Montag, 15. April 2013

Rezension zu Angelika Schwarzhuber - Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück






 ~ Inhalt ~


Hanna hat einen eher ungewöhnlichen Beruf: Sie wählt im Auftrag von Männern Geschenke für ihre Freundin, Frau oder Geliebte aus. Leider hat sie derzeit einige Schulden, die jedoch nach ihrem neuesten Auftrag Vergangenheit sein werden: Sie soll ein Geschenk für 1 Million auswählen und erhält dafür 100.000 Euro Provision. Doch der Auftrag stellt Hanna vor ungeahnte Schwierigkeiten.
Weiteres Geld winkt auch aus dem Erbe ihrer Großmutter. Diese hat jedoch Bedingungen aufgestellt: Hanna muss auf den Hof ihrer Großmutter ziehen und einen Landwirt heiraten, sonst erbt ihr Cousain Max Hof und Geld. Sie beschließt, wenigstens den ersten Teil der Forderung zu erfüllen, und zieht aufs Land in ihr Heimatdorf. Ob sich dort auch ein heiratswilliger Landwirt finden lässt?

~ Meinung ~


Das Cover des Buches gefällt mir gut und passt optisch auch zu Angelika Schwarzhubers erstem Roman „Liebesschmarrn und Erdbeerblues“. Wie auch ihr erstes Buch ist diese Geschichte in sich abgeschlossen. Trotzdem empfehle ich, „Liebesschmarrn und Erdbeerblues“ zuerst zu lesen. Lene, der Hauptcharakter des ersten Buches, ist im neuen Roman ein Nebencharakter, und dementsprechend wird das Ende des ersten Buches hier aufgegriffen. Für mich war dies ein schönes Wiedersehen mit einem liebgewonnen Charakter, der von seinem Charme nichts eingebüßt hat, Neueinsteigern wird so allerdings schon viel über das erste Buch verraten.

In diesem Buch kombiniert Angelika Schwarzhuber gleich zwei recht verrückte Ideen und macht Hanna zu einem interessanten Charakter in einer Situation, die wohl noch niemand annähernd selbst erlebt hat. Ihr ungewöhnlicher Beruf und die damit verbundenen Recherchen  führen zu skurrilen, lustigen und ärgerlichen Situationen. Hanna ist aufrichtig bemüht, für jeden Kunden das perfekte Geschenk zu finden, was sie mir sympathisch machte. Ihre Mitarbeiterin und Freundin Daniela ist ihr dabei eine große Hilfe und Unterstützung in sämtlichen Lebenslagen.

Neben ihrem Beruf stehen in der Geschichte natürlich die Erbbedingungen ihrer Großmutter im Vordergrund: Aufs Land ziehen und einen Landwirt heiraten. Wie verrückt ist das denn bitte? Ich war zu Beginn etwas skeptisch, was die Thematik anging – wird Hanna ernsthaft nach einem Heiratskandidaten suchen? Zum Glück findet Hanna die Forderung genauso bescheuert wie ich als Leserin auch. Und tut daher das, was ich in der Situation auch getan hätte: Jemanden suchen, von dem sie sich direkt wieder scheiden lassen kann, sobald das Erbe auf ihrem Konto ist. Leider wird ihre Suche bekannter, als ihr lieb ist, und auch hier landet Hanna in völlig verrückten Situationen. Zu dumm, dass der Mann, in den sie sich verknallt, von der Heiratssache nichts wissen will.

Die Thematik bietet reichlich Potenzial, und dieses wurde meiner Meinung nach sehr gelungen umgesetzt. Ich habe mich köstlich amüsiert! Die Geschichte bietet unterhaltsamen Klamauk, aber auch einige nachdenkliche Momente und zum Schluss eine Auflösung, mit der ich wirklich nicht gerechnet hatte und bei der alle Puzzleteile an ihren Platz fielen.

„Hochzeitsstrudel und Zwetschenglück“ ist eine unterhaltsame Liebesgeschichte mit bayrischem Charme, die mir noch besser gefallen hat als Angelika Schwarzhubers erstes Buch. Hanna war mir als Hauptcharakter sehr sympathisch, und in der Geschichte passte alles zusammen. Meine Empfehlung: Erst „Liebesschmarrn und Erdbeerblues“ lesen und dann sofort mit „Hochzeitsstrudel und Zwetschgenglück“ weitermachen! 



Weitere Informationen zum Buch


Taschenbuch: 416 Seiten
Preis: 9,99 Euro
Erscheinungsdatum: 15. April 2013
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Link zur Buchseite des Verlags

Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


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