Montag, 20. Mai 2013

Rezension zu Lissa Price - Enders



~ Inhalt ~


Seit der Zerstörung der Body Bank scheint der Plan der Firma Prime Destinations, mithilfe der Body Bank reichen Enders dauerhaft Zugriff auf die Körper von Starters zu geben, vereitelt. Doch der Friede ist trügerisch. Denn Starters wie Callie kann der implantierte Chip zum Körpertransfer nicht wieder entfernt werden. So kann der Old Man dank Callies manipuliertem Chip mit ihr kommunizieren und sie unter Druck setzen: Wenn sie seinen Befehlen nicht folgt, kann er andere Chipträger nach Belieben töten, indem er ihre Chips explodieren lässt. Callie fügt sich in ihr Schicksal, doch da naht unerwartete Hilfe. Kann Callie die Chipträger und auch sich selbst retten?

~ Meinung ~


Das Cover ist recht schlicht, gefällt mir aber sehr gut. Sowohl von Cover als auch vom Titel her passt es zu „Starters“, dem ersten Teil dieser Dilogie. Zwar kommen in diesem Teil noch weniger Ender-Charaktere vor als in Teil eins, trotzdem verdeutlichen beide Titel gemeinsam, dass es in dieser dystopischen Welt nur noch sehr junge und sehr alte Menschen gibt.

Obwohl ich „Starters“ erst vor wenigen Monaten gelesen habe, konnte ich mich an den Ausgang dieses Buches nicht mehr ganz genau erinnern. Lissa Price holt den Leser zu Beginn von „Enders“ jedoch in zunächst ruhiger Atmosphäre ab und lässt die letzten Ereignisse des ersten Teils kurz und knapp Revue passieren. Ich konnte mich so schnell wieder in die Geschichte einfinden und ein Nachlesen in „Starters“ war nicht nötig.

Mit einem wortwörtlich großen Knall nimmt die Geschichte nach nur 15 Seiten wieder an Fahrt auf. Callies steckt erneut in einer bedrohlichen Situation, jetzt heißt es Callie gegen den Old Man. Unverhofft erhält sie Unterstützung, die ihr neben ihren neuen finanziellen Möglichkeiten auch weitere technische Perspektiven im Kampf gegen den Old Man eröffnen. Die Chance auf einen Sieg über ihn wird realistischer, doch auch der Old Man hat noch einige Pläne in der Hinterhand. Das Buch entwickelt sich zu einem spannenden Katz-und-Maus-Spiel, in dem Callie Erfolge, aber auch herbe Rückschläge verzeichnen muss. Ob sie ihr Ziel erreichen kann?

Callies Verhalten wirkt oft sehr spontan und planlos. Sie ist nicht die große Denkerin, sondern handelt meist eher impulsiv und aus ihrem Gefühl heraus. Dieses Verhalten fand ich für ihr Alter jedoch nachvollziehbar, auch wenn sie in der Folge in einigen Situationen nur mit Glück dem Tod entrinnt. Bis auf Callie und ein bis zwei andere Charaktere blieben die Personen leider recht eindimensional. Weil die Geschichte aber durchweg spannend und temporeich war und mich auch das Ende zufriedenstellen konnte, konnte das den Unterhaltungswert nur geringfügig mindern.

„Enders“ ist der gelungene Abschluss der Dilogie von Lissa Price. Kämpfte Callie im ersten Teil noch gegen die Idee der gesamten Firma Prime Destinations, stehen sich im zweiten Teil vor allem sie und der Old Man gegenüber. Eine temporeiche Handlung  und überraschende Offenbarungen konnten mich überzeugen und über die schwächere Charaktergestaltung hinwegsehen lassen. Weil mich auch das Ende zufriedenstellen konnte, erreicht das Buch knapp die fünf Sterne. Die Starters-Enders-Dilogie kann ich Dystopienfans sehr weiterempfehlen!

Die Rezension von Girdie zum gleichen Buch findet ihr hier: "Enders" aus Girdies Sicht

Weitere Informationen zum Buch


Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Preis: 15,99 Euro
Erscheinungsdatum: 14. Mai 2013
Verlag: ivi
Link zur Buchseite des Verlags


1 Kommentar:

  1. Hallo,

    ich lese aktuell auch "Enders" und bisher bin ich ebenfalls positiv überrascht. Ich bin schon sehr auf das Ende gespannt, denn aktuell bin ich jedem gegenüber erstmal misstrauisch ^^

    Liebe Grüße,
    Patricia

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