Dienstag, 6. August 2013

[Rezension] Mark Roberts - Der Herodes Killer

Titel: Der Herodes Killer
Autor: Mark Roberts
Erscheinungsdatum: 01.08.2013
Verlag: Rowohlt Verlag (Link zur Buchseite des Verlags)
Buchausgabe: Taschenbuch
ISBN: 9783499259722
Preis: 9,99 Euro




Das Taschenbuch „Der Herodes Killer“ von Mark Roberts ist im Rowohlt Verlag erschienen und umfasst 384 Seiten inklusive Prolog, 71 Kapitel und einer kurzen Danksagung des Autors. Das dunkle Cover mit der roten Schrift und dem über einer roten Kerze aufsteigender Rauch lässt die Vermutung zu, dass der Thriller etwas Geheimnisvolles verbirgt und bereits in der Inhaltsangabe auf der Rückseite des Buchs erfährt der Leser von der Verbindung zum Satanismus, der mit der Aufklärung des Falls zu tun hat. Der Titel bezieht sich auf die Verbindung der Mordfälle an Schwangeren, bei denen ihr Baby ebenfalls ermordet wird, zu Herodes, der  zur Zeit von Jesus Geburt Tetrach in Galiläa war und nach dem Matthäusevangelium alle bis zu zweijährigen Kinder in Bethlehem und Umgebung töten ließ unter denen er Jesus vermutete.


Bevor die Ermittlungen im Fall des Herodes Killers beginnen, ist der Leser im Prolog dabei, wie der Mörder sein fünftes Opfer findet. Detective Chief Inspector David Rosen wird mit der Aufklärung zu diesem wie auch zu den vier vorhergehenden Morden nach gleichem Muster betraut. Immer wieder kommt  ihm der plötzliche Kindstod seiner eigenen Tochter in Erinnerung. Die bisherige Suche nach dem Täter und seinem Motiv verliefen ergebnislos. Eines Abends erhält er den Anruf eines Mönchs, der ihn darüber informiert, dass ein Mitbruder eine wichtige Information hat, die ihm vielleicht weiterhelfen könnte. Bei einem Treffen mit Father Flint erfährt er von der Ähnlichkeit dieser Morde zu einer Mordserie im Mittelalter. Als er die Personalien von Father Flint überprüfen lässt, erfährt er von dessen Vergangenheit in Kenia, die ihm sehr zu denken gibt. Die Zeit eilt, da vielleicht das fünfte Opfer noch zu retten ist, auf jeden Fall aber muss eine weitere Tat verhindert werden …


Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst Mutter bin und die Storyline bereits auf den ersten Seiten durchschaut habe, was natürlich für mich die Spannung recht früh etwas absinken ließ. In Szenenwechseln fügt der Autor Kapitel mit Blick auf das Opfer ein, wodurch er ein gruseliges Gefühl beim Leser erzeugt.  Ich mag es, wenn die Privatsphäre des Ermittlers in die Geschichte einbezogen wird, aber die Charaktere selbst waren zwar recht interessant aufgebaut, wirkten aber nach einem Schema gesetzt. Die Dialoge der Ermittler beschränkten sich auf das Wichtigste. Vom Sprachstil fand ich es störend, dass immer wieder Namen genannt wurden, wobei doch offensichtlich war wer sprach oder agierte. „Der Herodes Killer“ ist kein Must-Have, aber ein durchaus lesenswerter Thriller.

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