Montag, 8. Dezember 2014

[Rezension] Tim Mälzer - Heimat: Kochbuch

Titel: Heimat - Kochbuch
Autor: Tim Mälzer
Erscheinungsdatum: 13.10.2014
Verlag: Mosaik Verlag (Link zur Buchseite des Verlags)
rezensierte Buchausgabe: Hardcover mit Lesebändchen






Als großer Fan der Rezepte von Tim Mälzer habe ich mich über das neue Buch des Kochs sehr gefreut. Der Küchenchef nimmt den Leser mit auf eine kulinarische Reise durch Deutschland. Von außen fällt das Buch durch seine besondere Gestaltung auf. Es hat eine Goldfolienprägung, ist in Leinen gebunden und mit einem praktischen Lesebändchen versehen. Der umlaufende Rahmen auf der Vorder- und Rückseite ist unterbrochen, so als ob das Buch schon vom häufigen Gebrauch abgenutzt ist. Es erinnert an ein Kochbuch, das schon viele Jahre benutzt wird, aber durch seinen Glanz zeigt es gleichzeitig, dass der Inhalt etwas Besonderes sein muss. Schlägt man dann den Buchdeckel um, springt die pinkfarbene Ausgestaltung dem Leser direkt ins Auge. Hier verbinden sich also Tradition und Moderne direkt im äußeren Gewand des Buches und auch in den Rezepten. 

Auf den ersten Seiten gibt es eine Übersicht des Inhalts. Nach einem Vorwort von Tim Mälzer folgen sieben Kapitel mit Kochanleitungen zu Suppen, Mittagstisch, Fisch, Fleisch, zu Salaten, Gemüse & Beilagen sowie Abendbrot und Süßes. Den Abschluss des Buchs bildet ein Register in dem alle Rezepte alphabetisch und danach noch einmal nach Kapitel und Themen aufgeführt sind.

Doch nicht nur Rezepte, sondern auch viele großformatige Fotos aus allen Teilen Deutschlands und einige gemalten Bilder zeigen jeweils ein Stück dessen, was unsere Heimat ausmacht. Natürlich führen den Leser viele Fotos auch in die Küchen und an die Herde der Nation. Neben den Rezepten präsentiert das Buch auch Menschen, die hinter den Gerichten stehen, denn Tim Mälzer nimmt den Leser unter anderem mit zum Fischzüchter, zum Bauern, zur Kräutergärtnerin und wir erfahren Wissenswertes über Anbau, Zucht und Ernte von dem, was auf unsere Teller kommt. Ferner stehen bei den einzelnen Gerichten immer wieder Tipps zur Zubereitung, Hinweise auf passende Beilagen oder Informationen zu einer Zutat. Aufgelockert wird die Gestaltung ebenfalls durch ein paar Kochanleitungen, die wie handgeschrieben aussehen oder beispielsweise auch durch ein paar kürzere Zubereitungshinweise für verschiedene Arten von Butter.

Das Buch ist sowohl für Kochanfänger, die sich Basiskenntnisse verschaffen möchten, sowie für erfahrene Köche, die hier noch manche Geschmackvariante entdecken können, geeignet. Leider sind keine Nährwertangaben bei den Rezepten vorhanden und mir fehlte eine Angabe dazu, für welche Herdart die angeführten Gradeinstellungen gedacht sind. Meiner Familie und mir haben die bisher zubereiteten Gerichte sehr gut geschmeckt.


Im Folgenden zeige ich euch einige der von mir ausprobierten Gerichte:

1) Hackbraten (S. 82/83)

Gehacktes vom Schwein oder Rind in allen Variationen esse ich immer gern. Tim Mälzer gibt in diesem Buch die Anleitung zu einem Hackbraten, der mit Porree gefüllt und mit Speck ummantelt wird. Leider hatte ich zu wenig durchwachsenen Speck gekauft, so dass ich auf eine magere Sorte zurückgreifen musste - das ist aber eigentlich nicht weiter aufgefallen ;)

Die Zutaten zum Hackbraten (ohne Salz und Pfeffer)
... während des Einfüllens in die Form


Et voilà: der fertige Hackbraten !!!

2) Brathähnchen (S.45/46)

Ein Brathähnchen, das außen knusprig und vom Fleisch her saftig ist - so meine Wunschvorstellung. Und dieses Tim Mälzer Rezept hat mich und meine Familie überzeugt! Für die Zubereitung habe ich ein Kikok-Hähnchen gekauft, das ein Brattermometer in Form eines roten kleinen Plastikstäbchen beinhaltet. Das Stäbchen springt raus, wenn das Fleisch von innen gar ist.

Die Zutaten für das Brathähnchen
... im Sud, mit Paprikabutter bestrichen ...


Knusprig braun und lecker :)



3) Apfelkompott (S. 282)

Ich mache Apfelkompott aus Äpfeln, Wasser und Zucker. Daher interessierte es mich, ob Tim Mälzers Variante mit Ahornsirup mir auch schmecken würde, vielleicht sogar besser? Das Ergebnis ist mir geglückt, wie man auf dem Foto sieht, aber mir persönlich war es zu süß.





Nun, vielleicht habt ihr jetzt auch Lust auf die Rezepte im Buch bekommen? Ich werde jedenfalls noch einige weitere ausprobieren. Als nächstes habe ich mir schon die Erbsensuppe und den Schokoladenpudding "ausgeguckt".

Eure Ingrid


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