Donnerstag, 4. Juli 2013

Rezension zu Beth Revis - Godspeed: Die Reise beginnt



☆ Inhalt ☆


Amys Eltern haben sich für eine Mission verpflichtet: Auf dem Raumschiff „Godspeed“ wollen sie zu einem neuen Planeten reisen, um ihn mithilfe ihrer Kenntnisse zu besiedeln. Weil die Reise 300 Jahre dauern wird, lassen sie sich einfrieren. Die siebzehnjährige Amy hat die Wahl: Fliegt sie mit oder bleibt sie bei Onkel und Tante? Schweren Herzens entscheidet sie sich dafür, ihren Eltern zu folgen und ebenfalls eingefroren zu werden.

Viele Jahre später haben sich die auf der Godspeed lebenden Menschen zu einer funktionierenden Gesellschaft zusammengeschlossen, die vom sogenannten Ältesten angeführt wird. Dieser ist mit der Ausbildung vom Junior beschäftigt, der nach ihm Anführer werden soll. Das Kühldeck ist den meisten Bewohnern der Godspeed unbekannt. Doch Junior entdeckt es zufällig, und nicht nur das: Ausgerechnet Amys Kühlung wurde unterbrochen, sie ist zu früh aufgewacht. Wer ist dafür verantwortlich? Während Amy versucht, sich an das Leben auf der Godspeed zu gewöhnen, wird ein weiterer Eingefrorener aufgetaut und stirbt. Gemeinsam mit Junior versucht sie herauszufinden, wer hinter den Anschlägen steckt. Und warum verhalten sich alle Bewohner auf der Godspeed eigentlich so anders als die Menschen auf der Erde?

☆ Meinung ☆


Das Buch startet mit einer Szene, die mir Gänsehaut über den Rücken jagte: Amy muss erst ihren Eltern dabei zusehen, wie sie eingefroren werden, und lässt dann die Prozedur über sich selbst ergehen. Dieser Vorgang ist nicht gerade angenehm und dementsprechend erschreckend. Wie wird Amys Leben wohl weitergehen, wenn sie aufgetaut wird?

Nach diesem einführenden Kapitel gibt es einen großen Zeitsprung. Während Amy eingefroren ist, haben fast alle Menschen auf der Godspeed das Kühldeck vergessen und leben mit der Hoffnung auf dem Schiff, dass die nächste Generation die Godspeed verlassen kann. Aus Juniors Perspektive lernt der Leser die Gesellschaftsstruktur kennen und muss feststellen, dass alles perfekt funktioniert und doch gleichzeitig irgendwie falsch ist. Was ist bloß passiert?

Mit Amys Auftauen gewinnt die Geschichte an Fahrt. Durch ihre Kenntnisse über das Leben auf der Erde öffnet sie Junior die Augen und zeigt ihm, dass viele der Godspeed-Bewohner ein Verhalten zeigen, das ihr von der Erde nicht bekannt ist. Die Anschläge auf das Kühldeck bringen Spannung in die Geschichte – wer steckt bloß dahinter? Hier hat mich allerdings etwas gewundert, dass eine Bewachung des Kühldecks einfach nicht richtig zustande kommen wollte und der bzw. die Unbekannte so relativ problemlos weitere Anschläge verüben kann. Gleichzeitig wird auch der Älteste immer unsympathischer: Für ihn ist Amy ein Störfaktor, eine Andersartige, die nur für Unruhe sorgt. Können Amy und Junior sich dem Ältesten und seinen Plänen widersetzen?

Die Geschichte spitzt sich immer weiter zu und währenddessen kommen sich Amy und Junior näher. Beide harmonieren gut miteinander und waren mir sympathisch. Die Zahl der Nebencharaktere ist trotz der vielen Menschen auf dem Schiff sehr begrenzt, sodass man gut den Überblick bewahren konnte. Obwohl einige Entwicklungen abzusehen sind, konnte mich das Buch immer wieder überraschen und schockieren. Im dramatischen Finale fallen schließlich alle Puzzleteile an ihren Platz und haben mich atemlos zurückgelassen. Unbedingt muss ich wissen wie es im zweiten Teil, „Godspeed: Die Suche“, weitergeht!

„Godspeed: Die Reise beginnt“ ist eine spannende Sci-Fi-Geschichte mit dystopischen Elementen. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, und die Geschichte hat mich mitgerissen und überraschen können. Ich empfehle dieses Buch nicht nur Jugendlichen, sondern auch Erwachsenen weiter, die sich auf die Reise zu einem fernen Planeten begeben wollen!



Weitere Informationen zum Buch


Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Preis: 19,95 Euro
Erscheinungsdatum: August 2011
Verlag: Dressler
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