Montag, 28. Januar 2013

Rezension zu Andreas Winkelmann - Wassermanns Zorn

Titel: Wassermanns Zorn
Autor: Andreas Winkelmann
Erscheinungsdatum: 17.08.2012
Verlag: Wunderlich Verlag
Buchausgabe: Klappenbroschur
ISBN: 9783805250375
Preis: 14,95 Euro




Der Thriller „Wassermanns Zorn“ von Andreas Winkelmann ist im Wunderlich Verlag als Klappenbroschur erschienen und umfasst 409 Seiten. Das Buch ist unterteilt in bezifferte Kapitel die Tagen zugeordnet sind. Diese werden unterbrochen von kursiv gedruckten Einschüben aus der Sicht des Wassermanns mit Erinnerungen an dessen Jugendzeit. Das Cover des Buchs – Blitze über einem Gewässer - passt zum Thema und die Farbgebung der Szene des Gewitters lässt eine düstere Atmosphäre entstehen.
Der Leser wird in einem kurzen Rückblick zum Zeugen, wie ein Unbekannter eine Frau ertränkt. Um wen es sich dabei handelt bleibt lange offen. Die eigentliche Erzählung beginnt damit, dass Kommissar Stiffler einen Anruf auf seinem Handy von einer ihm bekannten Rufnummer erhält. Eine ihm bekannte Stimme fordert ihn auf, eine Prostituierte zu suchen mit der der Kommissar schon längere Zeit Umgang hat. Der Anrufer hat diese Frau in seiner Gewalt und sollte Stiffler sie nicht in kürzester Zeit finden, wird sie sterben. Die Spur des Mörders, als „Wassermann“ bezeichnet führt in seine Vergangenheit. Ausgerechnet jetzt wird dem Kommissar der Neuling Manuela Sperling zugewiesen, die übersprudelt vor Begeisterung für ihren neuen Job und in den Ermittlungen nicht nachlässt. Derweil hat der Wassermann bereits sein nächstes Opfer geplant. Doch die junge Frau ahnt, dass sie verfolgt wird und vertraut sich eher zufällig dem Taxifahrer Frank Engler an, der jedoch gesundheitlich durch Narkolepsie beeinträchtigt ist. Ein Wettrennen um die Zeit beginnt.
Der Thriller Wassermanns Zorn“ ist spannend bis zum Schluss durch eine atemlose Jagd auf den Mörder, der seine nächsten Opfer schon geplant hat. Andreas Winkelmann schafft es dabei sehr geschickt den Leser auf einige falsche Fährten zu locken.  Obwohl gewohnheitsmäßig die Ermittler doch eigentlich die guten Charaktere darstellen sollten und der Mörder doch sonst eindeutig das Böse verkörpert, war dies in diesem Thriller so nicht der Fall. Die Kommissaranfängerin Manuela Sperling hat sicher die Sympathien der Leser auf ihrer Seite. Dagegen konnte ich mich mit Kommissar Stiffler, dessen Vergangenheit mit und mit zum Verständnis seines Charakters aufgedeckt wurde, zu keiner Zeit anfreunden. Vielschichtiger wirkt ein weiterer Ermittler, der nicht so ist, wie er zunächst scheint. Zwischen Frank und Lavinia, seiner jungen Kundin, entwickelt sich eine Beziehung, die den Leser bis zum Schluss auf ein Happy-End hoffen lässt. Nicht nur geschickt gesetzte Handlungsortwechsel, sondern auch die kurzen Einschübe der Erinnerungen des Mörders fordern den Leser zum schnellen Lesen auf, um der Lösung näher zu kommen. Dem Autor gelingt es die Handlungsstränge logisch und sinnig miteinander zu verbinden. Wassermanns Zorn ist ein Highlight im Thrillergenre, der es schafft am Ende noch Potential für eine Fortsetzung offen zu lassen. Von mir gibt es hierfür eine eindeutige Leseempfehlung.


Vielen Dank für das Rezensionsexemplars, lieber Rowohlt Verlag (Wunderlich ist ein Imprint des Verlags) und an die Rozubine Leonie vom Verlag, die diese tolle Leserunde auf lovelybooks.de angeboten hat.

Die Rezension von Nabura zum gleichen Buch findet ihr hier: "Der letzte Zauberlehrling" aus Naburas Sicht

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