Freitag, 19. Dezember 2014

[Rezension] Petra Hülsmann - Hummeln im Herzen

Titel: Hummeln im Herzen
Autorin Petra Hülsmann
Erscheinungsdatum: 16.09.2014
Verlag: Bastei Lübbe (Link zur Buchseite des Verlags)
rezensierte Ausgabe: Taschenbuch
Handlungsort: Hamburg
Handlungszeit: Gegenwart




„Hummeln im Herzen“ hat Lena erst ganz am Ende des gleichnamigen Buchs von Petra Hülsmann. Doch zunächst beginnt der Roman mit einem Paukenschlag, denn auf den ersten Seiten gesteht Lenas zukünftiger Ehemann ihr, nur wenige Tage vor der Hochzeit, seine neue Beziehung. Und dann verliert sie auch noch von heute auf morgen durch ein dummes Versehen ihren Job. Sie trennt sich von ihrem Freund und findet Unterschlupf in der WG ihres Bruders Michael, der schon sehr lange mit seiner Freundin und Ben, seinem besten Freund aus Kindheitstagen, zusammen wohnt.

In dieser trostlosen Situation fasst sie einen drei Punkte Plan, der als erstes vorsieht, dass sie Karriere macht. Doch ihr anfänglicher Enthusiasmus ist schnell vorbei und sie ist froh in einer Gebrauchtbuchhandlung einen schlecht bezahlten Job zu bekommen. Otto, der kauzige Inhaber, ist überhaupt nicht begeistert von ihren neumodischen Ideen. Doch nach und nach vermag Lena seine abwehrende Haltung zu durchbrechen, jedoch nicht ohne ihr Karriereziel aus den Augen zu verlieren. Gleichzeitig nimmt sie sich vor, ein wenig an ihrem Charakter zu feilen und anschließend auf die Suche nach einem neuen Freund zu begeben.

Schon die orange Farbe des Buchs ist ein Eyecatcher, die Hummel mit ihren großen Augen ein Hingucker. Nimmt man den Roman in die Hand hat man sogar ein pelziges Gefühl, so als ob man das Tierchen streicheln würde. Der Roman ist in einem lockeren, leicht zu lesenden Schreibstil geschrieben. Die Auseinandersetzungen und Wortgefechte zwischen Lena und Ben sind köstlich und lassen den Leser immer wieder aufseufzen, denn sie führen grundsätzlich nicht zum gewünschten Ausgang. 

Da die Erzählung in der Ich-Form geschrieben ist, hat der Leser Anteil an den inneren Auseinandersetzungen die Lena mit sich selbst führt.  Die Charaktere sind abwechslungsreich gestaltet und entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter. Obwohl ab einem gewissen Zeitpunkt der Fortgang der Story vorausschaubar ist, überrascht die Autorin doch immer wieder mit überraschenden frischen Einfällen. Eines dieser Highlights ist Knut, der Taxifahrer. Doch neben den überwiegend heiteren Tönen der Geschichte klingen nebenbei die ernsten Probleme an die Lena hat. Zum Ende hin wird dann auch der Leser von einem traurigen Moment eingefangen. Ich hätte mir hier einen hoffnungsvolleren Ausgang gewünscht. 

Insgesamt fand ich diese turbulente Liebesgeschichte sehr ansprechend gestaltet und empfehle das Buch gerne weiter.

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