Dienstag, 18. Februar 2014

[Rezension] Julie Cohen - All unsere Träume

Titel: All unsere Träume
Autorin: Julie Cohen
Übersetzerin: Ute Brammertz
Erscheinungsdatum: 10.02.2014
Verlag: Diana Verlag
Buchausgabe: Taschenbuch
ISBN: 9783453357594
Preis: 8,99 Euro
Handlungsort: London/Nähe von London
Handlungszeit: Gegenwart



Mit bunten Blumen, kleinen Blütenblättern und Faltern vor dunkelrotem Hintergrund kommt das Cover zum Roman „All unsere Träume“ ein wenig verspielt daher und erweckt zunächst die Erwartung auf ein heiteres Buch. Doch bereits der Klappentext verrät, dass im Leben der Protagonisten nicht alles einfach ist. Denn der ganz große Traum von dem Ehepaar Claire und Ben ein eigenes Kind zu bekommen, ist trotz etlicher Versuche mit künstlicher Befruchtung und entsprechend angepasster besonders gesunder Lebensweise bisher nicht in Erfüllung gegangen. 

Seit Studienzeiten ist der Architekt Ben mit der ein wenig chaotischen Romily befreundet. Claire, die Musiklehrerin an einer Privatschule ist, hat die alleinerziehende Romily durch Ben kennengelernt und beide betreuen immer wieder sehr gerne ihr inzwischen sieben Jahre altes Patenkind Mariposa, die Tochter von Romily. Dennoch ist das Verhältnis der beiden Frauen zueinander nicht besonders vertraut. Als die empfindsame Claire wieder einmal aufgrund eines fehlgeschlagenen Versuchs völlig verzweifelt, macht Romily ihrem Kumpel Ben, allerdings in angetrunkenem Zustand, einen unglaublichen Vorschlag. Wird es Claire und Ben gelingen ein eigenes Kind zu bekommen?

Die Autorin schafft es nach ernsteren und eher traurigen Situationen immer einen Funken Hoffnung zu erhalten. Sie setzt sich mit dem Thema Kinderwunsch nicht nur aus der Sicht des Ehepaars Ben und Claire auseinander, sondern auch damit, wie Außenstehende auf das Verhalten der beiden reagieren. Dazwischen vermitteln  Szenen mit der kleinen Mariposa einen unbeschwerten und auflockernden Blick auf die Thematik. Außerdem gelingt es Julie Cohen darzustellen, dass Männer eine andere Einstellung zum Ablauf des Prozedere ein Kind zu bekommen haben wie Frauen. Sie versteht es, die inneren Auseinandersetzungen der drei Hauptpersonen dem Leser mit viel Gefühl näherzubringen. Jeder der drei setzt sich im Laufe des Buchs mit seiner Beziehung zu den beiden anderen auseinander, was für jeden Auswirkungen auf die erhoffte Zukunft hat. Neben dem Thema Kinderwunsch spricht die Autorin durch die Figur der Biologin Romily auch über die Probleme berufstätig Alleinerziehender und deren verloren gegangene beziehungsweise zurückgestellte Träume  aufgrund der Geburt ihres Kindes. Die Handlung ist glaubwürdig dargestellt. Ich habe von den ersten Seiten an mitgehofft und gebangt. 

Julie Cohen hat es geschafft mit diesem Roman komplexe Themen in einem leicht und flüssig zu lesenden Schreibstil zu einem sehr lesenswerten Buch zu verweben. Einige unerwartete Wendungen sorgen für ein anhaltendes Lesevergnügen bis zum Schluss. Daher gebe ich gerne eine Leseempfehlung.


1 Kommentar:

  1. Das klingt super! :) Ich habe jetzt auch einen Bücherblog eröffnet :)
    Grüsse ♥

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