Donnerstag, 25. April 2013

Rezension zu Tanja Heitmann - Tiamat: Liebe zwischen den Welten



 ~ Inhalt ~


Anouk lebt in einem ganz und gar ungewöhnlichen Haus: Das alte Herrenhaus „Himmelshoch“ verbirgt in seinem Kellergewölbe den riesigen Maelstrom Tiamat. Dieser wird von ihrem Vater und Sander, den sie in der Schule als ihren Bruder ausgibt, bewacht. Allerdings tauchen in letzter immer häufiger Besucher aus dem Maelstrom auf, die sie angreifen und skurrile Veränderungen im Haus hinterlassen. Zum Glück können Sander und ihr Vater diese meist im Nu vernichten. Anouk selbst ist als Wächterin leider völlig ungeeignet. Während Anouk feststellen muss, dass der bisher langweilige Tammo aus ihrer Schule plötzlich gar nicht mehr so fade ist, aber auch Sander ein verstärktes Interesse an ihr zeigt, droht Tiamat zu einer Gefahr zu werden. Bald befindet sich Anouk im Durcheinander der Gefühle, aber auch im Wettlauf gegen die Zeit, um die Gefahr durch Tiamat abzuwenden.

~ Meinung ~


Das Buch beginnt mit dem rasanten Zusammenstoß von Anouk mit einem Besucher, welcher den Leser sofort mitten ins Geschehen versetzt. Durch Anouks Augen lernt man das glibschige Besucherproblem kennen, das zum Glück durch Sanders Vernichtungskünste in Grenzen gehalten wird, sowie das ganz und gar ungewöhnliche Himmelshoch mit seinem Maelstrom im Keller. Nach der rasanten Anfangsszene nimmt sich Tanja Heitmann Zeit, dem Leser die Bewohner Himmelshochs und Anouks Freunde aus der Schule vorzustellen, welche in der weiteren Geschichte eine größere Rolle spielen werden. Bald schon hatte ich das Gefühl, die Welt Anouks gut zu kennen und war bereit für das folgende Abenteuer.

Das Buch bietet eine spannende Fantasygeschichte und gleichzeitig eine Liebesgeschichte. Beides wird gelungen vermischt. Im Fantasyteil der Geschichte droht Tiamat als Tor zwischen zwei Welten einzubrechen und die Bewohner Himmelshochs suchen mit Hochdruck nach einer Lösung, ohne dass der berüchtigte Wächterzirkel Himmelshoch und damit die Wacht übernehmen wird. Hier kommt es zu rasanten und fantasievollen Szenen, die mich haben mitfiebern lassen. Gleichzeitig beginnt die Liebesgeschichte als Dreieck zwischen Anouk, Tammo und Sander und hält zunächst eine der klassischen Dreieckssituationen bereit. Dann entwickelt sich alles jedoch in eine untypische Richtung, denn beide Jungen bergen ein Geheimnis, das die Situation in einem völlig anderen Licht erscheinen lässt und gleichzeitig die Verbindung zur Fantasygeschichte schafft. Mit Anouks Freundinnen Becks und Laboe wurden außerdem zwei ungewöhnliche Charaktere geschaffen, die Anouk zur Seite stehen und sie bei der Lösung ihrer kleinen und großen Probleme tatkräftig unterstützen.

„Tiamat“ ist eine wundervoller Fantasy- und Liebesgeschichte zugleich. Die gelungene Verbindung dieser beiden Elemente konnte mich überzeugen. Ebenso hat mir die innovative Idee der Geschichte sehr gefallen – Was tut man, wenn man einen Maelstrom im Keller hat, aus dem immer häufiger glibschige Besucher auftauchen? Ich konnte ganz in die Geschichte eintauchen, mich mit den Charakteren identifizieren und mit ihnen hoffen, dass sich die Ereignisse zum Guten wenden. Für jugendliche Leser ist dieses Buch bestens geeignet, und auch älteren Lesern, die sich für eine fantasievolle und romantische Geschichte begeistern können, kann ich „Tiamat“ weiterempfehlen.



Weitere Informationen zum Buch


Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Preis: 16,99 Euro
Erscheinungsdatum: 22. April 2013
Verlag: cbt
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