Sonntag, 30. Juni 2013

Immer wieder sonntags: Unsere Neuzugänge

Hallo liebe Leser,

es ist Sonntag und damit wieder Zeit für einen Neuzugängepost. Bisher haben wir ja keinen festen Tag dafür gehabt, aber weil ich sonntags meist zu Hause bin, bietet sich das doch sehr an. :-)

Insgesamt gab es diese Woche fünf neue Bücher.


"Godspeed: Die Reise beginnt" und "Godspeed: Die Suche" habe ich für eine Lovelybooks-Leserunde gewonnen. Die Bücher standen schon lange auf meiner Wunschliste und ich freue mich noch immer wie verrückt, gleich beide auf einmal gewonnen zu haben. Das erste Buch habe ich bereits begonnen und finde es bisher richtig gut!


"Wir sind doch Schwestern" und "Immer Ärger mit Opa" habe ich ertauschen können. "Wir sind doch Schwestern" hat mich neugierig gemacht, nachdem es jetzt schon so lange auf der Bestsellerliste steht und viele begeistert sind. "Immer Ärger mit Opa" ist der Vorgänger von "Oma packt aus", das ich letzte Woche gelesen habe. Weil es mir so gut gefallen hat, möchte ich Band Eins auch bald lesen, auch wenn "Oma packt aus" schon einiges verraten hat.


Girdie hat diese Woche einen Neuzugang zu verzeichnen. Sie hatte auf Blogg dein Buch Glück und darf "Inferno" lesen. Ich werde es mir danach bestimmt auch ausleihen, denn ich habe alle drei Vorgänger gelesen, die mir auch wirklich gut gefallen haben - die Meinungen zu Dan Brown gehen ja doch stark auseinander. ;-)

Liebe Grüße
Eure Nabura



Rezension zu Kai Meyer - Seide und Schwert: Das Wolkenvolk 1





Das Buch ist Teil einer Serie:

Das Wolkenvolk

Band 1: Seide und Schwert
Band 2: Lanze und Licht
Band 3: Drache und Diamant







☆ Inhalt ☆



Niccolo gehört dem Wolkenvolk an. Er lebt auf einer riesigen Wolkeninsel, die zweitausend Meter über dem Erdboden schwebt und mithilfe von Äther stabil gehalten wird. Doch als die Wolkeninsel eines Tages sinkt und zwischen Bergen in China landet, ist die Zukunft des Wolkenvolkes bedroht. Ausgerechnet Niccolo, der vom Wolkenvolk verstoßen wurde, weil er Bücher liest und Fremdsprachen beherrscht, soll nun sein Volk retten. Dazu muss er die Wolkeninsel verlassen und einen Drachen aufsuchen. Auf dem Weg begegnet ihm Nugua, die ebenfalls nach Drachen sucht. Sie wuchs unter ihnen auf, doch vor kurzem wurde sie von ihnen ohne Erklärung verlassen. Auf ihrer Suche erleben die beiden so manches Abenteuer und machen unglaubliche Entdeckungen…


☆ Meinung ☆



Die Geschichte beginnt gleich mit zwei dramatischen Ereignissen: Niccolos Wolkeninsel sinkt und Nugua wacht auf und muss feststellen, dass die Drachen verschwunden sind. Was sind wohl die Konsequenzen aus diesen beiden Ereignissen? Mein Interesse war nach wenigen Seiten geweckt.

Würde man die Handlung mit nur einem Satz beschreiben müssen, könnte man sagen, dass Niccolo und Nugua in ganz China herumirren, um einen Drachen zu finden. Doch diese Irrfahrt hält so manche Überraschungen bereit, die immer wieder für spannende Momente sorgen. Sie begegnen den wundersamsten Menschen und Wesen, die ihnen auf ihrer Reise helfen. Doch auch dunkle Mächte sind im Spiel. Der Leser darf sich auf so manchen Kampf freuen, in dem nicht nur mit Waffen, sondern auch Magie gekämpft wird. Auch eine verfluchte Liebe wird durch die Magie erschaffen, die für dramatische Momente sorgt.

Parallel zu den Ereignissen am Boden wird auch vom Leben auf der gestrandeten Wolkeninsel berichtet. Aus den Augen der Herzogstochter Alessia erfährt der Leser, was dort in Niccolos Abwesenheit geschieht. Und auch hier haben so manche Menschen gefährliche Geheimnisse, die aufgedeckt werden müssen. Mit dem mutigen Mädchen Alessia, das eines Tages Herzogin der Wolkeninsel werden soll, wurde ein interessanter Charakter geschaffen, der Zugang zu den verschiedensten Orten und Menschen der Wolkeninsel hat. Ich hätte allerdings gerne noch mehr über das Leben der einfachen Leute auf dieser Wolkeninsel erfahren. Wie ist die Gesellschaft dort aufgebaut?

Das Buch endet mit einem spannenden Höhepunkt, nachdem alle Charaktere neue Entscheidungen treffen müssen, wie es für sie weitergehen soll. Die Reise scheint noch lange nicht vorbei zu sein. Das Ende ist sehr offen und vermittelt den Eindruck, dass es im zweiten Band, „Lanze und Licht“, nahtlos weitergehen wird.

„Seide und Schwert“ ist ein vielversprechender Trilogieauftakt, der mit einer Reise voller Abenteuer und Wunder überzeugen kann. Auch über das Wolkenvolk, nach dem die Trilogie benannt wurde, erfährt der Leser so einiges, ich hätte mir allerdings noch mehr Einblicke gewünscht. Das dramatische Ende verspricht einen spannenden zweiten Teil, in dem das Potenzial der Geschichte weiter ausgeschöpft werden kann. Ich empfehle „Seide und Schwert“ gerne an Fantasyleser weiter.



Weitere Informationen zum Buch


Taschenbuch: 416 Seiten
Preis: 9,95 Euro
Erscheinungsdatum: 1. September 2010
Verlag: Piper Taschenbuch
Link zur Buchseite des Verlags

Mittwoch, 26. Juni 2013

Rezension zu Petra Schier - Der gläserne Schrein


 


Das Buch ist Teil einer Serie:

Aachen-Trilogie

Band 1: Die Stadt der Heiligen (Rezension)
Band 2: Der gläserne Schrein
Band 3: Das silberne Zeichen







☆ Inhalt ☆


Aachen, 1413: Über ein Jahr ist es her, seit Christophorus Marysa die Nachricht vom Tod ihres Bruders überbracht hat und sie sich kurz darauf nur knapp aus dem Netz voller Lügen und Intrigen befreien konnte. Im Anschluss an die Ereignisse hatte Christophorus Aachen verlassen. Doch nun wird anlässlich der Einweihung der neuen Chorhalle eine Winterkirmes stattfinden, die ihn erneut nach Aachen führt. Die Wiederbegegnung mit Marysa weckt Gefühle in ihm, die in einen Zwiespalt bringen. Kurz darauf wird Marysas Familie erneut Opfer einer Verschwörung, ihr Schwiegervater wird eines Mordanschlags bezichtigt. Können Marysa und Christophorus die Verschwörung aufdecken?

☆ Meinung ☆


Der Roman beginnt mit einem kurzen Prolog, in dem die Ereignisse des ersten Bandes, „Die Stadt der Heiligen“, kurz zusammengefasst werden, ohne jedoch für Quereinsteiger zu viel zu verraten. Anschließend wird der Leser wieder nach Aachen geführt und erfährt, wie es Marysa in der Zwischenzeit ergangen ist und welchen Herausforderungen sie sich aktuell gegenübersieht. Schnell habe ich mich wieder orientieren können.

Wie auch der erste Teil beinhaltet die Handlung in diesem Buch verschiedene Elemente, die miteinander verknüpft sind. Zum einen auf Marysa und die Entwicklungen in ihrer Familie eingegangen. Außerdem erfährt der Leser endlich mehr über Christophorus, seine Geschichte und seine Motive. Wie auch in „Die Stadt der Heiligen“ enthält das Buch eine spannende Kriminalgeschichte, die einen großen Teil der Geschichte ausmacht, aber nicht durchweg im Vordergrund steht. Nicht zuletzt erfährt der Leser auch wieder einiges über die Lebensumstände in Aachen anno 1413.

Marysa und Christophorus waren mit als Hauptcharaktere äußerst sympathisch. Die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach, und wenn sie aufeinandertreffen fliegen häufiger Funken – auf die eine oder die andere Art. Man merkt deutlich, dass sie sich seit den Ereignissen vom ersten Band weiterentwickelt haben. Schön war es auch, die Entwicklung zu beobachten, die beide während der Ereignisse in diesem Band durchlaufen. Auch im Hinblick auf die „Ermittlungen“ sind die beiden inzwischen ein fast eingespieltes Team.

Ebenfalls sehr gefallen haben mir die historischen Beschreibungen, die in die Geschichte eingebaut wurden. So erfährt man, während Marysa und Christophorus durch Aachen laufen, das eine oder andere über verschiedene Gebäude, allen voran über den Dom und die dort stattfindenden Bauarbeiten. Auch auf zur Zeit der Handlung übliche Überzeugungen, Traditionen, Bräuche und Speisen wird näher eingegangen, sodass man einen guten Eindruck vom Leben zu dieser Zeit erhielt.

„Der gläserne Schrein“ bietet beste Unterhaltung für alle Leser historischer Romane. Eine Kriminalhandlung bringt Spannung in die Geschichte, und auch auf zahlreiche gefühlvolle Momente darf der Leser sich freuen. Das Buch ist in sich abgeschlossen, macht aber große Lust auf den Abschluss der Aachen-Trilogie, „Das silberne Zeichen“.


Weitere Informationen zum Buch


Taschenbuch: 336 Seiten
Preis: 8,99 Euro
Erscheinungsdatum: 1. April 2010
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Link zur Buchseite des Verlags

Montag, 24. Juni 2013

Rezension zu Nika Lubitsch - Der 7. Tag

Titel: Der 7. Tag
Autorin: Nika Lubitsch
Erscheinungsdatum: 07.12.2012
Verlag: Print!t (UvR GmbH Unternehmensberatung + Verlag)
Buchausgabe: Taschenbuch
ISBN: 9783868824476
Preis: 8,99 Euro



Nun, ist hatte Skepsis dieses Buch zu lesen. Denn es ist bereits 1999 von Nika Lubitsch erdacht und geschrieben worden, aber sie hat keinen Verleger gefunden. Aber was soll man nun davon halten, wenn dieses Buch im selfpublishing die ebook-Bestsellerliste bis an die Spitze erobert und dort auch wochenlang zu finden ist? Dieser Fakt hat mich stark gereizt das Buch zu lesen und um es gleich vorweg zu nehmen: ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Doch dazu später mehr.


Das Cover ist für einen Kriminalroman passend gestaltet. Zu sehen ist der obere Teil eines blutverschmierten Messers, das die Tatwaffe hätte sein könnten. Aggressives Rot auf unschuldig wirkendem weißem Grund sind überhaupt die vorherrschenden Farben. Der Titel bezieht sich auf den siebenten und letzten Tag im Prozess, der Sibille Thalmann aufgrund des Mordvorwurfs an ihrem Ehemann gemacht wird. An diesem Tag entdeckt sie einen Zusammenhang, der für sie endlich die Aufklärung des Verbrechens bringt.


Im Prolog schreibt Sibille aus der JVA in der sie seit einem halben Jahr einsitzt und auf ihre Verurteilung wartet. Die Tatwaffe ist bereits ermittelt, der Tathergang genau konstruiert und es geht nur noch um die Unterscheidung ob es vorsätzlicher Mord oder Tötung im Affekt war sowie die Festsetzung des Strafmaßes. Doch obwohl Sibille die Tat seit einiger Zeit genauso geplant hat, kann sie sich nicht daran erinnern sie auch ausgeführt zu haben. 


Die 185 Seiten des Buchs sind unterteilt in zwei Bücher und einem abschließenden Epilog. Im ersten Buch begleitet der Leser die Protagonistin beim Prozess. Während des Vortrags der Fakten und den Zeugenaussagen schweifen Billes Gedanken immer wieder zurück auf ihr Leben mit ihrem Ehemann, dahin wie sie sich kennengelernt haben und wie glücklich sie miteinander waren bis zu dem Tag als ihr Mann Michael plötzlich verschwunden ist. Am siebenten Tag kommt ihr eine tiefgreifende Erkenntnis. Am Ende jeden Kapitels steht ein Zeitungsartikel mit einer Zusammenfassung des jeweiligen Prozesstags. Das zweite Buch ist wie das erste aus der Ich-Perspektive geschrieben, doch diesmal als Magazinartikel in denen Sibille ihre Geschichte den Lesern einer Zeitschrift nach ihrer Verurteilung aufschreibt. Weitere Details ihres bisherigen Lebens an der Seite von Michael, aber vor allem die Suche nach ihm nach seinem Verschwinden thematisiert sie hier. Der letzte Teil der von ihr aufgeschriebenen Geschichte fließt schließlich über in Artikel, den Mitarbeiter der Zeitschrift geschrieben haben. Aber warum dies so ist und weshalb es ein überraschendes Ende gibt, wird hier nicht verraten. 


Ich mag das Buch vor allem, weil es nicht auf einer Ebene geschrieben ist, sondern wie erwähnt durch den Wechsel des Schreibstils einige Brüche aufweist. Aus der Sichtweise der Hauptcharaktere heraus lassen sich auch deren Gedanken und Gefühle beschreiben und vermitteln, das Mitfiebern wird dadurch intensiver. Die Autorin enthält dem Leser die finale Klärung der Tat durch einige geschickte Wendungen sehr lange vor, so dass die Spannung bis zum Schluss anhält. Das Sibille am siebenten Tag etwas aufgefallen ist, ahnt man an der entsprechenden Stelle und das Ganze lässt einen sehr schnell weiterlesen. Die Personen handeln ganz natürlich und glaubhaft. Die Handlung ist logisch aufgebaut. Für mich ist dieser Krimi absolut stimmig und ich empfehle ihn sehr gerne weiter.

Herzlichen Dank an buchcontact für die Vermittlung des Buchs und an die Autorin, die das Buch im Eigenverlag verlegt, für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars!

Rezension zu Veronica Roth - Insurgent



Das Buch ist Teil einer Serie:

1. Divergent (Rezension)

2. Insurgent

3. Allegiant (erscheint im Oktober 2013)







☆ Inhalt ☆



Nachdem die Ken mithilfe der Ferox die Altruan angegriffen haben, sind Tris und Tobias auf der Flucht. Sie finden Zuflucht bei den Amite, die sich jedoch weigern, in den Konflikt einzugreifen. Als auch dort Gefahr droht, müssen die beiden weiterziehen. Doch wer wird ihnen helfen können? Und welche nächsten Schritte planen die Ken?

☆ Meinung ☆


Der zweite Teil dieser Serie setzt nur kurz nach den Ereignissen des ersten Teils ein. Nach dem starken Abschluss von Band eins ist nun das Chaos in der Stadt ausgebrochen. Tris und Tobias müssen nach Personen suchen, die auf ihrer Seite stehen. Gleichzeitig scheinen die Ken an einem neuen Plan zu arbeiten, der vor allem die Unbestimmten und damit Tris in große Gefahr bringt. So ist das Buch von der ersten Seite an spannend und vielschichtig.


Nachdem im ersten Band der Fokus auf den Ferox und ihrem Leben lag, erhält der Leser in diesem Teil ein umfassendes Bild von allen Fraktionen. Tobias und Tris suchen mit unterschiedlichen Zielen alle möglichen Orte auf, sodass man Einblicke in das Leben sämtlicher Stadtbewohner erhält, was ich sehr interessant fand. Gleichzeitig erschien das Ganze aber wenig zielgerichtet. Die beiden versuchen es mal hier und mal dort, hoffen neue Informationen zu erlangen und einen Plan auszuarbeiten. Worauf das Ganze hinauslaufen soll, ist lange Zeit aber weder dem Leser noch Tris und Tobias selbst klar. So zogen sich viele Abschnitte für mich ein wenig hin. Immer wieder kam es aber zu Spannungsspitzen, die mein Interesse an der Geschichte erhalten konnten.

Mein größter Kritikpunkt an Teil eins war, dass ich Tris Handlungen oft einfach nicht nachvollziehen konnte. Daran hat sich leider nicht viel geändert. Weiterhin musste ich über ihre Entscheidungen, wie sie sich verhält und wem sie was preisgibt, den Kopf schütteln. Die Beziehung von Tris und Tobias wird in diesem Teil auf eine harte Probe gestellt und tritt auch lange Zeit gänzlich in den Hintergrund. Dafür lernt man zahlreiche andere Charaktere besser kennen, zum Beispiel Christina, Uriah, Marlene und Lynn, die Abwechslung und auch Humor in das Buch bringen.

Insgesamt hat mir „Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit“ etwas besser gefallen als der erste Teil. Zahlreiche Spannungsspitzen konnten mein Interesse an der Geschichte erhalten, auch wenn Tris Verhalten für mich oft nicht nachvollziehbar war. Wen der erste Teil begeistern konnte, der sollte auch an Band Zwei Gefallen finden.


Weitere Informationen zum Buch

Broschiert: 527 Seiten
Preis: 9,00 Euro
Erscheinungsdatum: 1. Mai 2012
Verlag: Katherine Tegen Books
Deutscher Titel: Die Bestimmung- Tödliche Wahrheit