Donnerstag, 8. Mai 2014

[Rezension] Kristina Steffan - Meer in Sicht

Copyright: Diana Verlag
Titel der Kurzgeschichte: Meer in Sicht
Autorin: Kristina Steffan
Erscheinungsdatum: 21.04.2014
Verlag: Diana Verlag (Link zur Buchseite des Verlags)
rezensierte Buchausgabe: ebook
Handlungsort: eine Kate im Norden Deutschlands am Meer
Handlungszeit: Gegenwart







Die Kurzgeschichte „Meer in Sicht“ von Kristina Steffan macht Lust auf eine Auszeit vom Alltagsleben, denn genau das ist es, was die Protagonistin Hannah in diesem Roman macht. Eigentlich ist es ein ernster Hintergrund der sie dazu veranlasst. Denn durch den Stress im Beruf als Junior-Consultant einer Unternehmens- und Kommunikationsberatung wird bei ihr Burn-Out diagnostiziert.

Hannah ist ein typisches Phänomen der heutigen Zeit, eine typische Städterin, die so in ihren Job eingebunden ist, dass sie für andere Dinge wie Freundschaft, Liebe und Hobby kaum mehr Zeit findet. Ein Jahr hat sie sich gegeben, in der sie wieder zu sich selbst finden möchte. In einem Anflug von Romantik möchte sie dieses Jahr in einer alten abgelegenen Kate am Meer verbringen. Aber nach ihrer Ankunft kommt sie zunächst auf dem Boden der Tatsachen an, denn am gemieteten Haus wurde lange Zeit nicht renoviert und warmes Wasser gibt es nicht. Im Vorfeld ist sie bereits von ihrer Vermieterin unterrichtet worden, dass ihr einziger Nachbar keine Störung wünscht. Hannah ist sich auf einmal nicht mehr sicher, ob sie bleiben möchte. 

Doch dann lässt sie den Dingen ihren Lauf und es entwickelt sich eine wunderbar beschriebene ruhige Geschichte, von der man sich wünscht, sie selbst zu erleben. Endlich abschalten, die Stille sprechen hören und nur das machen, was einem gefällt. Die Erzählung ist flüssig und leicht zu lesen. Hannahs impulsive Art der Problemlösung hat mich manches Mal schmunzeln lassen. Ihre sympathische Art findet auch Zugang zum eigenbrötlerischen Nachbarn. Einzig verwundert hat es mich, dass es so wenige Bezugspersonen aus der Vergangenheit gab. Das Ende kam viel zu schnell und gern wäre ich noch weiter an Hannahs Seite geblieben.

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