Sonntag, 24. Februar 2013

Rezension zu Andreas Winkelmann - Wassermanns Zorn




~ Inhalt ~


An Manuela Sperlings erstem Arbeitstag bei der Polizei überschlagen sich gleich die Ereignisse. Ihr mehrwöchiges Praktikum im Morddezernat beginnt mit einem Leichenfund: An einem Fluss wird eine Frau ertränkt aufgefunden. Auf ihrem Bauch findet sich eine Nachricht an Manuelas neuen Chef, Eric Stiffler. Schnell stellt sich heraus, dass der Fundort der Leiche nicht der Tatort sein kann. Auch Stifflers Verhalten gibt Manuela Rätsel auf. Und bald muss Manuela merken, dass dieser Leichenfund erst der Anfang war. Denn der Wassermann sucht bereits das nächste Opfer…

~ Meinung ~


Zu Beginn der Geschichte werden verschiedene Handlungsstränge begonnen, deren Zusammenhänge zunächst nicht klar sind und die Fragen aufwerfen. Wer wird im Prolog ertränkt? Warum erhält ausgerechnet Eric Stiffler mysteriöse Anrufe? Und von wem fühlt sich Lavinia verfolgt? Die Zusammenhänge werden im Zuge der Ermittlungen rund um den Wassermann allmählich klar. Geschickt verbindet Winkelmann die verschiedenen Handlungen, führt den Leser in die Irre, sorgt für Überraschungen und lässt allmählich ein großes Ganzes entstehen, in dem sich alles zusammenfügt.

Besonders fasziniert haben mich an diesem Buch die Einblicke in die Psyche des Wassermanns. Hier erfährt man als Leser nicht nur, was er gerade tut und welche nächsten Schritte er plant, sondern auch einiges über seine Vergangenheit. So wurde verständlich gemacht, was ihn motiviert und wie aus ihm das Frauen ertränkende Ungeheuer werden konnte.

In Bezug auf das Ermittlerteam waren meine Sympathien schnell verteilt. Manuela steht als die Neue und einzige Frau im Ermittlungsteam ziemlich allein da, beweist aber ihre Entschlossenheit und ihren Mut und kann die Ermittlungen so entscheidend vorantreiben. Sie war mir in diesem Buch am sympathischsten. Das Verhalten ihres Chefs Eric Stiffler konnte ich zwar nachvollziehen, aufgrund seiner unausstehlichen Art aber auch gut verstehen, warum Manuela nicht gut mit ihm zurechtkommt. Lavinia und Frank, deren Geschichte lange Zeit unabhängig von den laufenden Ermittlungen bleibt, haben mir ebenfalls und vor allem zusammen gut gefallen.

„Wassermanns Zorn“ ist ein temporeicher und spannender Thriller, der mich mit starken Charakteren überzeugen konnte. Durch die kurzen Kapitel flogen die Seiten nur so dahin. Dieses Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung für alle Thrillerfans!

Die Rezension von Girdie zum gleichen Buch findet ihr hier: "Wassermanns Zorn" aus Girdies Sicht

Weitere Informationen zum Buch


Broschiert: 416 Seiten
Preis: 14,95 Euro
Erscheinungsdatum: August 2012
Verlag: Wunderlich
Link zur Buchseite des Verlags

Kommentare:

  1. Ich bin erst vor kurzem auf Andreas Winkelmann aufmerksam geworden und werde mir bald eines von seinen Büchern kaufen. Deine Rezension macht mich sehr neugierig auf dieses Werk. Vielen Dank für deine Meinung ;)

    LG Jens

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    1. Wassermanns Zorn war auch mein erstes Buch von Andreas Winkelmann. Nachdem Girdie so begeistert war, wollte ich es unbedingt auch lesen. Und jetzt ist schon der neue Thriller "Hollental" draußen... ich bin sehr versucht, mir das gleich zu kaufen. :)

      Liebe Grüße, Nabura

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