Sonntag, 20. Januar 2013

Rezension zu Edda Minck - Suppenmord

Titel: Suppenmord - Kommissar Hölderling kocht
Autorin: Edda Minck
Erscheinungsdatum: 01.011.2012
Buchausgabe: Taschenbuch
Verlag: Rowohlt Verlag
ISDN: 9783499259432
Preis: 8,99 Euro


„Suppenmord“ von Edda Minck mit dem Untertitel „Kommissar Hölderling kocht“ ist als Taschenbuch im Rowohltverlag erschienen und umfasst 252 Seiten mit 16 Kapiteln. Zusätzlich finden sich am Ende des Buches drei Rezepte zu Gerichten, die im ersten Kapitel zubereitet und verzehrt werden. Der Titel „Suppenmord“ nimmt Anspielung auf den ersten Mord in der Erzählung, der während der Vorsuppe geschieht. Auf dem in düsteren Farben gehaltenen Cover sind zwei Küchenmesser abgebildet, davon eines abgebrochen. Im Buch wird hierzu das Phänomen erklärt, dass es möglich ist, eine abgebrochene Klinge im Rücken zu haben und dies erst sehr viel später zu bemerken. Dies ist eine Anspielung auf die Mordursache. 


An einem Dezemberabend sitzt Hauptkommissar Gregor Hölderling mit dem leitenden Polizeibeamten Zabel in einem Feinkostladen mit Bistrot zu zweit in geschlossener Gesellschaft. Beide zelebrieren ihren jährlichen Gedenktag an den Verlust ihrer Beziehung zu Annelies. Pikanterweise ist diese auch eine ehemalige Klassenkameradin von Hölderlin und am nächsten Tag beginnt ein Klassentreffwochenende in einem Romantikhotel zu dem die beiden eingeladen sind. Kaum sitzen die Klassenkameraden beim Abendessen beieinander, bricht eine der Mitschülerinnen über der Vorsuppe zusammen. Inzwischen hat es draußen so heftig angefangen zu schneien, dass es weder möglich ist zum Hotel hinzugelangen, noch von dort fortzufahren. Hölderling beginnt mit Hilfe seiner Angebeteten Annelies die Mordursache zu finden und nach dem Mörder zu fahnden. Dann geschieht ein weiterer Mord.


„Suppenmord“ ist kein Krimi nach dem Schema Verbrechen-Aufklärung. Hier ermittelt nicht das übliche KK, sondern durch die abgeschnittene Lage des Hotels bedingt, beginnt der eigentlich vor Ort nicht zuständige Hölderling und die Rechtsmedizinerin Annelies mit der Aufklärung des Falls. Der Roman bewegt sich in Richtung Krminalkomödie, da es schon komisch anmutet, wie die Klassenkameraden wieder in ihre Rollen als Schüler zurückfallen. Die bewusst übertriebene Liebe des Kommissars zu seiner Ex-Frau Annelies, die er nicht zu verbergen weiß, führt zu weiteren lustigen Szenen. Durch den ganzen Krimi zieht sich eine Spur des Kochens besonders leckerer Gerichte, durch die ständig der Appetit des Lesers angesprochen wird. Nach einem eher ruhigen Beginn nimmt die Erzählung zunehmend  an Fahrt auf, nachdem der Kommissar im Hotel eingetroffen ist. In der munteren Runde des Klassentreffens fühlt man sich an seine eigene Schulzeit erinnert. Dabei bleibt die Zahl der ehemaligen Schüler gut überschaubar, so dass es der Autorin leicht möglich war jedem individuelle Eigenschaften zuzuschreiben, die die Story beleben. Die Mordursache sowie der Mörder bleiben sehr lange im Dunkeln, wodurch die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt. Ich gebe gerne eine Empfehlung an alle Krimileser.

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