Sonntag, 14. Oktober 2012

Rezension zu Mascha Vassena - Die Prophezeiung der Seraphim

Titel: Die Prophezeiung der Seraphim
Autorin: Mascha Vassena
Erscheinungsdatum: 01.10.2012
Buchausgabe: Klappenbroschur
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 9783453267497
Preis: 14,99 Euro







Der Jugend-Fantasyroman „Die Prophezeiung der Seraphim“ von Mascha Vassena ist als Klappenbroschur im Heyne Verlag erschienen. Er umfasst 413 Seiten mit 21 Kapiteln. Das Cover ist in Schattierungen zwischen Schwarz und Weiß  gehalten und passend zum Thema ist ein Engel mit ausgebreiteten Flügeln zu sehen, scheinbar verspielt umrankt. Jedoch sieht man auf der Rückseite des Buches in Bezug auf die Geschichte, dass sich das Spiel von einer grausigen schwarzen Masse von innen her überlagert wird. 

Im Paris des Jahres 1789, kurz vor Ausbruch der Französischen Revolution, lebt die 15-jährige Julie. Mit ihrem Freund, dem zwei Jahre älteren Fédéric, streift sie gerne durch die Straßen. Julie weiß um ihre besondere Fähigkeit, die Ausstrahlung eines Menschen an einer Aureole zu erkennen, die denjenigen begleitet. Als die beiden in einen Aufruhr hinein geraten, erkennt sie, dass sie die mystische Eigenschaft besitzt mittels Lichtübertragung Gefühle anderer zu ändern. Doch aufgrund ihrer Andersheit wird sie längst von dunklen Mächten gesucht. Sie erfährt erstaunt, dass sie ist als Pflegekind aufgewachsen ist und auch noch einen Zwillingsbruder hat. Ihr Bruder Ruben wuchs in einem anderen Teil Frankreichs auf, zuletzt als Pflegekind armer Eltern. Er läuft fort und gelangt als Kaminkehrergehilfe ebenfalls nach Paris. Auch bei ihm erwachen magische Kräfte. Sie erfahren, dass sie Seraphim sind und die Kinder eines in Ungnade gefallenen Engels. Julie, Fédéric und Ruben machen sich gemeinsam mit Nicolas, einem jungen Adligen, der sich auf ihre Seite begeben hat, auf den Weg, ihren Vater zu suchen, denn dieser will die Herrschaft über die Menschheit erlangen und nur seine Kinder, seine Blutsverwandten, können ihn aufhalten…
Auf ihrer Suche erleben die Vier einiges an spannenden Abenteuern. Ihnen stets zur Seite steht Songe, die Wächterkatze. „Die Prophezeiung der Seraphim“ ist eine stimmige Geschichte. Die Autorin lässt die historische Zeit in den schmalen Gassen in Paris aufleben – keine Autos, keine Handys oder PC’s , sondern man begegnet auf der Straße spielenden Kindern, Unrat in den Gassen und Kutschen. Sie passt den geplanten Aufstand des Erzengels in den Aufstand der Bürger von Paris ein, so wirkt es durchaus realistisch. Auch schont Mascha Vassena den Leser nicht in der Beschreibung von Kampfszenen. Der Fantasyroman beinhaltet interessante Charaktere. Bei Julies Wegbegleitern weiß man eigentlich nie, ob man ihnen wirklich vertrauen kann. Ist einem eine Person gerade sympathisch geworden, wendet sie sich zumindest scheinbar gegen die Gemeinschaft und deren Ziel, so wird die Spannung stets hochgehalten. Zwischen Julie und zweien ihrer Freunde entsteht mehr wie Freundschaft. Doch sie ist in einem emotionalen Konflikt, da sie nicht weiß, wem ihr Herz folgen soll, auch um einen ausufernden Streit der beiden Konkurrenten zu verhindern. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es nicht nur jugendlichen Lesern, es ist ebenfalls eine reizvolle Lektüre für Erwachsene die gerne Fantasy lesen.
 

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