Sonntag, 22. Dezember 2013

[Rezension] Die Champagnerkönigin von Petra Durst-Benning



Das Buch ist Teil der Jahrhundertwind-Trilogie:

Band 1: Solang die Welt noch schläft (Rezension)
Band 2: Die Champagnerkönigin
Band 3: ? (erscheint Anfang 2015)






☆ Inhalt ☆


Nach ihrer Hochzeit folgt Isabelle Leon in die Pfalz auf das Weingut seiner Eltern. Doch Isabelles verklärt romantische Vorstellungen von dem Leben in der Pfalz müssen schnell der Realität weichen: Gemeinsam mit Leon bezieht sie ein Zimmer im einfachen Bauernhaus seiner Eltern und wird fortan von seiner Mutter drangsaliert. So kann das nicht weitergehen! Isabelle drängt auf ein eigenes Heim. Dann jedoch wird Leon von einer Erbschaft überrascht: Sein Onkel hinterlässt ihm sein Weingut in der Champagne! Leon und Isabelle brechen in eine ungewisse, verheißungsvolle Zukunft auf: Können Sie sich als champenois behaupten?

☆ Meinung ☆


Der Einstieg in die Geschichte ist mit einer kleinen Überraschung verbunden, den aufmerksame Leser des Vorgängerbandes vielleicht schon vermutet haben: Isabelle, die sich ihre Zukunft mit Leon in den schillerndsten Farben ausgemalt hat, findet sich in einem einfachen Bauernhaus in der Pfalz wieder. Die ganze Situation hält Isabelle nur schwer aus, und ich konnte ihre Unzufriedenheit gut nachvollziehen. Nach nur wenigen Seiten wurde ich jedoch erneut überrascht: Leon und Isabelle ziehen in die Champagne! Damit beginnt ein großes neues Abenteuer für Isabelle.

Die Atmosphäre, die Petra Durst-Benning durch ihre Beschreibungen der Champagne schafft, hat mich schnell gefangen genommen. Gut hat mir Isabelles Wandlung zur durchsetzungsstarken Frau gefallen, die für die Zukunft „ihres“ Weingutes kämpfen will. Doch dessen Zukunft steht auf dem Spiel: Henriette Trubert, Leiterin eines großen benachbarten Weingutes, setzt alles daran, Isabelle und Leon ihren Besitz abzukaufen. Vor allem Leon ist dem Angebot nicht abgeneigt, denn so könnte er sich noch intensiver seiner Radfahrerkarriere widmen. Gemeinsam mit Isabelle hoffte ich, dass die Geschichte des Feininger-Champagners trotz allem eine erfolgreiche wird. Doch Isabelle muss einige Rückschläge hinnehmen, von denen der schwerste Isabelle völlig aus der Bahn wirft und ich ihr Leid nachempfinden konnte.

Wie gut, dass sie Freundinnen wie Clara und Josefine hat, die sie unterstützen! Die beiden spielen in diesem Buch zwar eher eine Nebenrolle, dennoch habe ich mich über ein Wiedersehen mit den beiden sehr gefreut. Mit Isabelles Nachbarn in Hautvillers treten jedoch auch neue, interessante Charaktere auf. Neben hilfsbereiten und liebenswerten Personen wie den Verwalter Claude Bertrand und ihre Nachbarin Micheline lernt man auch Charaktere kennen, die zunächst schwer einzuschätzen sind. Welche Ziele verfolgen der Kellermeister Gustave Grosse oder Daniel Lambert, der als Kind auf ihrem Weingut lebte?

Immer wieder lässt die Autorin mit Beschreibungen des Traubenanbaus und der Champagnerherstellung Fachwissen einfließen. Hierbei steht nicht die vollständige Beschreibung aller Abläufe im Vordergrund, die diesen Roman sicherlich in die Länge gezogen hätte. Stattdessen werden einzelne interessante Schritte und Ereignisse mit der Handlung verknüpft, sodass ich als Leserin einen guten Eindruck vom Leben auf dem Weingut erhalten habe.

Durch immer neue Wendungen in der Geschichte ist es Petra Durst-Benning gelungen, mein Interesse am Buch zu erhalten. Auch wenn einige Aspekte der Geschichte vorhersehbar waren, hat es mir Spaß gemacht, Isabelles charakterliche Wandlung zu verfolgen und um den Erfolg des Feininger-Champagners zu bangen. Das Buch endet schließlich relativ abrupt. Doch zum Glück wird der dritte Teil der Jahrhundertwind-Trilogie Anfang 2015 erscheinen und berichten, wie es mit Isabelle, Josefine und vor allem Clara weitergeht.

„Die Champagnerkönigin“ bietet eine interessante Geschichte rund um den Aufbau eines Weinguts in der Champagne, das durch historische Fakten untermauert wird. In Isabelle konnte ich mich gut hineinversetzen, und auch die weiteren Charaktere der Geschichte sind interessant gestaltet. Wen „Solang die Welt noch schläft“ begeistern konnte, sollte unbedingt weiterlesen, um zu erfahren, was Isabelle und auch Clara und Josefine erleben. Doch auch ohne Vorkenntnisse wird das Buch historisch interessierte Leserinnen begeistern können.


Die Rezension von Girdie zum gleichen Buch findet ihr hier: "Die Champagnerkönigin" aus Girdies Sicht

Weitere Informationen zum Buch


Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Preis: 19,99 Euro
Erscheinungsdatum: 13. September 2013
Verlag: List Hardcover
Haupthandlungsort: Champagne
Handlungszeit: ab 1898
Link zur Buchseite des Verlags


1 Kommentar:

  1. Ah das Buch habe ich auch schon gesehen, aber ich wusste nicht dass es ein folge Band ist :) schöne rezi ♥
    Viele Grüße
    Nasti ♥
    Http://bowsandfairytales.blogspot.de

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