Mittwoch, 5. Dezember 2012

Rezension zu Martin Krist - Die Mädchenwiese




~ Inhalt ~


Als die 16-jährige Lisa montags in der Schule vermisst wird, muss ihre Mutter Laura feststellen, dass sie schon seit drei Tagen niemand mehr gesehen hat. Eine erste Suche bleibt erfolglos. Bald finden sich Hinweise, die darauf hindeuten, dass Lisa etwas zugestoßen sein muss – eine großangelegte Fahndung beginnt. Der ehemalige Polizist Alex Lindner, der eine Kneipe in Lisas Heimatort betreibt, sieht die Parallelen zu Vorfällen vor drei Jahren und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Kann er dem Täter auf die Spur kommen? Und was weiß eigentlich die unheimliche Hexe Berta, die nachts durchs Dorf zieht?

~ Meinung ~


Der Thriller ließ sich flüssig und schnell lesen und wies zahlreiche spannende Szenen auf. Gut gefallen hat mir, dass die Handlung der Gegenwart immer wieder durch die Geschichte Bertas unterbrochen wurde, die dem Leser ihr Leben, beginnend bei ihrer Kindheit beschreibt. Wozu sie das tut, kristallisiert sich nach und nach heraus. Die Erzählung in der Gegenwart ist im Gegensatz dazu aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, die sehr häufig wechseln, wodurch ständig Cliffhanger erzeugt werden, die neuesten Entwicklungen in der Suche aber immer hautnah miterlebt werden können.

Ich selbst habe den Hintergrund der Geschichte leider recht schnell durchschaut, weshalb die Spannung etwas abgeschwächt wurde. Trotzdem konnte mich das Buch auch am Ende mit einigen Wendungen überraschen. Viele Charaktere des Buches fand ich leider recht anstrengend. Sie waren geplagt von persönlichen Problemen, welche die Suche nach Lisa jeweils auf ihre Weise erschwerten. Gerne haben die Personen sich nicht gegenseitig ausreden lassen, was die Handlung in der Folge in die Länge zog bis hin zu dem „Das wollte ich dir doch sagen“-Moment.

Ich habe „Die Mädchenwiese“ mit großen Erwartungen begonnen, die leider nicht ganz erfüllt werden konnten. Die Suche nach Lisa gestaltet sich als spannend, für mich war die Handlung aber leider zu durchschaubar und die Charaktere waren oftmals anstrengend. Ein solider Thriller mit einer guten Idee, aber einigen Schwächen in der Umsetzung.


Weitere Informationen zum Buch


Taschenbuch: 416 Seiten
Preis: 9,99 Euro
Erscheinungsdatum: August 2012
Verlag: Ullstein Taschenbuch


1 Kommentar:

  1. Oh, das Buch stand auch auf meiner Liste. Aber nach der Rezension lass ich das wohl. Habe dich übrigens getagged: http://crimesncooking.blogspot.de/2012/12/tagged.html Vielleicht magst Du ja auch mitmachen. Gruß Alex

    AntwortenLöschen