Freitag, 3. August 2012

Rezension zu Melanie Lahmer - Knochenfinder



Inhalt


Das Siegener Polizeiteam rund um Hannes Winterberg soll das Verschwinden eines Jugendlichen aufklären. René ist achtzehn und offenbar von zu Hause ausgerissen. Seine Spur verliert sich rasch, und weder finden die Ermittler Hinweise in Bezug auf das Ziel seiner Flucht noch über eine mögliche Entführung. Dann jedoch werden in Geocaching-Verstecken abgetrennte Finger gefunden. Hannes Winterberg und sein Team fürchten, dass beide Fälle zusammenhängen…


Meinung


An dieser Stelle möchte ich zunächst ein großes Lob an das Cover aussprechen, das mich sehr anspricht. Der herausgestanzte Baumstamm und der glänzende Käfer sind ein echter Hingucker und stellen auch gleich den Bezug zum Geocaching her.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Schnell findet man sich in der Geschichte ein, welche von der ersten Seite an spannend ist. Dabei erfolgen häufige Perspektivenwechsel, durch die der Leser vier Ermittler sowie zwei Personen begleitet, deren Identität lange verborgen bleibt, über die ich jedoch lange spekulieren konnte. Man verpasst so keine Entwicklung und erlebt die neuesten Ereignisse immer aus erster Hand. Die Kapitel sind dabei fast immer in sich abgeschlossen und die Handlung zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Im Roman dreht sich alles um das Geocaching. Ich selbst habe dies nie zuvor betrieben, was für ads Verständnis der Handlung jedoch nicht hinderlich war. Da die Ermittlerin Natascha ein ebensolcher Geocaching-Neuling ist, wird der Sinn und Ablauf des Geocachings ihr (und mir) im Verlaufe des Romans gut erklärt. Weitere Feinheiten des Geocachings werden auch in den Befragungen, welche die Ermittler in der Geocaching-Szene durchführen, offenbar. Das Thema Geocaching wurde insgesamt gut in die Gesamthandlung eingebaut, sodass ich nebenbei viel hierüber erfahren habe.

Der Leser begleitet insgesamt vier Ermittler bei der Suche nach René und dem Urheber der Knochenfunde. Diese Anzahl war für mich als Leser noch recht überschaubar, und dank einer Vorstellung zu Beginn und weiteren Hintergrundinformationen im Verlauf der Handlung konnte ich sie genauer kennen lernen. Dabei ist niemand der vier perfekt, alle kämpfen mit Problemen oder haben wichtige Entscheidungen zu treffen, sie sind mir jedoch alle sympathisch geworden. Zu den im Buch beschriebenen Verdächtigen hegte ich hingegen durchweg gemischte Gefühle, und so konnte ich von keinem sagen, dass er wirklich nichts mit dem Verschwinden Renès oder den Knochenfunden zu tun hat, sodass ich hier lange Zeit im Dunkeln getappt bin, was die Spannung des Buches hochgehalten hat.

Mit „Knochenfinder“ hat Melanie Lahmer ein gelungenes Debüt veröffentlicht, in der sie einen Kriminalfall mit dem Thema Geocaching verknüpft hat. Sympathische Ermittler und dubiose Verdächtige konnten mich in einer spannenden Handlung überzeugen. Daher empfehle ich das Buch an alle Krimifans mit einer unbedingten „Lesen!“-Empfehlung weiter!


Weitere Informationen zum Buch

Taschenbuch: 464 Seiten
Erscheinungsdatum: 07.04.2012
Preis: 8,99 €
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag)
Link zur Buchseite des Verlags

Kommentare:

  1. Danke für die tolle Rezi, das Buch hört sich wirklich klasse an und könnte was für mich sein.

    AntwortenLöschen
  2. Heei ;)
    du hast von mir einen Award bekommen ♥

    http://bubbly-books.blogspot.de/2012/08/awards-und-zwar-gleich-3.html

    AntwortenLöschen