Montag, 20. Mai 2013

Rezension zu Juliane Göttinger - Höllenqualen

Titel: Höllenqualen
Autorin: Juliane Göttinger
Erscheinungsdatum: 01.03.2013
Verlag: Sutton Verlag (Link zur Buchseite des Verlags)
Buchausgabe: Taschenbuch
ISBN: 9783954001347
Preis: 12,00 Euro




„Höllenqualen“ von Juliane Göttinger ist bereits der dritte Krimi einer Serie um Eva Engel vom Duisburger KK 11. Das Taschenbuch ist anders wie die vorigen Bücher der Reihe im Sutton Verlag erschienen und umfasst 329 Seiten inklusive Prolog und Epilog. Das Cover ist, wie viele Krimititel im Sutton Verlag, schwarz mit roter Schrift. Als einziges Detail ist ein ausgeklapptes Klappmesser zu sehen, dass den Buchtitel durchschneidet. Ein Bezug des Titels zu den Vorkommnissen im Buch ist zu erkennen.


Die Hauptkommissarin Eva Engel ermittelt in einem Mordfall. Eine junge Frau, die sich ihr Studium mit kellnern und strippen verdient, wird tot in einem Waldgebiet in Dinslaken aufgefunden. Schnell wird klar, dass sie vor ihrem Tod einen Auftritt bei einem Junggesellenabschied in einer nahen Gaststätte hatte. Eigentlich kommen alle dort Anwesenden für den Mord in Frage, aber es gibt auch Hinweise die zu satanistischen Kreisen führen. Am gleichen Wochenende ist Eva auf einem Klassentreffen. Dort trifft sie nach Jahren Sabine wieder, ihre beste Freundin aus Schultagen. Kurze Zeit darauf wird Sabine niedergeschlagen im eigenen Haus aufgefunden. Ein Zusammenhang zwischen beiden Fällen scheint es nicht zu geben. Während ihr Berufsleben Eva stark in Anspruch nimmt, fühlt ihre 15-jährige Tochter Nora sich vernachlässigt und auch ihre Lebenspartnerin Anne zieht sich auf seltsame Art von ihr zurück. 


Grundsätzlich lässt sich „Höllenqualen“ lesen ohne die Vorgängerbände zu kennen. Juliane Göttinger schreibt einen klug entwickelten Krimi. Durch mehrere Handlungsfäden bleibt die Erzählung bis zur Auflösung spannend. Hierzu tragen auch Erinnerungsfetzten bei die in kursiver Schrift in den Text eingeflochten sind, von denen der Leser aber sehr lange nicht weiß zu wem sie gehören. Jedoch konnte ich zu der Protagonistin Eva Engels keinen Zugang finden. Zu wenig scheint sie mir die Bedeutung ihrer Liebesbeziehung zu erkennen. In der knapp bemessenen Zeit die sie für ihre Freundin Anne hat, stellt sie den körperlichen Kontakt in den Vordergrund. Und Anne findet nicht die richtigen Worte zur rechten Zeit Eva von einem wichtigen Ereignis zu erzählen, dass die Beziehung belasten wird. Für mich ist das alles nicht so richtig greifbar. Auch fehlen mir ein wenig genauere Ortsbeschreibungen um mir die Handlung darin genau vorzustellen. Nichts desto trotz war die Storyline der Ermittlungen schlüssig entwickelt und konnte mich fesseln. Für jeden Krimileser wird dieses Buch daher interessant sein. 
Vielen Dank für das Rezensionsexemlar, lieber Sutton Verlag!

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