Mittwoch, 29. August 2012

Rezension zu Tom Epperson - Hyänen

Catch them if you can!


Inhalt


Nachdem Gina ihren Mann, einen rücksichtslosen Mafioso, ins Gefängnis gebracht hat, wird sie ins Zeugenschutzprogramm der USA aufgenommen. Doch die Familie ihres Mannes ist ihr auf den Fersen, und der Schutz des Programms erweist sich als unzuverlässig. Gemeinsam mit ihrem Sohn Luke muss sie fliehen, reist von einem Ort zum nächsten in der Hoffnung, möglichst unerkannt zu bleiben. Dabei ahnt sie nicht, dass ein Peilsender an ihrem Wagen befestigt ist. Sechs Profikiller sind ihr dicht auf ihren Fersen, jeder mit dem Ziel, sie zu töten. Der rätselhafte Grey, den sie zufällig in Los Angeles kennen lernt, scheint ihre einzige Hoffnung zu sein…


Meinung




Das Cover ist in schlichtem schwarz-weiß gehalten und zeigt das Heck eines Autos vor einer weiten Leere. Gut spiegelt dies die Gefühle von Gina und Luke auf ihrer Flucht durchs Land wieder: Wo wird es als nächstes hingehen? Werden sie je ein richtiges zuhause finden? Im Titel „Hyänen“ spiegelt sich außerdem der Charakter der Verfolger wieder: Ohne Rücksicht auf Verluste und nur am eigenen Wohl interessiert verfolgen sie Ginas Spur, bereit, ihren Auftrag schnellstmöglich auszuführen.

Der Schreibstil des Autors ist temporeich und spannend, es mangelt nicht an Actionszenen. Lebhaft, detailreich, brutal – in meinem Kopf entstanden Bilder wie aus einem Actionfilm. Ob wilde Verfolgungsjagden, Versteckspiel oder Entführung – es mangelt nicht an Schauplätzen und Gelegenheiten, welche die Spannung in die Höhe treiben!

Unterbrochen werden diese Szenen höchster Spannung von ruhigeren Momenten, in welchen sich die Verfolgten in Sicherheit wähnen. Dies ist nie ganz der Fall, aufgrund verschiedenster Ereignisse werden die Gangster jedoch lange Zeit davon abgehalten, ihren Auftrag zu Ende zu führen. In diesen eher ruhigen Phasen erhält der Leser die Gelegenheit, die verschiedenen Charaktere besser kennen zu lernen.
Auf der Seite der Verfolgten lernt er hier vor allem Gina und ihren Sohn sowie Gray kennen. Gina und Grey beäugen sich am Anfang eher misstrauisch, niemand scheint dem anderen wirklich zu vertrauen. Durch ihren Kontakt zu Gina gerät Grey jedoch ebenfalls schnell ins Visier der Gangster, und so schweißen letztlich nicht nur Sympathie, sondern auch ihre akute Notlage die drei zusammen. Es entsteht ein Trio, das gut miteinander harmoniert und für viele unterhaltsame Szenen sorgte.
Die sechs Verfolger haben vor allem eins gemeinsam: Sie alle wollen Gina töten. Darüber hinaus gehen ihre Motive jedoch auseinander. Der eine will Ginas Vermögen. Der andere wird von Ginas Ex-Familie bezahlt und soll Luke retten. Dem einen gefällt die Jagd. Dem anderen das Töten. Jeder Gangster erhält eine eigene Identität und wird so für den Leser greifbarer.

In seiner Erzählung springt Tom Epperson oft zwischen den verschiedenen Handlungsorten. Meist wird dabei erst nach einigen Sätzen klar, wen der Leser gerade vor sich hat. Vor allem in Passagen, in denen die Absätze nicht länger als eine Seite sind und es zu permanenten Szenenwechseln kommt, empfand ich dies als recht verwirrend. Mit fortgeschrittener Handlung wurden Namen und Orte jedoch geläufiger und es fiel mir leichter, den Überblick zu wahren.

Fazit




Wer auf der Suche nach einem guten Thriller mit zahlreichen Actionszenen ist, ist mit „Hyänen“ bestens bedient! Eine temporeiche Handlung und zahlreiche interessante Charaktere konnten mich überzeugen und über kleine Probleme der Übersichtlichkeit hinwegsehen. Jedem, der Lust auf eine spannende und nervenaufreibende Verfolgungsjagd hat, kann ich das Buch weiterempfehlen!


Weitere Informationen zum Buch

Vielen Dank an rororo für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: rororo
ISBN-10: 3499258668
ISBN-13: 978-3499258664

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