Freitag, 29. November 2013

[Rezension] Mohnschnecke von Anna Koschka





Das Buch ist Teil einer Serie:

Band 1: Naschmarkt (Rezension)
Band 2: Mohnschnecke










☆ Inhalt ☆


Dotti ist wieder Single, denn Florian hat via Facebook-Chat mit ihr Schluss gemacht. Vierzehn Tage später hat die Trennung noch nichts an Dottis Problem geändert: Seit ihren Happy End mit Florian hat sie kein Buch mehr zu Ende gelesen. Für die Literaturrezensentin des Österreichboten eine Katastrophe. Auch ihr Liebeskummer belastet sie. Für ihre Freundinnen ist der Fall klar: Dotti muss zu ihrer eigenen Mauerblümchenphilosophie zurückkehren, wieder bloggen und wieder daten. Wird die Mauerblümchentherapie bei Dotti Erfolg zeigen? Und wer ist die geheimnisvolle Person, die Dotti mittels eines alten Rezeptbuches auf eine große Schnitzeljagd schickt?

☆ Meinung ☆


Nachdem ich „Naschmarkt“ gelesen habe, hätte ich nicht erwartet, dass es eine Fortsetzung geben wird. Schließlich hat Dotti ihr Happy End doch bekommen? Doch Dottis Geschichte ist noch nicht vorbei. Ein Jahr nach ihrem Happy End ist sie nämlich wieder Single. Was ist schief gelaufen? Warum kann sie keine Bücher mehr lesen? Kann sie noch zu ihrer eigenen Mauerblümchenphilosophie stehen? Frauen über Fragen, die in „Mohnschnecke“ beantwortet werden.

Nach der Trennung sind Dottis Gedanken relativ chaotisch. Sie weiß überhaupt nicht, welche Richtung sie in ihrem Leben einschlagen soll. Das ändert sich jedoch bald mit dem Fund des mysteriösen Rezeptbuches. Die Idee hat mir gut gefallen: Backrezepte, verbunden mit einem Büchlein im Buch und dem großen Rätsel um die Herkunft des Buches und die letzten fehlenden Seiten weckten nicht nur Dottis, sondern auch meine Neugier. Die kreativ ausgearbeitete Schnitzeljagd wird bald der rote Faden in der Geschichte.

Neben der Schnitzeljagd enthält das Buch noch zahlreiche andere Handlungsstränge. Unter anderem erfährt der Leser via abgedruckten Facebook-Chats, wie die Beziehung von Dotti und Florian (schief) gelaufen ist. Außerdem versucht sich Dotti mit auferlegtem Korbverbot im daten und verfasst auch einzelne Blogbeiträge, jedoch deutlich weniger als im Vorgängerband. Die Mauerblümchenphilosophie wird hinterfragt und deren Auslegung diskutiert: Muss ein Mauerblümchen Single sein? Und auch Dottis Freundinnen sind wieder mit von der Partie, unterstützen sie und versuchen, ihre eigenen Wünsche zu verwirklichen. Heraus kommt eine Geschichte mit hohem Tempo, in der es viele lustige sowie nachdenkliche und romantische Momente gibt. Aufgrund der Vielzahl an Handlungssträngen musste ich mich aber bemühen, den Überblick zu bewahren.

Anna Koschka setzt in „Naschmarkt“ vor allem auf liebgewonnene, bekannte Nebenfiguren, über die man mehr erfährt und die sich weiterentwickeln. Daneben tritt Dotti auch mit einigen neuen Personen in Kontakt. Obwohl wenn einige Nebenfiguren nur recht kurz in Erscheinung traten, ist es der Autorin gelungen, den Charakteren Tiefe zu verleihen, ihnen eine Geschichte zu geben und ihre Handlungen verständlich zu machen.

„Mohnschnecke“ betrachtet Dottis Leben nach dem vermeintlichen Happy End. Wie geht es mit ihr weiter? Die Suche nach der Herkunft des Rezeptbuches zieht sich als roter Faden durch die Geschichte. Daneben gibt es zahlreiche Themen, die angeschnitten werden und bei denen es bisweilen zur Herausforderung wurde, den Überblick zu behalten. Dotti war mir in diesem Buch noch sympathischer als im Vorgänger, und auch zahlreiche Nebencharaktere wie Miki, Lorenz und Annili sind mir sehr ans Herz gewachsen. Dieses Buch ist ein Muss für alle, die „Naschmarkt“ gelesen haben, noch mehr Dotti erleben wollen und sich fragen, was es wohl mit Rezepten für die Liebe und anderen Herzensangelegenheiten auf sich hat. Die Geschichte ist definitiv so süß wie eine Mohnschnecke!



Weitere Informationen zum Buch


Taschenbuch: 448 Seiten
Preis: 8,99 Euro
Erscheinungsdatum: 2. Dezember 2013
Verlag: Knaur TB
Haupthandlungsort: Wien

1 Kommentar:

  1. Schöne Rezension :) Hat mich wirklich neugierig gemacht!

    AntwortenLöschen