Sonntag, 10. Februar 2013

Buchbesprechung zu Kerstin Apel - Der Kreuzworträtselmord

Titel: Der Kreuzworträselmord - Die wahre Geschichte
Autorin: Kerstin Apel
Erscheinungsdatum: 01.02.2013
Verlag: Sutton Verlag
Buchausgabe: Taschenbuch




Vom Sutton Verlag habe ich dieses Buch zum Rezensieren erhalten. Vielen Dank dafür an den Verlag. Ich war der Meinung, dass es sich dabei um einen Krimi mit einem Stück Wahrheit handelt. Es war denn auch so, aber diese Art Story hätte ich denn nicht erwartet.

„Der Kreuzworträtselmord“ mit dem Untertitel „Die wahre Geschichte“ von Kerstin Apel ist im Sutton Verlag erschienen und umfasst 155 Seiten. Das Cover wurde passend in den für Sutton Krimis typischen Farben schwarz-weiß-rot gestaltet mit einem Ausschnitt aus einem Kreuzworträtsel in Bezug auf den Fall. Die Geschichte selbst ist schnell erzählt. Die Journalistin Shiva lernt beim Skifahren eine junge Frau und deren Freundin kennen, die wie sie vor Ort Urlaub machen. Dann jedoch wird sie in den Verlag zu einer Krisensitzung zurückbeordert und ebenso wie ihre Kollegen damit beauftragt einen alten Kriminalfall neu zu beleuchten. Ihr wird der „Kreuzworträtselmord“ zugeteilt, ein Fall der Anfang der 1980er in der ehemaligen DDR für großes Aufsehen sorgte und der mit der Verurteilung des Mörders endete. Überrascht wird sie anschließend dadurch, dass ihre Spurensuche sie zu ihrer Urlaubsbekanntschaft Susanna führt.
Das wirklich Aufsehenerregende ist eigentlich nicht die Story, die Kerstin Apel geschrieben hat. In einer leicht lesbaren flüssigen Sprache plätschert die Handlung recht vorausschaubar so dahin. Mir war vor dem Lesen dieses Buches der Kreuzworträtselmord nicht bekannt und ich habe mich gefragt worauf eine Spurensuche der Journalistin hinaus laufen soll. Die letzten Seiten, auf denen die Urlaubsbekannte ihre Geschichte im Rückblick erzählt, haben mich als Leser dann aber fassungslos, erschrocken, verstört und sehr nachdenklich zurückgelassen. Laut Klappentext verarbeitet die Autorin darin ihre „eigenen traumatischen Erfahrungen“. Die Rahmenhandlung entspricht natürlich nicht dem Untertitel, sondern ist erfunden. Aber soll der Mord tatsächlich so geschehen sein, wie Kerstin Apel ihn in Form der Erzählung von Susanna an Shiva schildert? Wurde sie wirklich vom Täter so unter Druck gesetzt, dass ihr eine Aussage zum damaligen Zeitpunkt nicht möglich war? Nach dem Lesen war ich sehr irritiert, wie man so frei, locker in eine Krimihandlung verpackt über dieses Geschehen schreiben kann, wenn es denn der Wahrheit entspricht. 
Und ich frage mich auch, was die Autorin nach so vielen Jahren veranlasst mit ihrer Geschichte auf diese Weise an die Öffentlichkeit zu treten. Profitgier kommt einem da sehr schnell in den Sinn. Wenn Sie sich als Autorin einen Namen machen möchte, kann dies doch nicht der richtige Weg sein. Mein Vetter ist mit 13 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen, die Hubschrauber sind über unserer Häuser gekreist auf der Suche nach dem kleinen Mirko aus Grefrath – hat die Autorin sich je Gedanken gemacht, wie es sich als Eltern anfühlt ein Kind zu verlieren und nun auch noch nachlesen kann, wie ihr Kind gelitten hat?  Aus den Medien ist zu erfahren, dass der Fall neu aufgerollt werden soll. Interessiert werde ich diese Sache weiter verfolgen. Da ich dieses Buch nicht als literarisches Werk auffasse und es auch niemandem zum Lesen empfehlen möchte, nehme ich keine Bewertung vor. 
 

Kommentare:

  1. Schon auf einem anderen Blog wurde ich heute auf dieses Buch und vor Allem den Hintergrund aufmerksam. Ich finde sowas einfach nur unglaublich! Auch ich werde in den Medien verfolgen, was nun weiterhin passiert.

    LG, Jenny

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  2. ich als halle-neustädterin, kenne den fall! ich kann mich seit frühster kindheit daran erinnern, dass mir immer wieder eingebläut wurde niemals mit fremden mit zu gehen, sonst könnte mir wohl das selbe geschehen wie im o.g. fall!
    ich habe das buch gelesen und bin schockiert! ich kann keinerlei mitleid für frau apel empfinden! wenn ich an das buch und an das darin geschilderte denke, könnte ich mich einfach nur übergeben!
    ich denke nicht das die autorin auch nur einmal an die eltern des jungen gedacht hat! oder wie kann es zu äußerungen kommen, sie hätte sich nichts vor zu werfen! DOCH frau apel sie haben sich eine menge vorzuwerfen, denn sie haben hilfeleistung unterlassen, obwohl geräusche aus dem bad kamen! und sie haben den mörder geholfen das kind verschwinden zu lassen! auch danach haben sie sich nicht bei der polzei gemeldet! wochenlang mussten die eltern bangen ohne das sie wussten was mit ihrem kind ist! und erst jetzt über 3 jahrzehnte später geben sie zu dabei gewesen zu sein! ich frage mich ernsthaft wie man 32 jahre damit leben kann und angeblich so stark traumatisiert ist!!?
    ach und noch was... in ihrem buch reden sie die beziehung zu dem mörder anfangs ja verdammt schön, aus anderen büchern weiß ich aber auch, dass ihre beziehung gar nicht so toll gewesen sein soll!
    ich denke irgendwann bekommt jeder seine strafe und ich hoffe sie auch!

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