Sonntag, 25. Mai 2014

[Rezension] Unsterblich: Tor der Nacht von Julie Kagawa



Das Buch ist Teil der Serie Unsterblich:

Band 1: Unsterblich: Tor der Dämmerung (Rezension)
Band 2: Unsterblich: Tor der Nacht
Band 3: ?

☆ Inhalt ☆


Nachdem Allie Eden verlassen musste, jagt sie dem unberechenbaren und gefährlichen Vampir Sarren hinterher. Dieser hat noch immer ihren Schöpfer und Mentor Kanin in seiner Gewalt und foltert ihn unaufhörlich. Allie kann ihre Verfolgung aufnehmen, indem sie dem Ziehen folgt, das sie durch ihre Verbundenheit zu Kanin führt. Doch plötzlich teilt sich das Ziehen auf, und Allie folgt dem falschen Weg. An dessen Ende wartet ihr verhasster Bruder und Banditenkönig Jackal. Doch statt einem Kampf kommt es zur Kooperation: Jackal wird Allie bei der Befreiung von Kanin helfen, um selbst mehr über das Heilmittel gegen die Seuche zu erfahren. Mit diesen Zielen vor Augen machen sich die beiden auf nach New Covington.

☆ Meinung ☆


Zu Beginn des Buches ist Allie ganz allein unterwegs quer durchs Land, um Kanin aufzuspüren. Auf ihrem Weg erinnert sie sich daran, was ihr seit ihrer Verwandlung in einen Vampir wiederfahren ist. Durch diese kurzen Rückblicke habe ich sehr schnell wieder in die Geschichte hineingefunden und konnte meine Erinnerung auffrischen.

Bald muss Allie allerdings eine folgenschwere Entdeckung machen, die Schwung in die Geschichte bringt. Sie ist aus Versehen nicht mehr Kanins, sondern Jackals Spuren gefolgt. Ich war absolut gespannt, wie sich die Begegnung zwischen den beiden gestaltet wird, denn im ersten Teil ist mir Jackal absolut unsympathisch geworden. Umso erstaunter war ich von Jackals neuer Seite, die er zeigte. Er schlägt Allie eine Kooperation vor, und so werden die zwei zu absolut ungleichen Reisegefährten.

Dass Allie und Jackal mir zusammen so gut gefallen, hätte ich nach dem ersten Band niemals gedacht. Doch Jackals bissige Kommentare sind in der düsteren Geschichte eine schöne Auflockerung, durch die mir die Handlung deutlich mehr Spaß gemacht hat. Als Charakter bleibt Jackal weiterhin undurchschaubar, denn letztendlich kämpft er nur für eine Seite: Seine eigene. Dadurch war er für mich schwer einzuschätzen und hat mich manches Mal überraschen können.

Dank des flüssigen Schreibstils und der recht großen Schrift verfliegen die Seiten in Nu. In diesem Buch machen dabei Kampfszenen einen sehr großen Teil der Geschichte aus. Normalerweise bin ich ein großer Freund von actionreichen Geschichten, aber hier war es mir schon ein bisschen zu viel Kampf. Zudem gibt es seitenweise abgehackte Gliedmaßen, gespaltene Gegner und verrottende Wunden, sodass das Buch vom Genre her schon in Richtung Horror geht.

Unter den Kämpfen hat meiner Meinung nach das Voranschreiben der Handlung gelitten, denn diese ist in diesem Buch sehr einfach gestrickt und schnell erzählt. Abgesehen von Jackal und seinen Entscheidungen ist die Handlung ziemlich vorhersehbar. Enttäuscht war ich von Zeke. Ich habe mich gefreut, dass es mit ihm ein Wiedersehen gab, doch sein Charakter bleibt im Vergleich zu den anderen blass und seine Beziehung zu Allie wirkt vor dem Hintergrund der Ereignisse eher nebensächlich. Aus der Liebe der beiden hätte man noch viel mehr herausholen können!

„Unsterblich: Tor der Nacht“ unterhält vor allem durch Kampf, Action und Horrorelementen. Beim Versuch, Kanin zu befreien, müssen sich Allie und ihre Verbündeten gegen Massen von Verseuchten, aber gegen auch Vampire und Menschen behaupten. Jackal war dabei für mich der interessanteste Charakter, während man aus Zeke sehr viel mehr hätte herausholen können. Die Handlung empfand ich leider ziemlich dünn. Die Serie ist vor allem für Leser düsterer Vampirfantasy voller Action geeignet. Ich vergebe an diesen zweiten Teil 3,5 Sterne.


Weitere Informationen zum Buch


Hardcover mit Schutzumschlag: 544 Seiten
Preis: 16,99 Euro
Erscheinungsdatum: 12. Mai 2014
Verlag: Heyne Verlag
Handlungsort und -zeit: Amerika in einer dystopischen Zukunft
Link zur Buchseite des Verlags


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