Mittwoch, 21. Mai 2014

Historische Hintergründe zum Buch "Tod in Blau" von Susanne Goga


Bei historischen Romanen beeindrucken mich oft die Daten und Fakten, die der jeweilige Autor einbindet. Dabei stelle ich mir aber auch oft die Frage, wie dicht der Autor sich an die Realität hält. Und oftmals finde ich das Setting und die Zeit so spannend, dass ich einfach noch mehr darüber erfahren möchte, so dass ich regelmäßig während des Lesens im Internet unterwegs bin auf der Suche nach den Hintergründen. So möchte ich meine Funde zu den Büchern gerne mit euch teilen.

Diesmal geht es um den Krimi „Tod in Blau“ von Susanne Goga. Meine Rezension dazu findet ihr hier: (Rezension "Tod in Blau")


Der Roman führt in die Zeit des Jahres 1922 nach Berlin. Im Internet gibt es dazu eine Seite bei der man sich die wichtigsten Ereignisse, die in Berlin geschehen sind, Tag für Tag beziehungsweise Jahr für Jahr aufrufen kann. Zu finden unter: http://www.luise-berlin.de/kalender/ So weilten beispielsweise Sigmund Freud und Thomas Mann in der Stadt während Leo Wechsler und sein Team ermittelten. Es gibt gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Tagungsteilnehmern des Bundes Freiheit und Ordnung und kommunistischen Demonstranten und in Neukölln wird wieder die Volksspeisung eingeführt. Um die Ereignisse in Berlin in einen allgemeineren historischen Sinne zu sehen, habe ich folgende Seite entdeckt: http://www.dhm.de/lemo/html/1922/ Ganz unten auf der Seite sind auch einige Romane genannt, die in dem Jahr erschienen sind. 

Thema im Buch ist auch immer wieder die fortschreitende Inflation. Hierzu gibt es auf wikipedia eine gute Übersicht: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Inflation_1914_bis_1923 und auf "Spiegel Geschichte" vom Reporter Alexander Jung eine kritischere Auseinandersetzung wie es zur Hyperinflation von 1922/1923 kam http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelgeschichte/d-66214356.html 

Doch ich wollte auch mehr zur rechtsextremen Asgard-Gesellschaft erfahren, wurde aber in dieser Hinsicht enttäuscht. Außer der Erklärung, dass es sich bei Asgard um den Wohnort eines nordischen Göttergeschlechts konnte ich dazu nichts finden http://de.wikipedia.org/wiki/Asgard_%28Mythologie%29

Zur neuen Feuerwehrhalle mit Dachgarten zur Erholung der Feuerwehrleute, auf die Leo auf S. 69 im Buch blickt, habe ich ein entsprechendes historisches Foto gefunden:  http://www.berliner-feuerwehr.de/schillerpark0.html

Im Buch stirbt ein deutscher Maler der mit Bildern zu provozieren versteht. Arnold Wegner ist allerdings eine Erfindung der Autorin. Allgemein vorherrschende Kunstrichtungen im Jahr 1922 findet man hier http://www.sammeln-sammler.de/stilepochen.php Um Näheres über den verstorbenen Maler zu erfahren besucht Leo eine Bekannte, die eine Galerie in Berlin betreibt. Ich selbst sehe in den beschriebenen Werken des Malers eine Anlehnung an die Arbeiten von Otto Dix http://www.skd.museum/de/sonderausstellungen/otto-dix-der-krieg-das-dresdner-triptychon/ Auf den Seiten 110 ff. ist einiges über angesagte russische Maler zu erfahren. Tatsächlich gab es im Jahr 1922 eine erste russische Kunstausstellung in Berlin http://fakten-uber.de/erste_russische_kunstausstellung_berlin_1922

Ich hoffe, ihr fandet die Zeitreise genauso spannend wie ich. Vielleicht habt ihr weitere informative Seiten, die zum Inhalt des Buchs „Tod in Blau“ passen?

Eure Ingrid

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