Donnerstag, 15. Januar 2015

[Rezension] Der Rosie-Effekt von Graeme Simsion



Die Reihe

Band 1: Das Rosie-Projekt (Rezension)
Band 2: Der Rosie-Effekt


Inhalt
Don ist inzwischen mit Rosie verheiratet und die beiden leben gemeinsam in New York. Doch einige Monate nach ihrer Hochzeit überschlagen sich die Ereignisse, denn Rosie wird ungeplant schwanger. Doch damit nicht genug, denn Gene hat sich von Claudia getrennt und möchte auf Einladung von Don zu den beiden ziehen, was Rosie so gar nicht passt. Don versucht, sich auf seine Rolle als Vater vorzubereiten und gleichzeitig alle Probleme zu lösen, die aber nur mehr statt weniger werden. Das bringt ihn mehr als einmal bis an die Grenze eines zerebralen Systemabsturzes und darüber hinaus…

Meinung
Nachdem mich das „Rosie-Projekt“ im letzten Jahr begeistern konnte, hatte ich gar nicht mit einer Fortsetzung gerechnet, denn die Geschichte war in sich abgeschlossen und das Ende hatte mir gefallen. Als ich davon hörte, dass es nun eine Fortsetzung gibt, war ich dementsprechend kritisch. Schließlich hat meine Neugier aber gesiegt und ich wollte unbedingt wissen, welche neuen Herausforderungen in diesem Buch auf Don warten.

Das Buch setzt einige Monate nach den Ereignissen des ersten Bandes ein. Dons und Rosies erste Zeit in New York ist offensichtlich ohne nennenswerte Zwischenfälle verlaufen. Doch nun überschlagen sich die Ereignisse. Daran ist vor allem Rosies mehr oder weniger ungeplante Schwangerschaft Schuld. Schon Dons erste Reaktion auf Rosies Schwangerschaft ist unterhaltsam schräg und macht klar, dass die kommenden neun Monate für ihn zu einer echten Herausforderung werden. Zusätzlich muss Don auch noch mit verschiedensten anderen Problemen auseinander setzen. Durch den Strudel der Ereignisse zog die Geschichte im Nu in seinen Bann.

Dons ungewöhnliche Denkweise und die oft skurrilen, unterhaltsamen Reaktionen, die sich daraus ergeben, haben mich erneut bestens unterhalten können. Um Rosie und seine Freunde zu unterstützen, wählt er oft unkonventionelle Wege. Diese führen leider meist nicht zum gewünschten Ergebnis, und in der Folge braut sich allmählich eine mittlere Katastrophe zusammen. In einigen Situationen fand ich Dons Verhalten und die Reaktion seiner Umwelt allerdings sehr übertrieben. Außerdem kommt Rosie mir in diesem Buch trotz ihrer Schwangerschaft etwas zu kurz, vor allem vermisste die besonderen Momente zwischen ihr und Don, die im Vorgänger echte Highlights waren.

Gut gefallen haben mir die Geschichten rund um die Männerfreundschaft zwischen Don, Gene, Dave und dem in die Jahre gekommenen Rockstar George. Dons Freunde haben alle ihre ganz eigenen Probleme, und Don sieht sich in der Verantwortung, auch ihnen zu helfen. Doch auch im Setzen von Prioritäten muss Don noch viel lernen, und so tragen seine Hilfsversuche zum unterhaltsamen Chaos seines Lebens bei, das ihn an den Rand der Überforderung bringt und schließlich Schritt für Schritt gelöst werden muss.

Fazit
In „Der Rosie-Effekt“ muss Don sich damit auseinander setzen, Vater zu werden, und gleichzeitig noch einen ganzen Haufen an Problemen lösen, an deren Entstehung er selbst nicht ganz unbeteiligt war. Die schrägen Situationen, zu denen es durch sein ungewöhnliches Verhalten kommt, konnten mich erneut unterhalten. Trotzdem kommt das Buch nicht ganz an den Charme seines Vorgängers heran. Doch wen Don schon „Das Rosie-Projekt“ begeistern konnte, dem kann ich nur den Tipp geben: Lesen!

Ingrids Rezension zum Buch: KLICK!
 
Buchinfos

Hardcover mit Schutzumschlag: 448 Seiten
Preis: 18,99 Euro
Erscheinungsdatum: 28. Oktober 2014
Verlag: FISCHER Krüger
Handlungszeit: Gegenwart
Handlungsort: New York
Link zur Buchseite des Verlags

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