Sonntag, 20. Juli 2014

[Rezension] Silber: Das zweite Buch der Träume von Kerstin Gier



Das Buch ist Teil der Silber-Trilogie:

Band 1: Silber: Das erste Buch der Träume (Rezension)
Band 2: Silber: Das zweite Buch der Träume
Band 3: ?


Inhalt
Liv ist nun schon seit achteinhalb Wochen mit Henry zusammen. Obwohl ihnen die Gefahr durch Anabel vor Augen geführt wurde, treffen sich die beiden fast jede Nacht in den Korridoren mit den Traumtüren. Dort treffen sie allerdings auf eine merkwürdige Gestalt – was führt sie im Schilde? Hat sie etwas damit zu tun, dass Mia neuerdings schlafwandelt? Liv ist außerdem zunehmend unzufrieden, dass Henry sie auf Abstand hält und nie über seine Familie spricht. Und auch Ernest Mutter sorgt für Probleme…

Meinung
Nachdem ich den Reihenauftakt im letzten Jahr innerhalb eines einzigen Tages gelesen habe, war ich gespannt, wie es für Liv und ihre Freunde weitergehen wird. Das Buch beginnt mit Livs halbherzigem Versuch, die Träume von Lotties Verehrer auszuspionieren und machte große Lust auf erneute Streifzüge durch Korridore voller Traumtüren.

Im zweiten Buch der Träume muss Liv sich den im Inhalt erwähnten Problemen stellen. Henry, Mia und Secrecy wirbeln ihr Leben genauso durcheinander wie die neuen Charaktere Senator Tod Nord und das Biest in Ocker. In der Zusammenfassung des Inhalts wirken all diese Themen aber spannender, als ich sie beim Lesen tatsächlich empfunden habe. Mir fehlte eine richtige Spannungskurve, die Geschichte plätschert mit kleinen und mittelgroßen Alltagsproblemen die meiste Zeit über vor sich hin.

Das Buch überzeugte mich vor allem durch seinen Sprachwitz. Hier konnten Mia und Lottie bei mir Punkten, und auch Liv selbst hat mich wieder unterhalten können. Henry hingegen bleibt eher distanziert und es nervte mich, dass er und Liv so lange nicht über ihre Beziehung reden. Auch von Grayson hätte ich gerne noch mehr gelesen.

Die Beiträge des Tittle-Tattle Blogs waren erneut kleine Highlights, und die Spekulationen über die Identität von Secrecy gehen weiter. Die Tatsache, dass Secrecy Dinge über Liv weiß, die eigentlich keiner wissen kann, facht die Suche nochmals an. Auch als Leser spekuliert man zwangsläufig mit und ich habe meinen Kreis der Verdächtigen deutlich eingrenzen können.

Bei der Beschreibung der Traumszenen beweist Kerstin Gier erneut große Kreativität. Liv durchschreitet erneut einige Traumtüren und landet in den verrücktesten Träumen. Auch ihre Versuche, ihre Verwandlungsfähigkeit zu verbessern, waren lustig. Ich hätte mir aber noch mehr Szenen außerhalb der Träume gewünscht.

Fazit
„Silber: Das zweite Buch der Träume“ beweist Wortwitz und Kreativität. Mit Liv, Mia und Lottie hat Kerstin Gier sympathische und lustige Charaktere geschaffen, die man einfach mögen muss. Die mangelnde Spannung und die Beziehungsprobleme zwischen Liv und Henry, die sich einer Lösung hartnäckig entziehen, machen dieses Buch für mich jedoch zu einem typischen, eher ereignislosen Mittelteil. Ich freue mich jetzt auf den Abschluss der Trilogie, der hoffentlich noch einmal spannender wird.

Buchinfos

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Preis: 19,99 Euro
Erscheinungsdatum: 26. Juni 2014
Verlag: Fischer FJB
Handlungszeit: Gegenwart
Handlungsort: London
Link zur Buchseite des Verlags

1 Kommentar:

  1. Hey,
    ich habe "Silber - Das zweite Buch der Träume" ebenfalls gelesen und bin hin- und hergerissen von der Geschichte. Einerseits habe ich mich gefreut, altbekannte Charaktere wiederzutreffen, Kerstin Giers Schreibstil hat mir ebenfalls wieder wunderbar gefallen. Allerdings war mir der Inhalt etwas zu schwach. Ich hatte den Eindruck, dass die Handlung "vor sich hin plätschert". Mir hat eine klare Handlungssteigerung gefehlt. Die Geschichte hätte fast ewig so weitergehen können. Zudem hatte ich den Eindruck, dass auch die Geschichte nicht wirklich voran kommt.
    Ich bin gespannt, wie es im letzten Band weitergeht.
    viele Grüße
    Emma

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