Freitag, 8. August 2014

[Rezension] Dani Atkins - Die Achse meiner Welt

Titel: Die Achse meiner Welt
Autorin: Dani Atkins
Übersetzerin: Dr. Birgit Moosmüller
Erscheinungsdatum: 01.08.2014
Verlag: Knaur Verlag (Link zur Buchseite des Verlags)
rezensierte Ausgabe: Taschenbuch mit Klappen
Handlungsort:
Handlungszeit: 2003 und 2008



Rachel Wiltshire lebt nicht nur in einem, sondern gleich in zwei Leben. Im Buch „Die Achse meiner Welt“ erzählt Dani Atkins von dem Abend,  an dem Rachel sich nach ihrem Schulabschluss mit ihren Freunden zu einem Abschiedsessen im örtlichen Restaurant trifft. Bis dahin ist Rachels Welt in Ordnung. Sie ist mit ihrem Klassenkameraden Matt liiert und beabsichtigt, Journalismus zu studieren. Auch ihre beste Freundin Sarah und Jimmy, ihr Freund von Kindheit an, nehmen an diesem Treffen teil. 

Doch plötzlich geschieht ein unfassbares Unglück, bei dem Jimmy Rachel in letzter Minute vor dem Tod bewahrt, sie dabei aber schwer verletzt wird. Fünf Jahre später kehrt sie zur Hochzeit von Sarah wieder an den Ort ihrer Jugend zurück. Vor der Kirche des Orts geschieht etwas, an das sie später keine Erinnerung mehr hat als sie im Krankenhaus erwacht. Überhaupt scheint sie sich anders an die letzten fünf Jahre zu erinnern als sämtliche Personen ihrer Umgebung. 

Sie selbst blickt auf ihr Leben voller Kummer und Schmerz zurück, doch die Menschen im Krankenhaus und später zu Hause in Bezug auf Gesundheit und Freundschaft, wie Rachel es sich erhofft hätte. Verzweifelt versucht sie, sich die Änderungen in ihrem Leben zu erklären. Durch den Erzählstil in Ich-Form ist der Leser an der Seite von Rachel. Auf diese Weise konnte ich das Entsetzen Rachels über die beiden Unglücksfälle, ihre Verwirrung nach dem Erwachen im Krankenhaus und ihre Suche nach der Wahrheit über ihre augenblickliche Situation förmlich selbst miterleben. Ständig stand für mich die Frage im Raum, welches denn ihre wirkliche Welt ist.

Die Autorin gestaltet ihre Figuren interessant und glaubhaft. Sie spielt auf zwei Ebenen mit den Eigenschaften und der Entwicklung der Charaktere, was den Roman abwechslungsreich gestaltet. Aufgrund der außergewöhnlichen Situation in der Rachel sich zu befinden scheint, brachte die Geschichte mich zum Nachdenken darüber, inwieweit man selbst Einfluss auf den Verlauf seines Schicksals haben kann. Ist das Leben eine Wanderung auf einer schmalen Spur? Versucht jeder so wie die junge Frau auf dem Cover, sein Gleichgewicht nicht zu verlieren, um nicht durch eine Unachtsamkeit abzustürzen und von der einmal eingeschlagenen Lebenslaufbahn abzukommen? Ein beunruhigendes Buch mit einem versöhnlichen Ende.

Ich mochte diese frische Idee, einen gewissen Zeitraum des Lebens in zwei alternativen Szenarien zu erleben sehr und kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.

Interesse an einer zweiten Meinung? 
Hannas Rezension zum gleichen Buch findet ihr hier: KLICK!

1 Kommentar: