Montag, 25. November 2013

[Rezension] Nika Lubitsch - Kudamm 216: Erbsünde

Titel: Kudamm 216: Erbsünde (1. Teil einer Krimiserie)
Autorin: Nika Lubitsch
Erscheinungsdatum: 07.11.2013
Verlag: UbR GmbH Unternehmensberatung + Verlag
Buchausgabe: Taschenbuch
ISBN: 9783868825039
Preis: 7,99 Euro
(Haupt-)Handlungsort: Berlin
Handlungszeit: 2013



„Kudamm 216: Erbsünde“ ist der Auftakt einer Krimireihe von Nika Lubitsch rund um die Bestsellerautorin Alice von Kaldenberg, bei der alle Ermittlungsfäden in ihrem Büro am Kurfürstendamm 216 in Berlin zusammenlaufen. Das Cover zeigt den Eingang zum entsprechenden Haus vor dem eine junge Frau mit einer Pistole in der Hand steht. Die dargestellte, stilisierte Szene soll dem Leser direkt anzeigen, dass es sich bei dem Buch um einen Kriminalroman handelt.

Die 28-jährige Publizistin Judith, derzeit arbeitslos, bewirbt sich bei der angesehenen Autorin Alice von Kaldenberg um einen Job, bei dem sie verschiedene Themen recherchieren soll. Der frühere Plastische Chirurg und Kunstsammler Prof. Dr. Sigurd Sprengler ist im Central Park/New York erstochen aufgefunden worden. Sowohl seine Frau wie auch ein Freund von ihm wenden sich an Judiths Chefin, damit diese entsprechende Nachforschungen in Gang setzen kann, mit dem Ziel, den Mörder zu finden. Judiths erster Auftrag besteht darin, als Journalistin einer Zeitung getarnt, ein Interview mit der Schwester des Ermordeten Dr. Linda Sprengler zu führen. Als sie zum Termin erscheint, kann sie gerade noch ein Foto der verdächtig offenen Terrassentür aufnehmen, bevor sie niedergeschlagen wird. Durch ihr Erscheinen vertreibt sie die Einbrecher, die im Haus nach etwas bestimmtem gesucht haben. Gibt es einen Zusammenhang mit dem Mord?

Nika Lubitsch hat eine frische Schreibe, die das Berliner Umfeld sehr gut einfängt. Die Handlung ist komplex und folgt insgesamt drei Erzählsträngen, die schließlich zusammenlaufen. Vor Beginn des Krimis gibt es eine Personenübersicht und das ist auch gut so. Denn auf den ersten Seiten stellt die Autorin dem Leser alle Angestellten des Schriftstellerbüros von Kaldenberg vor. Rund um Judiths Chefin hat sich eine bunte Mischung illustrer Personen versammelt. Die unkonventionelle Art der Ermittlungen und die Dialoge lassen den Leser gerne auch mal schmunzeln. Im Laufe der Geschichte kommen mehrere Personen als Tatverdächtige in Frage. Ich als Leser habe gerne mitgerätselt. Allerdings äußern meiner Meinung nach in einigen Situationen die handelnden Personen merkwürdig wenig Gefühl. Im abschließenden Teil fand ich es unlogisch so viele Gäste mit wenig Zeit zum Gespräch einzuladen. Sehr gut finde ich, dass erst mit und mit das Motiv für den Mord aufgedeckt und die Aufklärung des Falls erst ganz zum Schluss erfolgt, so dass bis dahin auch die Spannung erhalten bleibt. Ich empfehle das Buch gerne an alle Krimifans weiter. 

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