Mittwoch, 13. Februar 2013

Rezension zu Robert M. Edsel, Bret Witter - Monuments Men

Titel: Monuments Men - Die Jagd nach Hitlers Raubkunst
Autoren: Robert M. Edsel, Bret Witter
Erscheinungsdatum: 29.01.2013
Verlag: Residenz Verlag
Buchausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 9783701733040
Preis: 26,90 Euro




„Monuments Men – Die Jagd nach Hitlers Raubkunst“ von Robert M. Edsel und seinem Co-Autor Bret Witter, der gerne andere Autoren beim Schreiben unterstützt, ist im Residenz Verlag erschienen und umfasst insgesamt 541 Seiten. Vor den fünf Kapiteln, in die das Buch unterteilt ist, steht eine Vorbemerkung von Robert M. Edsel sowie die Vorstellung der Hauptpersonen nicht nur im Text sondern auch mit Foto. Im Anschluss der fünf Kapitel erhält der Leser einen Überblick über die handelnden Personen, eine Bibliografie mit Büchern, Zeitschriften, Filmen, Akten und weiterem Material zum Thema, eine Auflistung der Interviews, die der Autor geführt und auf solche auf die er aus anderen Quellen  zurückgegriffen hat, ferner eine Danksagung und zum Schluss Anmerkungen zu den im Text gekennzeichneten Stellen. Auf dem recht schlicht gestalteten Cover sind im oberen Drittel einige erfolgsstrahlenden „Monuments Men“ mit den von ihnen in Sicherheit gebrachten Gemälden im Foto zu sehen.


„Monuments Men“ ist ein Sachbuch über die Männer und eine Frau, die im Dienst der Aliierten im zweiten Weltkrieg und danach Kunstgegenstände aufgespürt haben, die von Hitler und seinen Befehlsempfängern vor eben diesen Personen versteckt wurden. Sie gehörten als Mitarbeiter zu einem Programm „Monuments, Fine Arts and Archives“, kurz MFAA genannt, das 1943 gestartet wurde. Mit großer Kenntnis und Detailgenauigkeit beschreibt der Autor jedoch nicht nur wie es scheint, sämtliche Aktionen in dieser Richtung in Europa, mit Ausnahme von Italien über das er ein eigenes Buch schreiben möchte, die zum Aufspüren der Kunstwerke nötig gewesen sind, sondern auch ausführlich das Leben der „Monuments Men“. So zeichnet er deren Jugend und Ausbildung auf und auf welche Weise sie zur MFAA gekommen sind. Der Autor macht den Leser mit der eigentlichen Mission bekannt und führt ihn im Laufe des Buches von Frankreich über Belgien und die Niederlande nach Deutschland und Österreich. Er beschreibt die Vorgänge in einer erzählenden Art und Weise, die sich flüssig lesen lässt. Selbstverständlich werden die Begebenheiten in den entsprechenden geschichtlichen Hintergrund eingebettet. In den Kapiteln sind immer wieder Dokumente in deutscher Übersetzung zu finden, die in Maschinenschrift wiedergegeben werden. Hiervon war ich enttäuscht, da ich mir Kopien der Originaldokumente im Foto, eventuell mit deutschem Untertitel, erwartet hatte. Insgesamt gesehen, ist dieses Buch sehr informativ, gründlich recherchiert und für Leser geeignet, die sich für Geschichte und speziell den zweiten Weltkrieg interessieren.
Dieses Buch habe ich auf vorablesen.de gewonnen und vom Residenz Verlag zum Rezensieren zugesendet bekommen. Vielen Dank!

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