Mittwoch, 16. April 2014

[Rezension] Markus Heitz - Die Legenden der Albae: Tobender Sturm

Titel: Die Legenden der Albae: Tobender Sturm
Autor: Markus Heitz
Erscheinungsdatum: 10.03.2014
Verlag: Piper Verlag (Link zur Buchseite des Verlags)
Buchausgabe: Klappenbroschur
Handlungsort: eigene Fantasywelt 
Handlungszeit: eigene Zeitrechnung




Die einzelnen Bände der Serie:
  1. Gerechter Zorn (Die Legenden der Albae 1)
  2. Vernichtender Hass (Die Legenden der Albae 2) - Rezension
  3. Dunkle Pfade (Die Legenden der Albae 3) - Rezension
  4. Die vergessenen Schriften (Kurzgeschichtensammlung) - Rezension
  5. Tobender Sturm (Die Legenden der Albae 4)


„Tobender Sturm“ ist der abschließende Band der Dark Fantasyreihe „Die Legenden der Albae“ von Markus Heitz. Die Geschichte spielt, so wie gesamte Buchreihe, in einer eigenen Fantasywelt in der auch die Serie um „Die Zwerge“ angesiedelt ist. Doch mit den Albae wird der Blick auf ein durch und durch, bösartiges Volk gelenkt, dass sich vor allem durch Hinterhältigkeit und Niedertracht auszeichnet. Zeitlich angesiedelt ist das Buch nach dem vierten Band „Das Schicksal der Zwerge“. Zum Verständnis der Erzählung ist es jedoch nicht Voraussetzung die Bücher über „Die Zwerge“ zu kennen, ich selbst habe bisher nur den ersten Band gelesen, es erhöht allerdings das Lesevergnügen. Dem Leser erschließen sich die Zusammenhänge der Handlungen jedoch erst bei Kenntnis der ersten drei Bücher zu den Albae und dem Erzählband „Vergessene Schriften“. Gerade die Kurzgeschichten beleuchten die Hintergründe einiger im Buch vorkommender Charaktere. Das Cover zu „Tobender Sturm“ passt von der Aufmachung wunderbar zu den übrigen Bänden der Albaereihe. Titelgebend ist ein potentielles Werkzeug, dass dazu dienen kann nicht nur die Albae sondern alle Völkern innerhalb und außerhalb des Geborgenen Lands zu vernichten, wenn es eingesetzt wird. Doch dazu möchte ich nicht zu viel verraten. 

Hauptsächlich besteht die Erzählung „Tobender Sturm“ aus zwei Handlungssträngen, in denen einerseits Aiphatòn und andererseits Carmondai die Protagonisten sind. Über beide Personen berichtet auch der Prolog des Buchs. In Aiphatòn, dem Sohn der Unauslöschlichen und Kaiser der Albae im Geborgenen Land beziehungsweise Tark Draan, ist in der Vergangenheit manches Mal das Böse erwacht, obwohl er nie zu einem Scheusal werden wollte und er fühlt sich schuldig für seine früheren Taten, so dass er hochmotiviert ist auch die letzten Albae zu suchen und zu töten, damit sie nie mehr dem Land schaden können. Sein Weg führt ihn zu zwei von Albae bewohnten Städten in Ishim Voróo, die ihm bisher unbekannt waren. Doch hier scheint es, dass die Bewohner an die Grenzen ihrer Macht gekommen sind, als ihnen ein neuer Feind gegenüber tritt.

Carmondai sitzt währenddessen seit Zehntelteilen der Unendlichkeit als Gefangener in einem Verlies unterhalb des Palasts der Drillinge. Über die Geschwister berichtete der dritte Albaeband. Doch eines Tages bekommt er die Möglichkeit zum Ausbruch, nur um danach feststellen zu müssen, dass er erneut bei der Eroberung von Dson Bharan zum Gefangenen wird. Ein Zhadár bedient sich seines Schreibtalents und nur deswegen bleibt er am Leben, jedoch unter ständiger Bedrohung getötet zu werden, wenn er die Erwartungen nicht zur Zufriedenheit erfüllt. Auch der Zhadár ist auf der Suche nach den letzten Albae, um diese auszurotten. Sie kommen auf ihrer Mission zum Menschenreich Gauragar in Tark Draan. Hier gerät Carmondai einmal mehr als Alb in Bedrängnis. Kann er sich auch hier durch seine besondere Fähigkeit Geschichten aufzuschreiben, nützlich machen und sein Leben dadurch sichern?

In der vorderen und hinteren Klappe finden sich Skizzen zu den beiden Städten, die Aiphatòn aufsucht. Jedoch hätte ich mir eine allgemeine Übersichtskarte über Tark Draan und Ishim Voróo gewünscht. Zu den Kapitelankündigungen finden sich jeweils kurze albische Lebensweisheiten, die natürlich von Carmondai gesammelt wurden. Allein durch den Umstand, dass er fiktiv die Geschichte der Albae aufgezeichnet hat, ergibt sich sein Überleben bis zum Schluss. 

Gelungen finde ich die kurzen Zusammenfassungen zur Historie der Albae an den geeigneten Stellen, so dass ich schnell wieder in die Geschichte zurückgefunden habe. Auch diesmal konnte Markus Heitz mich mit neuen Ideen im Handlungsablauf überraschen. Mir ist es auch zum Schluss nicht gelungen, mit einer der Albaefiguren zu sympathisieren, dazu tragen sie zu viel Boshaftigkeit in sich, die sie nach Belieben auch gegen die eigenen Reihen einsetzen. Und genau diese ist es auch, die die anderen Völker dazu bringt sich massiv für die endgültige Auslöschung dieses Volkes einzusetzen. Ihr Schicksal hat sich geändert. Die in den anderen Bänden manches Mal scheinbar unbezwinglichen Albae sind nun mit List und vor allem Magie zu besiegen! Das Ende lässt einiges offen und ich denke, erst der nächste Zwergenband wird die losen Fäden weiterführen, vielleicht diesmal sogar zum Abschluss bringen. 

Das Buch ist ein Muss für alle Markus Heitz- und vor allem Albae-Fans! Es steht den anderen Bänden in nichts nach. 




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