Mittwoch, 12. September 2012

Rezension zu Mattias Gerwald - Der letzte Ritter vom Tempelhof: Das Mordkomplott

Lieben Dank an den Sutton Verlag, der mir dieses Exemplar zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat :-)

Titel: Der letzte Ritter vom Tempelhof - Das Mordkomplott
Autor: Mattias Gerwald
Erscheinungsdatum: 01.09.2012
Buchausgabe: Taschenbuch
Verlag: Sutton Verlag
ISBN: 9783954000340
Preis: 12.00 Euro


Der historische Roman „Der letzte Ritter vom Tempelhof – Das Mordkomplott“ von Mattias Gerwald, dem Pseudonym von Bernd Schultz,  ist im Sutton Verlag als Taschenbuch erschienen und umfasst 281 Seiten untergliedert in vier Bücher. Leider findet sich mit Ausnahme der Herbstvorschau des Verlags kein Hinweis darauf, dass es sich hierbei um Band 1 einer ungenannten Anzahl von Bänden handelt. Auf dem Cover ist passend zum Thema die Zeichnung eines Ritters des Templerordens auf seinem Pferd in Kampfhaltung.
Stefan von Losa ist der Fiskal der Süpplingburg, die eine Kommende des Ordens der Templer beheimatet. Ein Teil der Burg ist an den Grafen Heinrich von Regenstein verpachtet, da der Orden nicht über genügend Arbeitskräfte zur Bewirtschaftung der gesamten Anlage verfügt. Hier erreichen die Templer im Jahr 1311 Nachrichten aus Frankreich, dass aufgrund übler Gerüchte der Orden durch den Papst aufgelöst werden soll, so wie es der französische König fordert. Graf Heinrich fädelt gegen den Orden ein Mordkomplott ein, dem Stefan durch Zufall entgehen kann, doch für ihn gibt es keine Zukunft auf Süpplingburg. Gemeinsam mit seinem Beichtvater Peter DeCella  und der Fischertochter Rena, die unter der Fürsorgepflicht des Templerordens steht, macht er sich auf den Weg nach Tempelhof, das bei der Doppelstadt Berlin und Cölln liegt um dort dem Orden weiter zu dienen. Dabei führen sie das Gold und die Besitzurkunden der Kommende mit im Gepäck.
Die Reise wird für die drei zum Abenteuer, da Stefan und Peter nicht nur als Templer von Graf Heinrich und dem Erzbischof von Magdeburg, der durch eine Bulle des Papstes zur Einziehung aller Güter der Templer beauftragt wurde, verfolgt werden, sondern ein Ritter des Grafen persönliches Interesse an der Fischertochter hat. Mit profundem Wissen lässt der Autor ein buntes Bild der damaligen Zeit entstehen beruhend auf den tatsächlichen geschichtlichen Ereignissen. Der Leser wird in eine Welt des Mönchsritterordens der Templer entführt und erfährt viel über das Ordensleben, aber auch über die damalige Ständegesellschaft. Zur besseren Übersicht hätte ich mir eine Karte der damaligen Gebietsaufgliederungen im Buch gewünscht.
Obwohl Templer das Gelübde der Keuschheit abgelegt haben, hat sich bei Stefan und Rena eine Beziehung entwickelt, die über die Fürsorgepflicht hinausgeht und für Stefan immer wieder zum Hadern mit sich selbst und seinem Ordenseid führt. Die Hauptfiguren werden dem Leser sympathisch, obwohl sie in gewissen Situationen nicht vor Gewaltanwendung zurückschrecken. Aufgrund des Ausgangs der Geschichte und auch des Titels in dem auf den „letzten Ritter“ verwiesen wird, ist auf jeden Fall mit einer Fortsetzung zu rechnen. Wer historische Abenteuerromane mag, dem empfehle ich dieses Buch gerne weiter.

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