Montag, 11. August 2014

Interview mit der Autorin Christine Drews

Hallo liebe Leser,

ich hatte die Gelegenheit, ein Interview mit Christine Drews zu führen, der Autorin von "Schattenfreundin" und "Phönixkinder".

Zunächst möchte ich euch kurz die Autorin und ihre Bücher vorstellen.

Die Autorin Christine Drews


Schon während ihres Germanistik- und Psychologiestudiums arbeitete Christine Drews für diverse TV-Produktionen. Nach ihrem Magisterabschluss schrieb sie für Clou Entertainment als feste Autorin für verschiedene Comedy-Serien, bevor sie sich 2002 selbständig machte. Seitdem hat sie Drehbücher für Movies (u.a. „Am Kap der Liebe“, Co-Autor Jens Jendrich), Familien- und Comedyserien geschrieben (u.a. „Sechserpack“, „Weibsbilder“, „Er sagt, sie sagt“, „Die Bräuteschule 1958“, etc.), und als Autorin für zahlreiche Showformate gearbeitet (u.a. „Achtung! Hartwich“, „Das NRW Duell“, etc.). Schattenfreundin ist ihr erster Roman.
Textquelle: http://www.luebbe.de/Personen/Details/Christine+Drews 


 Schattenfreundin: Der erste Fall für Charlotte Schneidmann und Peter Käfer

Gemeinsam mit ihrem Mann Thomas und ihrem Sohn Leo ist Katrin zurück in ihre Heimatstadt Münster gezogen. Ihr Leben in den ersten Wochen nach dem Einzug ist mehr als chaotisch. Zum Glück lernt Katrin bald Tanja kennen, die Mutter von Leos Kindergartenfreund Ben. Die beiden Mütter freunden sich schnell an. Dann verstirbt plötzlich Katrins Vater, und Leo ist am Tag der Beerdigung krank. Als Tanja ihre Hilfe anbietet, beginnt für Katrin ein wahrgewordener Albtraum...

Meine Rezension zum Buch findet ihr hier.


Phönixkinder: Der zweite Fall für Charlotte Schneidmann und Peter Käfer

Charlotte Schneidmann und Peter Käfer werden zum Schauplatz eines Brandes gerufen. Im Seniorenstift Sonnenschein ist ein Feuer ausgebrochen und hat ein Opfer gefordert. Der Tote ist Ludger Steinkamp, der früher als Schadensregulierer für eine Versicherung arbeitete. Schnell steht fest, dass das Feuer nicht nur von seinem Körper ausging, sondern ihn jemand in Brand gesteckt hat. Die Ermittlungen führen Charlotte und Peter zu der zerrütteten Familie des Opfers und Geheimnissen, die weit in dessen Vergangenheit zurückreichen.

Meine Rezension zum Buch findet ihr hier.


Du schreibst schon länger Drehbücher für das Fernsehen. Was hat dich daran gereizt, stattdessen nun Kriminalromane zu schreiben?

Ich habe viele Jahre Comedy geschrieben und hatte einfach das Gefühl, mal was anderes machen zu müssen, als immer nur lustig zu sein. Und Mord ist natürlich ein schöner Gegensatz zur Comedy! :-) Außerdem mag ich es, wie sich meine Figuren im Roman entwickeln – so etwas ist in einem Drehbuch natürlich gar nicht möglich.

Wie ist dir die Idee zu „Phönixkinder“ gekommen?

Mein Onkel, der in Horstmar, dem Ort des Geschehens lebt, hat mir auf einem Spaziergang mal von einer Brandserie erzählt, die vor vielen Jahren den kleinen Ort erschüttert hat. Da kam mir zum ersten Mal die Idee, einen Brandstifter durch meine Geschichte wüten zu lassen.

Wo hast du „Phönixkinder“ geschrieben und wie lange hat das gedauert?

Ich schreibe immer nur an meinem Schreibtisch, ich bin leider keine Café-Schreiberin oder kann mich mit meinem Laptop auf die Wiese setzen und dann loslegen. Ich brauche immer die Ruhe meines Arbeitszimmers. Insgesamt habe ich ca. sechs Monate an „Phönixkinder“ gearbeitet.

Warum hast du Münster als Schauplatz für deine Kriminalromane ausgewählt?

Ein Großteil meiner Familie stammt aus dem Münsterland und ich habe viel Zeit dort verbracht. Ich mag diese idyllische Gegend sehr, die roten Backsteinhäuser und die wunderschönen Bauernhöfe, bei denen man nicht weiß, was sich hinter der schönen Fassade wirklich verbirgt… :-)

Charlotte Schneidmann und Peter Käfer sind zwei eher unterschiedliche Typen. Mit welchem der beiden kannst du dich selbst besser identifizieren?

Irgendwie mit beiden, zumal sich Käfer in „Phönixkinder“ ja sehr weiterentwickelt hat. Andererseits ist Charlotte eine Frau in meinem Alter, insofern kenne ich sie natürlich ganz gut.

Genau wie Charlotte hast auch du unter anderem Psychologie studiert. Inwiefern hast du die Kenntnisse aus deinem Studium in deine Bücher einfließen lassen?

Gerade wenn es um die Psychologie des Täters geht, kann mein Studium natürlich hilfreich sein. Leider habe ich aber nicht mehr alles in meinem Kopf parat, sodass ich durchaus mal in meinen alten Büchern nachschlagen muss.

Könntest du dir vorstellen, selbst bei der Polizei zu arbeiten?

Ehrlich gesagt nein. Ich bin ein Familienmensch und wenn ich fünf bis sechs Stunden am Tag geschrieben habe, bin ich am liebsten mit meinen Kindern zusammen. Das wäre als Polizistin vermutlich so nicht möglich.

Wie weit sind die Arbeiten am dritten Fall für das Ermittlerduo? Kannst du schon etwas darüber verraten?

Schon ganz schön weit! Ich bin gerade mittendrin und hoffe, es in vier bis sechs Wochen fertig zu haben. Nur so viel: Am Ende von „Phönixkinder“ gibt es einen dicken Hinweis auf den dritten Fall!

Welches Genre liest du selbst am liebsten? Hast du ein Lieblingsbuch?

Natürlich lese ich gerne Krimis, aber nicht nur. Mein absolutes Lieblingsbuch ist „Die Korrekturen“ von Jonathan Franzen.

Was machst du, wenn du nicht schreibst oder liest?

Dann bin ich in erster Linie Mutter von zwei lebhaften kleinen Jungs – ein schöner Ausgleich zu dem ganzen Mord und Totschlag! :-)

Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen, liebe Christine! Ich freue mich schon jetzt sehr auf den dritten Fall für Charlotte Schneidmann und Peter Käfer. :-)


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