Sonntag, 15. September 2013

[Rezension] Stefanie Gerstenberger - Orangenmond

Titel: Orangenmond
Autorin Stefanie Gerstenberger
Erscheinugnsdatum: 26.09.2013
Verlag: Diana Verlag (Link zur Buchseite des Verlags)
Buchausgabe: Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN: 9783453291270
Preis: 16,99 Euro
begleitende Bilder und Hintergrundstory zum Buch auf der Webseite der Autorin: Klick!


„Orangenmond“ von Stefanie Gerstenberger ist als Hardcover mit Schutzumschlag im Diana Verlag erschienen und umfasst 446 Seiten inklusive Danksagung und Anhang. Der Titel des Buchs lässt mich an einen intensiv im Abendrot leuchtenden Mond denken, der auch als Schönwetterrot für den morgigen Tag steht. Doch so schön und sommerlich wie ebenfalls das Cover gestaltet ist, sind die Tage der Protagonisten nicht immer, sondern dunkle Schatten aus der Vergangenheit verdrängen immer wieder deren Unbekümmertheit.  Georg ist der Schwager von Eva. Die Schauspielerin Milena, mit der er verheiratet war,  ist vor fünf Jahren gestorben und seitdem ist er alleinerziehender Vater des zehnjährigen Emils. Doch eigentlich hat Eva Georg zuerst kennen- und lieben gelernt. Seit dem Tod ihrer Schwester macht sie sich Hoffnungen, dass Georg sich zu ihr bekennt, vor allem weil sie zwischendurch auch schon mal miteinander die Nacht verbringen, doch ohne, dass Emil von dieser Beziehung weiß. Und Georg trauert immer noch und hängt oft seinen Gedanken an die Vergangenheit nach, wobei er Eva ständig vergisst. Dann eines Tages erfährt er durch Zufall, dass er nicht der Vater von Emil sein kann! Das möchte er so nicht einfach hinnehmen. Daher bittet er Eva um deren Mithilfe bei der Suche nach dem leiblichen Vater seines Sohns. Der Weg führt die beiden nach Italien, wo Milena zur damaligen Zeit einen Film gedreht hat. Eigentlich möchten die beiden die Suche ungestört durchführen und Emil soll bei Helga, Georgs Mutter bleiben. Doch ob von Helga gewollt oder nicht, aufgrund einer Panne bei der Unterkunftsplanung fahren sowohl sie wie auch Emil mit auf der Fahrt in den Süden.
 

Stefanie Gerstenberger versucht die näheren Hintergründe für die Entscheidungen der einzelnen von ihr geschaffenen Charaktere detailliert und feinfühlend aufzuzeigen. Eva steht dadurch, dass Georg ihr Schwager ist, auch wegen ihres Neffen weiterhin in Kontakt zu ihm. Und wenn Georg Hilfe benötigt, wendet er sich an Eva. Dadurch tritt immer wieder die gemeinsame Erinnerung an Milena in den Vordergrund. Eva hat ihre Schwester geliebt, doch deren Beliebtheit überlagert bis heute ihr Leben. Die Reise nach Italien ist daher nicht nur eine Suche nach dem biologischen Vater von Emil, sondern auch eine Reise von Eva zu sich selbst. Manchmal  wurde mir jedoch der Bekanntheitsgrad von Milena im Roman etwas zu überbetont. Auch für Georg ist es nicht nur eine Suche nach dem Vater, sondern für ihn ändert sich auf dieser Fahrt die Beziehung zu seiner Mutter.  In seiner Eigenschaft als Vater erscheint er überkritisch. Die Autorin führt den Leser an traumhafte italienische Orte. Manchmal glaubt man die Gerüche und Geräusche förmlich zu spüren. Einige eingesponnene Wendungen führen zu ungeahnter Spannungsmomenten. Ich habe mich von der Geschichte gut unterhalten gefühlt und empfehle ihn darum gerne weiter.

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