Dienstag, 14. Mai 2013

Rezension zu Lia Norden - Die Schatten eines Sommers

Titel: Die Schatten eines Sommers
Autorin: Lia Norden (als Pseudonym für Katja Reider, Sylvia Heinlein und Cornelia Franz)
Erscheinungsdatum: 02.05.2013
Verlag: Rowohlt Verlag (Link zur Buchseite des Verlags)
Buchausgabe: Taschenbuch
ISBN: 9783499253522
Preis: 9,99 Euro



Im Rowohlt Verlag ist der Roman „Die Schatten eines Sommers“ von Lia Norden als Taschenbuch erschienen und umfasst 251 Seiten. Hinter dem Pseudonym „Lia Norden“ verbergen sich drei Autorinnen aus Hamburg. Daher interessierte es mich, ob es möglich ist in dieser Kombination einen Roman zu schreiben der ein „rundes“ Ganzes ergibt und ich muss sagen, dass es aus meiner Sicht sehr gut gelungen ist. Nach über 25 Jahren treffen sich Hanna, Fabienne und Marie zum ersten Mal wieder auf der Beerdigung von Dorit. Für einen Sommer waren die vier damals beste Freundinnen, bis Dorits Mutter ein schlimmes Unglück passierte. Was einst passiert ist wird erst so nach und nach deutlich. Aber jede der drei noch lebenden Frauen scheint seither eine Last mit durch ihr Leben zu tragen. Kleine Bemerkungen in ihrer Umgebung und kurze Erinnerungsblitze lenken ihre Gedanken immer wieder auf die Zeit vor den Unfall. Basierend auf diesen Erlebnissen hat Hanna, die inzwischen Schriftstellerin ist, ein Buch geschrieben. Natürlich hat sie die Tatsachen entsprechend verfälscht, doch am Ende bringt sich die vom Charakter her Dorit sehr ähnliche Person in ihrem Buch um. War diese Darstellung im Roman Mitschuld am Tod ihrer früheren Freundin? 


Auf dem Titel wirkt eine Wasserfläche als Spiegel für die Silhouette einer Frau, die barfuß auf einem Steg steht und ins Wasser blickt. Es könnte eine Momentaufnahme von Dorit vor ihrem Tod sein, doch nahezu bis zum Schluss fiebert der Leser auf die Antwort darauf, ob sie Selbstmord begangen hat. Schattenhaft sind die Farben des Covers gehalten. Von den Schatten der Vergangenheit werden die drei Protagonistinnen eingeholt. Schuld oder Unschuld steht für den Leser im Vordergrund. Die Erzählsicht wechselt ständig zwischen den einzelnen Frauen, die jeweils aus der Ich-Perspektive ihre gegenwärtigen Situation und ihre Gefühlseindrücke schildern, aber im Vergleich dazu auch Rückblick halten. Denn alle hatten damals schon eigene Persönlichkeit und sind nun darauf gespannt, ob die anderen sich inzwischen geändert haben. Jede der Autorinnen hat die Rolle einer der Freundinnen übernommen. Die Ereignisse werden aber nicht etwa dreimal aus unterschiedlichen Sichten dargestellt, sondern ergänzen sich und fließen ineinander über, so dass die Spannung nicht verlorengeht und sich ein harmonisches Ganzes ergibt. Das Ende hält für den Leser dann noch eine Überraschung bereit. 
Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für das Rezensionsexemplar! Für mich selbst habe ich jeder Freundin eine Autorin zugeordet, aber weiß ...

1 Kommentar:

  1. Hab das Buch auch gelesen, mir haben nur die Protagonisten den Spaß verdorben, die waren echt nicht meins. ;)

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