Montag, 28. Oktober 2013

[Rezension] Jake Djones in der Arena des Todes von Damian Dibben



Das Buch ist Teil der Serie Jake Djones ...

Band 1: ... und die Hüter der Zeit (Rezension)
Band 2: ... in der Arena des Todes










☆ Inhalt ☆


Nach Jake Djones erstem Einsatz als Geschichtshüter führt ihn ein neuer Auftrag gemeinsam mit Nathan und Charlie nach Stockholm. Dort sollen sie eine Atomium-Lieferung abholen. Doch bei der Übergabe geht alles schief, und das Atomium fällt in die Hände eines neuen Feindes, der sich selbst „Leopard“ nennt. Zurück in Mont-Saint-Michel trifft endlich eine Nachricht von Topaz ein: Sie befindet sich in den Händen Agata Zeldts im Jahre 27 nach Christus in Italien. Können die Geschichtshüter sie retten?

☆ Meinung ☆


Die Geschichte beginnt mit einem kurzen, eigentlich ganz harmlosen Auftrag in Stockholm. Auf dem Weg dorthin erinnert sich Jake an die Ereignisse des ersten Bandes, die mir so gut in Erinnerung gerufen wurden. Auch die wichtigsten Charaktere werden noch einmal kurz vorgestellt. In Stockholm angekommen, kommt bei der ersten Verfolgungsjagd des Buches schnell wieder Spannung auf. Doch ausgerechnet Jake scheint die Hauptschuld am am Misslingen des Auftrags zu tragen – kann er das überhaupt wieder ausbügeln?

Der Held des ersten Bandes findet sich in diesem Buch schnell wieder auf dem Boden der Tatsachen wieder: Er ist noch immer absolut unerfahren und reagiert ständig unbedacht. Kein Wunder also, dass er beim nächsten Auftrag erst einmal nicht berücksichtigt wird. Doch das Schicksal spielt Jake erneut in die Hände  – über Umwege landet er bald wieder mitten im temporeichen Geschehen.

Wie schon in Band 1 die Jugendliche im Vordergrund der Handlung. Dass dies für die Zielgruppe interessanter ist, ist klar, trotzdem wirkte das auf mich in diesem Band die Art und Weise, wie die Erwachsenen „ausgeschaltet“ werden, künstlich: Nachvollziehbar war noch, dass bis auf zwei Erwachsene niemand zu einem solch großen Zeitsprung fähig ist. Doch nachdem sich der erste erwachsene Begleiter verletzt hat, muss der zweite als Pfleger herhalten, während die Jugendlichen sich ins Abenteuer stürzen. Da überlässt die erwachsene Feindin doch gern ihren jugendlichen Unterstützern das Feld und macht es sich bequem.

Jake und seine Freunde müssen in diesem Buch allerlei Gefahren überstehen. Diese sind temporeich beschrieben, die Situation spitzt sich immer weiter zu und oft können die Freunde sich nur in allerletzter Sekunde retten. Die tollpatschigen Soldaten haben zum Glück meist keine Chance gegen die Geschichtshüter. Wenn sich nicht vor allem Jake immer wieder zu unbedachten Kurzschlussreaktionen hinreißen lassen würde, könnten sie gleich ganz einpacken. Es fällt mir hier schwer, mich in einen zwölfjährigen Leser hineinzuversetzen, aber für mich war die Art und Weise, wie die Geschichtshüter immer wieder ihre Haut retten, ziemlich realitätsfern. Wer jedoch Bücher mag, in welchen wenige Helden ganze Armeen aufhalten können (was bei mir nicht der Fall ist), wird sich vom Geschehen sicherlich besser unterhalten fühlen.

Während Jakes Abenteuer erfährt man als Leser einiges über das Leben im antiken Rom. Diese Informationen sind immer relativ kurz gehalten und eng mit der Handlung verknüpft, sodass man etwas Hintergrundwissen sammelt, aber keine Langeweile durch zu viele Fakten aufkommen kann. Schon der Titel des Buches verspricht spannende Szenen in einer Arena, und diese übertreffen die vorangehende Handlung tatsächlich in Spannung, Dramatik, aber auch Brutalität.

„Jake Djones in der Arena des Todes“ konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Der Verlauf von Jakes neuem Abenteuer war spannend gestaltet, doch die scheinbare Mühelosigkeit, mit der drei Jugendliche zahlreiche Soldaten immer wieder an der Nase herumführen können, war für mich zu realitätsfern. Das Buch ist meiner Meinung vor allem für Jugendliche von etwa 12 bis 15 Jahren geeignet und ist auch für Jungen in diesem Alter ansprechend.


Weitere Informationen zum Buch


Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Preis: 16,99 Euro
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2013
Verlag: Penhaligon Verlag
Link zur Buchseite des Verlags


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