Montag, 8. April 2013

Rezension zu Deborah Harkness - Wo die Nacht beginnt

Titel: Wo die Nacht beginnt (Band 2 einer Trilogie)
(Link zur Buchseite des Verlags)
Autorin: Deborah Harkness
Übersetzer: Christoph Göhler
Erscheinungsdatum: 18.03.2013
Buchverlag: Blanvalet Verlag
Buchausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 9783764504676
Preis: 19,99 Euro

„Wo die Nacht beginnt“ von Deborah Harkness ist als Hardcover mit Schutzumschlag im Blanvalet Verlag erschienen. Der Roman umfasst ca. 800 Seiten inklusive einer Übersicht über die Figuren des Buchs, die ich sehr hilfreich finde, und einer Danksagung der Autorin. Der Text untergliedert sich nach Handlungsorten zu denen jeweils mehrere bezifferte Kapitel gehören. Es ist der zweite Teil einer Trilogie. Wie beim ersten Band „Die Seelen der Nacht“ ist auch hier wieder das Cover romantisch verspielt. Es werden Blüten der Drachenfrucht dargestellt, die in Verbindung gebracht werden können als Anspielung auf den Feuerdrachen in der Erzählung, der eine wichtige Rolle für die Protagonistin Diana spielt. Die Frucht gehört zu den Nachtschattengewächsen und steht wie der Titel symbolisch im Hinblick auf die künstlerische Vereinigung im 16. Jahrhundert mit Namen „Schule der Nacht“ zu der Dianas Ehemann, der Vampir Matthew, zu dieser Zeit gehört. Denn der Weg der beiden führt sie durch die Zeit in das Jahr 1590.


Auf der Suche nach dem geheimnisvollen, mit Magie verschlossenen Manuskript „Ashmole 782“ von dem vermutet wird, dass es für alle Hexen, Vampire und Dämonen von großer Bedeutung ist, gelangt die Hexe Diana Bishop gemeinsam mit Matthew ins 16. Jahrhundert. Sie kann durch Zaubersprüche durch die Zeit reisen und anhand dreier mitzuführender Gegenstände sogar das genaue Jahr bestimmen. Diese Eigenschaft besitzt nicht jede Hexe. Vorher haben beide den besten Zeitpunkt für ihre Ankunft festgelegt, denn nach Möglichkeit möchten sie nicht die Zukunft durch ihre Anwesenheit in der Vergangenheit verändern und daraus ergibt sich für Matthew, der schon über 1500 Jahre existiert, dass er sich nicht selbst begegnen möchte. Ihre Reise führt sie zunächst nach England in die Heimat von Matthew. Doch während sie noch nach einer Hexe suchen, die Diana dabei helfen soll ihre Fähigkeiten als solche auszubauen, streut einer der Freunde ihres Mannes Gerüchte im Umkreis über sie, die sie dazu veranlassen nach Frankreich zu Matthews Vater zu flüchten. Doch dies ist nicht die letzte Station auf ihrer Reise in der Zeitgeschichte. Kaum hat sie sich jeweils sprachlich und modisch der Umgebung angepasst, muss sie weitere Male vor ihrer Denunziation als Hexe mit der möglichen Folge von Folter oder gar einem Ende auf dem Scheiterhaufen fliehen, doch ihre Suche nach dem Manuskript gibt sie nicht auf. Und außerdem kann sie noch nicht zurück, denn sie muss zuerst lernen, wie sie sich und Matthew wieder in die Gegenwart zurückbringen kann …


Bis auf einige wenige Ausnahmen spielt das Buch Ende des 16. Jahrhunderts. Wie bereits im ersten Band beschreibt die Autorin auch diesmal alle Schauplätze und Ereignisse so detailliert, dass der Leser sich sehr gut in diese Zeit hineinversetzen kann. Und auch diesmal wird die Geschichte vorwiegend aus der Sicht Dianas erzählt. Der Leser erlebt ihr Bemühen darum, dass ihre Persönlichkeit als Hexe so akzeptiert wird, wie es ihre Fähigkeiten vorgeben. Denn sie entdeckt, dass nicht nur Matthew  Leben und Tod zu geben vermag. Leider verliert sich die Erzählung vor allem bis zur Hälfte des Buchs für meinen Geschmack zu häufig in Schilderungen, die mit dem eigentlichen Grund für den Aufenthalt von Diana in der Vergangenheit nichts zu tun haben. Wer jedoch geschichtlich interessiert ist, erlebt hier eine lebendige Darstellung des Alltags zur damaligen Zeit. Auch die Zuneigung der Protagonisten zueinander verblasst meiner Meinung nach in diesem Band gegenüber Teil 1. Stattdessen setzen beide sich mehr mit sich selbst und ihrem Dasein auseinander. Das Ende des Buchs lässt einiges an Fragen offen, vor allem danach, was in der Zwischenzeit der Abwesenheit Dianas und Matthews in der Gegenwart geschehen ist. Außerdem freue ich mich schon auf den dritten Band, denn sicherlich wird Frau Harkness sicherlich schildern, wie Diana ihr in der Vergangenheit erworbenes Wissen in der heutigen Zeit anwenden wird. Und wer weiß, vielleicht gibt es auch ein oder mehrere Begegnungen mit Figuren, die bereits 1590 existierten?

Vielen Dank für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars an den Blanvalet Verlag!

Kommentare:

  1. Ja, der erste Teil ist definitiv besser, aber trotzdem freue ich mich shcon auf band 3...wann immer der erscheinen mag! Tolle Rezi hast du geschrieben...bei der Sternenvergabe sind wir ja auch derselben Meinung ;)
    Liebe Grüße
    Martina

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  2. Puh ich fand den ersten Band richtig gruselig und habe mich trotzdem durchgekämpft... den 2. würde ich mir aber nie im Leben antun^^
    Klar gibt es immer unterschiedliche Geschmäcker, aber ich persönlich habe selten sowas langweiliges gelesen ;)

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