Dienstag, 10. Dezember 2013

[Rezension] Stefanie Ross - Zerberus: Unsichtbare Gefahr

Titel: Zerberus: Unsichtbare Gefahr
Autorin: Stefanie Ross
Erscheinungsdatum: 14.11.2013
Verlag: Egmont Lyx Verlag (Link zur Buchseite des Verlags)
Buchausgabe: Klappbroschur
ISBN: 9783802592621
Preis: 9.99 Euro
Handlungzeit: Gegenwart
(Haupt-)Handlungsort: Hamburg

Teil 2 der Navy SEALs/LKA-Reihe von Stefanie Ross
Teil 1: "Fatale Bilanz" erschienen im Sutton Verlag
(Rezension zu Teil 1 von Girdie: KLICK! und von Nabua: KLICK!)


„Zerberus: Unsichtbare Gefahr“ von Stefanie Ross ist der zweite Ermittlungsfall bei dem Navy SEALs und das Hamburger LKA zusammenarbeiten.  Zerberus ist ein Giftgas, das eingeatmet innerhalb kurzer Zeit wirkt.  Als erstes wird es bei einem Einsatz eines Teams der Navy SEALs in Afghanistan eingesetzt, das in einen Hinterhalt gelockt wurde. Auf dem Cover sind am oberen Bildrand dunkle Wolken über der Kulisse von Hamburg zu sehen und spiegeln so die Stimmung in den Teams wider, doch das Giftgas, um das es in dieser Geschichte geht, ist unsichtbar. 

Mark Rawlings gehört zu einem Navy SEAL-Team, das Ermittlungen und Militäreinsatz verbindet. Auf der Navy Base in Norfolk/USA erfährt er von dem Hinterhalt gegen eines der Teams, während ein Besuch deutscher Freunde, darunter Laura, die von Mark umworben wird, kurz bevor steht. Gleichzeitig deckt in Hamburg der Wirtschaftsprüfer Dirk Richter, der für das LKA arbeitet, offensichtliche Diskrepanzen zwischen Warenein- und verkauf eines im Bereich der chemischen Industrie tätigen Unternehmens auf. Die Lieferwege sprechen dafür, dass etwas verschleiert werden soll und Dirk denkt dabei gleich an die Produktion von Giftgas. So ergibt sich ein Zusammenhang mit dem Anschlag auf das SEAL-Team. Doch es stellt sich als sehr schwierig heraus, der Firma die Herstellung nachzuweisen und noch schwieriger ist es, die Auftraggeber zu finden. Für Mark werden die Ermittlungen zu einer besonderen Herausforderung, da auch der Exmann von Laura in den Fall verwickelt zu sein scheint. Für ihn ist nicht ganz klar, welche Rolle Laura dabei spielt und so schwankt er zwischen Vertrauen und Argwohn ihr gegenüber.

Obwohl mir durch den ersten Teil der Reihe bereits mehrere Personen bekannt waren, habe ich zwischendurch immer wieder die einzelnen Charaktere gedanklich den einzelnen Teams zugeordnet bevor ich weitergelesen habe. Hier fände ich für eine Fortsetzung der Serie eine kurze Übersicht zwischen Team und Teammitgliedern im Anhang des Buchs sehr nützlich. Die Autorin kann sich sehr gut in die von ihr beschriebenen Szenen hineinversetzen, denn sie versteht es sie, dem Leser plastisch vor Augen zu führen. Gleich von Beginn an kommt Spannung auf, denn der Leser bleibt vorerst im Ungewissen darüber, wie gefährlich das Giftgas Zerberus wirklich ist und sieht die Protagonisten in größter Gefahr. Die Autorin entwickelt eine komplexe Geschichte, deren wirkliche Verstrickungen sich erst ganz zum Schluss vollständig auflösen. 

Ein großer Teil der Mitglieder der verschiedenen Teams bringt die unterschiedlichsten Erfahrungen mit, die auch in die jeweilige Entscheidung in einer bestimmten Situation einfließen und daher oftmals für den Leser überraschend sind. Eine unsympathische Person kann auf diese Weise schnell zum Sympathieträger werden und umgekehrt. Gerne hätte ich mir insgesamt einen höheren romantischen Anteil an der Geschichte gewünscht, vielleicht auch in einer Beziehung einer der anderen Figuren außerhalb der Lovestory zwischen Mark und Laura. Vermisst habe ich am Ende des Romans, ohne zu viel verraten zu wollen, Lauras Reaktion auf den Verlust einer bestimmten Person. Das ist mir deshalb besonders aufgefallen, weil Stefanie Ross sich ansonsten sehr detailliert mit den verschiedenen Beweggründen der Handelnden auseinandersetzt. Sie beschreibt sehr gut, welche Gedanken der Charaktere in jeder einzelnen Lage durch den Kopf gehen und warum sie wie handelt. 

Der Umgangston der Seals untereinander ist sehr locker, man nennt sich beim Vornamen. Und auch Sven und Dirk vom LKA verstehen sich prima untereinander. In Diskussionen und Besprechungen der verschiedensten Teammitglieder ergeben sich häufig schlagfertige Dialoge, die auflockernd zu den einzelnen Einsätzen stehen und den Leser schmunzeln lassen. Die Story ist auch ohne Lesen des Vorgängerbands verständlich, es steigert aber das Lesevergnügen wenn man auch „Fatale Bilanz“ gelesen hat. Gerne gebe ich für dieses Buch eine Leseempfehlung. 

 



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