Mittwoch, 3. Oktober 2012

Rezension zu Anika Beer - Als die schwarzen Feen kamen

Jedem Menschen folgt ein Schattenwesen...




~ Inhalt ~


Seit ihrer Kindheit wird Marie von schwarzen Feen verfolgt. Sie ist überzeugt davon, dass aus jedem bösen oder traurigen Gedanken eine solche Fee schlüpft. Natürlich glaubt ihr niemand, und dank ihres Therapeuten sind diese Vorstellungen im Laufe der Jahre seltener geworden. Eine Tages jedoch durchbrechen die Feen die Grenze zu unserer Welt, und die Menschen in Maries Umgebung sind in Gefahr. Mit Hilfe Gabriels, der die Schatten der Menschen sehen kann, versucht sie, das Tor erneut zu schließen…

~ Meinung ~


Der Einstieg in die Geschichte und die Bedrohung durch die schwarzen Feen läuft in ruhigem Tempo ab. Der Leser lernt zunächst Marie und Gabriel kennen, die ein mehr oder weniger normales Leben führen. Doch Gabriel sieht die Bedrohung, die von Maries schwarzen Feen ausgeht, und sucht Kontakt zu ihr. Ein erstes Kennenlernen erfolgt, und bald zeigt sich, dass er ihr offenbar als einziger helfen kann. Aufgrund dieses ausführlichen Einstiegs ist bis zu dem Zeitpunkt, als die Feen zu einer wahren Bedrohung werden, das Buch schon etwa halb gelesen. Da ich die ganze Zeit darauf gewartet habe, dass die Geschichte spannend wird, hat sich das doch recht lang angefühlt, ich wurde jedoch mit einem spannenden zweiten Teil belohnt. In diesem spitzt sich die Situation dramatisch zu, und der Leser darf sich auf fantastische und spannende Szenen freuen, in welchen die düsteren Seiten mancher Charaktere in den Vordergrund rücken.

Die Charaktere Marie und Gabriel waren mir von Beginn an sympathisch. Es war schön zu beobachten, wie sich aus anfänglicher Skepsis von Maries Seite allmählich eine Freundschaft entwickelt. Beide sind die einzigen, die den anderen wirklich verstehen können, denn dass Gabriel Schatten sehen kann und Marie von Feen verfolgt wird, glaubt im sonst vollkommen normalen Hamburg, in dem Anika Beer die Geschichte angesiedelt hat, niemand. Da die Geschichte sowohl aus Maries als auch gelegentlich aus Gabriels Perspektive erzählt wird, konnte man sich gut in beide hineinversetzen und bei ihrem Kampf gegen die Schattenwesen mitfiebern.

~ Fazit ~


„Als die schwarzen Feen kamen“ ist ein spannender Fantasyroman mit zwei sympathischen Hauptcharakteren. Die Idee, dass jeder Mensch ein Schattenwesen hat, das ihm folgt, wurde in eine fesselnde Geschichte umgesetzt, die ich an Jugendliche und jungen Erwachsene weiterempfehlen kann!



~ Weitere Informationen zum Buch ~


Broschiert: 448 Seiten
Preis: 12,99 Euro
Erscheinungsdatum: 12. März 2012
Verlag: cbj
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