüt der Autorin Melanie Lahmer. Die Intention von Frau Lahmer war es, einen Krimi zu einem unverbrauchten Thema zu schreiben. Dies ist ihr auch gelungen, allerdings hat die Geschichte zwei Jahre bis zur Veröffentlichung benötigt und daher ist ein anderes Buch aus einem anderen Verlag zum gleichen Thema etwas früher erschienen. Das Buch umfasst 463 Seiten mit Prolog, 69 Kapitel, Epilog und Nachbemerkung. Das Cover zeigt in der unteren Hälfte ein Stück verwitterndes Holz. Die Ränder des Holzstücks sind durch erhabenen Druck für den Interessenten fühlbar. Auf dem Holzstück sitzt ein roter Käfer, ebenfalls auffallend durch Glanzdruck.
Im Prolog lernen wir einen Mann kennen, der an Händen und Füßen gefesselt und zusätzlich geknebelt wurde. Er wird an einem düsteren Ort gefangen gehalten. Die Handlung beginnt damit, dass eine Familie bei ihrem Hobby, dem Geocachen, im Versteck einen Stück verderbendes Stück Fleisch findet, von dem sich später herausstellt, dass es ein menschlicher Finger ist. Natürlich landet dieser Fall bei der örtlichen Kriminalpolizei. Gleichzeitig befasst diese sich auch mit dem Verschwinden eines 18-Jährigen Schülers. Ein weiteres „Stück Fleisch“ wird von Geocachern gefunden. Gibt es einen Zusammenhang? Die junge Kommissarin Natascha Krüger sowie der erfahrenere Kollege Jörg Lorenz nehmen gemeinsam mit ihrem Chef Hannes Winterberg die Ermittlungen in beiden Fällen auf.
Bereits von Beginn an, gelingt es der Autorin die Leser miträtseln zu lassen. Wer ist der Mann im Versteck? Wer versteckt solche ekligen Funde? Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei den Funden um menschliche Finger handelt. Wem gehören sie? Langsam entblättert sich für den Leser das ganze Ausmaß der Taten und diese haben vorerst noch kein Ende. In Einschüben blendet die Autorin immer wieder auf das Opfer und den Täter ohne jedoch dessen Identität bekannt zu geben. Mit den drei Ermittlern hat Frau Lahmer Charaktere mit Privatleben geschaffen, die für weitere Krimis genügend Entwicklungspotential mitbringen. Sie schafft gleichzeitig genügend Nebenhandlungen mit Agierenden, die als Täter in Frage kommen, so dass die Spannung durchgehend erhalten bleibt. Zeitweilig sieht es sogar so aus, als ob der Sohn von Kriminalhauptkommissar Winterberg in den Fall involviert wäre. Frau Lahmer erzählt fundiert über das Geocachen aus eigener Erfahrung und baut auch ihre Fähigkeit der Synästhesie in diese Geschichte ein. Wer wissen möchte, ob diese Fähigkeit zur Lösung des Falls beiträgt, sollte das Buch lesen! Ich fand die Story spannend, den Schreibstil flüssig und leicht lesbar. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen