Dienstag, 10. Februar 2015

[Rezension] Lauren Graham - Lieber jetzt als irgendwann

Titel: Lieber jetzt als irgendwann
Autorin: Lauren Graham
Übersetzerin: Susanne Goga-Klinkenberg
Erscheinungsdatum: 22.01.2015
Verlag: Fischer Taschenbuch (Link zur Buchseite des Verlags)
rezensierte Buchausgabe: Taschenbuch
Handlungsort: Taschenbuch
Handlungszeit: 1995



New York, Broadway – davon träumen sicher viele Schauspieler und Schauspielerinnen. An diesem Handlungsort  spielt der Roman  „Lieber jetzt als irgendwann“ von Lauren Graham. Mit weit geöffneten Armen scheint die junge Frau auf dem Cover das Leben der brodelnden Stadt in sich aufzunehmen, und das möchte auch Frances Banks, genannt Franny, mit ihren 27 Jahren gerne tun. Sie hat sich ein dreijähriges Ultimatum gesetzt. In dieser Zeit will sie erreichen, dass sie von den Einnahmen aus ihrer Tätigkeit als Schauspielerin leben kann. 

Franny ist zu Beginn der Erzählung bereits seit zwei Jahren in der Stadt und lebt eigentlich nur von ihrem Job als Kellnerin. Inzwischen besucht sie aber eine Schauspielschule und erhält bei einem Showcase die Möglichkeit ihr Talent zu zeigen. Nach einem solchen Event bekunden Agenten ihr Interesse an den jeweiligen Darstellern. Doch ihr geschieht ein Missgeschick.  Allerdings wird sie von gleich zwei Agenten kontaktiert. Ist das nun endlich ein Durchbruch? 
 
Das Buch spielt im Jahr 1995, also zu der Zeit in der auch die Autorin darauf gehofft hat, ihr Talent beweisen zu können.  Man merkt es dem Roman an, dass er von jemand geschrieben wurde, der sich in der Schauspielszene auskennt. Obwohl die Figur der Franny nur fiktiv ist, stecken eigene Erfahrungen, die Lauren Graham auf ihrem eigenen Weg gemacht hat, mit in diesem Charakter. Daher wirkt er sehr authentisch. Frances Banks ist eine liebenswerte  Protagonistin. Auch ihre beiden Mitbewohner sind sympathisch. Leider erfährt man über Jane wie auch über Frannys Freund wenig über ihre Vergangenheit. 

Franny erzählt ihre Geschichte in der Ich-Form, so dass man auch ihre Gedanken und Empfindungen nachvollziehen kann. Sie wäre nicht in New York, wenn sie nicht an ihr Schauspieltalent glauben würde, doch nach so langer Zeit ohne Angebote hat ihr Selbstvertrauen gelitten. Sie hat sich verliebt, muss dann aber feststellen, dass die Beziehung nicht so ist wie von ihr erhofft. Dennoch lässt sie sich nicht unterkriegen, selbst dann nicht, als ihr alternativer Lebensplan zu scheitern scheint. Der Roman macht Mut nicht aufzugeben. Die Erzählung lässt sich leicht lesen, auch dank einer guten Übersetzung. Eine nette, auflockernde Idee der Autorin sind die immer mal wieder eingefügten Filofaxseiten aus dem Kalender von Franny mit Terminen, Einkaufslisten und kleinen Zeichnungen. 

„Lieber jetzt als irgendwann“ ist ein realistisch geschriebenes Buch, zwar ohne großen Tiefgang aber mit hohem Unterhaltungswert.  

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