Samstag, 30. März 2013

Rezension zu Sebastian Fitzek - Der Nachtwandler

Titel: Der Nachtwandler
Autor: Sebastian Fitzek
Erscheinungsdatum: 14.03.2013
Buchausgabe: Taschenbuch
Verlag: Knaur Verlag
ISBN: 9783426503744
Preis: 9, 99 Euro




„Der Nachtwandler“ von Sebastian Fitzek ist als Taschenbuch im Knaur Verlag erschienen und umfasst 318 Seiten inklusive Prolog, 43 Kapitel, Epilog und einer längeren, humorvollen Danksagung des Autors. Das  Cover ist recht schlicht gestaltet. Das Auge des Lesers wird sofort auf ein Licht aus einem geöffneten Schacht gelenk. Interessiert es Sie, was Sie dort unten finden werden? Der Titel ist kurz und bündig, wie bei den vorherigen Büchern des Autors und bezieht sich auf den Protagonisten.


Leon ist Architekt und wohnt zusammen mit seiner Frau in der zweiten Etage eines Altbaus. Der Autor versetzt den Leser mitten in eine Traumphase des Protagonisten. Eine Kakerlake steht kurz davor, in seinen Mund hineinzuspazieren, doch er ist wie gelähmt und schafft es nicht, laut nach Hilfe zu rufen. Die Situation ist typisch für ihn. Bereits als Kind ist er im Schlaf aufgestanden und hat Dinge getan, an die er sich nach dem Wachwerden nicht mehr erinnern konnte. Damals wurde er daraufhin therapiert. Als er nun glaubt, wach zu sein, sieht er wie seine derangierte und verletzte Partnerin Nathalie ihre Koffer packt und die Wohnung verlässt. Dann ist sie nicht mehr auffindbar. Er erinnert sich daran, während der Therapie eine Videokamera während des Schlafs getragen zu haben und hält es für eine gute Möglichkeit seine neuerlichen Schlafgewohnheiten auszukundschaften. Nach Anschauen der ersten Aufnahmen an seinem Laptop sieht er fassungslos zu, wie er den schweren Schlafzimmerschrank zur Seite schiebt, mittels Code eine Tür öffnet und im Schacht dahinter verschwindet …


Auch mit „der Nachtwandler“ schafft es Sebastian Fitzek wieder, so wie mit seinen anderen Büchern, den Leser zu fesseln. Fasziniert begibt er sich mit Leon auf die Suche nach Nathalie und entdeckt direkt vor seiner eigenen Tür unbekanntes Terrain. Der Autor spielt mit den unterschiedlichen Ebenen von Leon’s Bewusstsein bis der Leser nicht mehr weiß, was Realität und Traum ist. Bei diesem Buch kommt man ins Grübeln ob seiner eigenen Schlaf- bzw. Traumerfahrungen. Daher ist es auch so spannend und mitreißend bis zum Schluss, weil da im Hinterkopf immer eine leise Stimme bleibt, die flüstert „könnte mir das auch passieren?“. Während der ganzen Geschichte kommt es immer wieder zu neuen Wendungen und Unerwartetem, bis dann der Schluss in einer Weise aufgelöst wird, mit der kaum jemand rechnen wird. Gerne gebe ich für dieses Buch eine Leseempfehlung für Freunde des Genres Thriller.
Mein besonderer Dank gilt dem Droemer Knaur Verlag, der mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Die Rezension von Nabura zum gleichen Buch findet ihr hier: "Der Nachtwandler" aus Naburas Sicht

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