Sonntag, 5. Mai 2013

Rezension zu Murmel Clausen - Frettnapf

Titel: Frettnapf (Band 2 der Frettchen-Serie)
Autor: Murmel Clausen
Erscheinungsdatum: 9. April 2013
Verlag: Heyne Verlag (Link zur Verlagsseite des Buchs)
Buchausgabe: Taschenbuch
ISBN: 9783453410176
Preis: 8,99 Euro




Im quietschegelben, hochglänzenden Einband ist „Frettnapf“ von Murmel Clausen als Taschenbuch im Rowohlt Verlag erschienen. Ähnlich wie bereits beim ersten Band der Reihe um Jens Fischer ziert das Cover ein süßes Frettchen, aber diesmal ist es ein sehr junges in einem Fressnapf und angelehnt daran und erinnernd an eine Begebenheit in der Geschichte lautet der Titel „Frettnapf“. Durch seine Aufmachung fällt das Buch dem Leser schnell ins Auge. Insgesamt umfasst die Erzählung 254 Seiten. Die Kapitel sind übertitelt mit diversen Messen, die in Deutschland besucht werden können. Unterhalb jeden Titels gibt es einen kurzen Schnipsel Information dazu. Doch Jens ist gar nicht mehr glücklich darüber sein Leben allein mit Messemoderationen zu verdienen, die sich ihm sporadisch bieten.


Jessi, die im Rauschzustand von Sven, dem besten Freund von Jens Fischer, schwanger geworden ist, besucht mit Jens eine Hochzeitsmesse. Die beiden planen ihre Verehelichung. Aber bei Jessi bewirken wohl unter anderem die Hormonumstellungen, dass sie plötzlich eine Auszeit für sich beschließt. Nach zwei Tagen, die sie bei einer Freundin verbracht hat, kehrt sie zurück. Doch bei einer Aussprache der beiden, tappt Jens wieder mal in ein Fettnäpfchen. Er sei unzuverlässig, vor allem im Job, erklärt er Jessi ehrlich und schürt dadurch bei ihr Zweifel, die eigentlich vorher noch nicht da waren. Daraufhin entzieht sie ihm ihr Vertrauen und wirft ihn vorläufig zum Nachdenken aus der gemeinsamen Wohnung. Nach einer sehr kurzen Zeit bei seinen Eltern, beschließt Jens dann doch lieber zu einem Freund zu ziehen.


Zum Lesen dieser Geschichte braucht man den ersten Band nicht gelesen zu haben. Wer ihn aber kennt, wird hier all den bereits bekannten, liebenswerten Personen begegnen, die auch dort schon eine Rolle spielten, angefangen vom Frettchen züchtenden Sven über den momentan sich im Glaubenswechsel befindlichen Hondo bis hin zum Paar Ralf und Maren, von deren Kind eigentlich Jens der Vater ist. Jeder Charakter bleibt sich selbst weiterhin treu und lässt wieder etliche Situationskomik allein durch die überzeichneten Eigenschaften entstehen. „Frettnapf“ ist eine Komödie für den Feierabend, locker und leicht. Allerdings flechtet Murmel Clausen in den heiteren Ton auch feinsinnige Überlegungen zu den Themen „Zukunftsängste überwinden“ und den „zweiten Frühling leben“ ein. Eine Fortsetzung der Geschichte kann ich mir sehr gut vorstellen. Wie auch der erste Band hat mir diese Erzählung gefallen und meinen Geschmack in Richtung Humor getroffen. Daher gebe ich gerne eine Leseempfehlung.
Vielen Dank, lieber Heyne Verlag, für das Zusenden des Rezensionsexemplars!

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