Mittwoch, 27. März 2013

Rezension zu Veronika Aydin und Kerstin Klamroth - Schulsachen: Elfriedes erster Fall

Titel: Schulsachen - Elfriedes erster Fall (Ein Taunus-Krimi)
Autorinnen: Veronika Aydin & Kerstin Klamroth
Erscheinungsdatum: 1. März 2013
Verlag: Sutton Verlag (Link zum Buch auf der Verlagsseite)
Buchausgabe: Taschenbuch
ISBN: 9783 954001408
Preis: 12,00 Euro




„Schulsachen Elfriedes erster Fall“ von Veronika Aydin und Kerstin Klamroth ist als Taschenbuch im Sutton Verlag erschienen und umfasst 216 Seiten inklusive Prolog, acht Kapiteln und Epilog. Das Cover ist typisch für den Verlag gestaltet mit schwarzem Hintergrund, dem weißen Piktogramm einer rundlichen Frau sowie roten Fußabdrücken. Der Titel Schulsachen in größerer roter Schrift schaut aus, wie mit Kreide an eine Tafel gemalt. Ich finde das eine schöne Idee, denn der erste Fall der Privatdetektivin Elfriede Schmittke führt sie zu Ermittlungen an eine Schule nach Hofheim am Taunus, daher auch der entsprechende Untertitel des Buchs „ein Taunus-Krimi“. 


Elfriede selbst wohnt in einem Vorort der Kreisstadt Hofheim und sucht verzweifelt nach Arbeit. Seit der Geburt ihres Sohns vor ungefähr vierzehn Jahren ist sie „Nur-Hausfrau“. Die Trennung von ihrem Mann hat dazu geführt, dass sie sich eine eigene kleine Wohnung gemeinsam mit ihrem Sohn genommen hat. Daher benötigt sie dringend Einkünfte. Früher im Polizeidienst beschäftigt, bietet sie ihre Erfahrung als Ermittlerin nun privat an. Aufgrund einer Flyer-Verteilaktion wird sie von Wolfgang Köster gefunden und beauftragt, den Mörder seines vor wenigen Wochen ermordeten Sohns Alexander zu finden. Ihm gehen die polizeilichen Ermittlungen nicht schnell genug. Elfriede erhält zwei Tage Zeit um erste Ergebnisse zu liefern. Der Zeitaufwand für die Fallbearbeitung geht natürlich zu Lasten ihres Sohnes, der ihre Aufmerksamkeit benötigt. Zum Glück kommt ihr aufgrund eines Anrufs ihres Sohns ihre Tante Ingeborg zu Hilfe, die sich kurzfristig einquartiert und den chaotischen Haushalt übernimmt. Elfriedes Ermittlungen führen sie auf eine erste Spur zu Schülern, die das Opfer offenbar schikanierte. Doch können Missgunst, Mobbing und Erpressung soweit führen, jemanden zu ermorden?


Das Autorenteam schafft mit Elfriede Schmittke eine Charaktere, die mitten aus dem Leben gegriffen ist und mit dem sich daher sicher viele Leser identifizieren können. Der Blick richtet sich durchgehend auf Elfriede und nicht nur auf die Ermittlungen, sondern auch auf ihr Privatleben.  Alleinerziehend mit Sohn versucht sie die Rückkehr in den Beruf, zum Glück hat sie noch Kontakt zu einer früheren Kollegin. Und diese Kollegin, die sich auf dem Esoteriktrip befindet, ist eine weitere liebenswerte Persönlichkeit, die Frau Aydin und Frau Klamroth für ihre Erzählung erfunden haben. Daneben weiß auch Tante Ingeborg mit ihrer resoluten Art die Zuneigung der Leser auf sich zu ziehen. Alexanders Vater und der Hausmeister der Schule wirken dagegen von Beginn an unsympathisch, wieder anderer Personen lassen sich nicht so ohne weiteres einordnen und das ist auch gut so, da es auf diese Weise genügend Tatverdächtige gibt um den Mörder bis zu den letzten Seiten vor dem Leser zu verbergen, und so den Spannungsbogen bis zum Schluss aufrechtzuerhalten. Glücklicherweise sind aber nicht immer die Unbeliebten die Bösen. „Schulsachen“ ist ein grundsolide gearbeitetes Krimidebüt der beiden Autorinnen mit einem logischen Aufklärungsablauf und daher empfehlenswert für alle Krimifans. Er hat mir gut gefallen und ich gebe gern eine Leseempfehlung.
Herzlichen Dank an den Sutton Verlag für das Rezensionexemplar!

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