Montag, 16. September 2013

[Rezension] Susanna Montua - Seelengier

Quelle: http://www.praesens.at/koios/seelengier/

Titel: Seelengier
Autorin: Susanna Montua
Erscheinungsdatum: Mai 2013
Verlag: Koios Verlag
Buchausgabe: Taschenbuch
ISBN: 9783902837059
Preis: 13,40 Euro



In ihrem Roman „Seelengier“ füllt Susanna Montua den Begriff des Seelensammlers mit neuem Leben. Es ist ihr erster Roman im Genre Urban Fantasy.  Mit sparsam eingesetzten Fantasieelementen gelingt ihr ein spannender Liebesroman, der im hier und jetzt der Stadt Los Angeles /Kalifornien spielt. Das düstere Cover ziert eine Figur, die anscheinend nur durch Maske und Stoffbahnen überhaupt sichtbar wird. Sie ist so flüchtig und wenig greifbar wie die Seelen, die der Protagonist Jeff Chambers zu sammeln hat. Das Seelensammeln kann auf verschiedene Weise geschehen und daher richtet sich die Gabe je nach Sammler unterschiedlich aus. Nach einem Unfall als Kind, erhält Jeff diese Gabe mittels Hautkontakt. Danach hat er zunächst Alpträume, die nicht zu therapieren sind. Sie sind nur dadurch zu stoppen, indem er für einen ihm unbekannten Boss beim Töten von ihm vorgegebenen Personen Seelen einsammelt. Im Gegenzug kann er ein sorgenfreies Leben führen. Als er jedoch den Auftrag erhält die junge, aus Mexiko stammende Maria zu töten, denkt er zum ersten Mal daran, seine Arbeit zu verweigern. Doch das bleibt nicht unbemerkt, der Druck auf ihn wächst. Während er bei einem Rendezvous mit Maria deren Seele nun endlich rauben möchte, fährt die Fitnesstrainerin Susan zu einem Treffen mit ihrer Freundin. Maria durchschaut Jeff, rennt weg und direkt vor das Auto von Susan. Was danach geschieht, hat keiner vorhersehen können. Denn bei einem Rettungsversuch von Susan gelangt Marias Seele in deren Körper. Und plötzlich rückt Susan in den Mittelpunkt der Geschehnisse.

Obwohl Jeff Chambers keine Schuld daran trägt, die Gabe des Seelensammelns erhalten zu haben, wird er mir aufgrund seiner Eigenschaft als Mörder auf Befehl nicht sympathisch. Dennoch ist er sehr gefühlvoll dargestellt, genauso wie Susan, die nur durch Zufall in einen zu erfüllenden Auftrag von Jeff hineingerät. Die weitere Beziehung der beiden zueinander entwickelt sich schnell, zu schnell finde ich. Susan verhält sich zum Schluss der Geschichte hin naiver wie zu Beginn. Die Figur der Miss Woods bringt, wie sich später als richtig herausstellt, einen zwielichtigen Charakter in die Geschichte ein. Ich finde die Idee zum Roman unverbraucht und gut umgesetzt. Der Schreibstil ist leicht zu lesen. Von den einzelnen Szenen konnte ich mir immer ein gutes Bild machen aufgrund detaillierter Beschreibungen. Mit Los Angeles hat die Autorin einen passenden Handlungsort für ihre Erzählung gefundes- Es ist der perfekte Ort ein so mondänes Leben wie Jeff zu führen ohne dabei aufzufallen. Die Story ist von Beginn an spannend. Gerade zum Ende hin baut die Autorin mystische überraschende Elemente ein. Leider hat sich mir nicht erschlossen, warum Susan später hörbar mit jemand Bestimmtem, den ich hier nicht nennen möchte, spricht, der eigentlich ihre Gedanken lesen kann. Das Buch hat mich gut unterhalten und daher empfehle ich es gerne weiter an die Leser des Genres.
Eine weitere Meinung zu diesem Buch von Nabura findet ihr hier: Klick!


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