Samstag, 11. April 2015

Interview mit Annelie Wendeberg

Hallo liebe Leser,

im letzten Jahr wurde ich auf der Frankfurter Buchmesse auf die Autorin Annelie Wendeberg und ihr Buch "Teufelsgrinsen", den Auftakt der Reihe rund um Anna Kronberg aufmerksam gemacht. Da ich sehr gern historische Krimis lese, ist das Buch gleich nach der Messe bei mir eingezogen und hat mir sehr gut gefallen. Meine Rezension findet ihr hier, und auch Ingrid hat das Buch gelesen und rezensiert.

Am 11. Mai geht es nun endlich weiter: Mit "Tiefer Fall" erscheint der zweite Anna Kronberg Krimi. Ich freue mich sehr, dass ich mit Annelie Wendeberg aus diesem Anlass ein Interview führen konnte.

© André Künzelmann

„Teufelsgrinsen“ zeichnet sich nicht nur durch einen spannenden Kriminalfall, sondern auch durch eine starke Protagonistin aus. Wie ist die Idee, die Person der Anna Kronberg zur Protagonistin der Reihe zu machen, entstanden?

Dankeschön! J Wie entstehen Ideen? Das ist eine gute Frage und wer die Lösung gefunden hat soll’s mir bitte mitteilen. Mich „erwischen“ Ideen zu Büchern, Protagonisten und allem Möglichen meistens, wenn ich (A) hart daran arbeite oder (B) wenn ich’s nicht erwarte (unter der Dusche, beim Spaziergang) oder (C) irgendwann und irgendwie.

Was hat Sie dazu bewogen, Sherlock Holmes in Ihre Bücher einzubauen?

Oje, der Holmes. Zwecks Hintergrundforschung zum Teufelsgrinsen hab ich ‚ne Menge Viktorianischer Literatur gelesen, u.A. auch Conan Doyle. Holmes blieb hängen und hat den eigentlichen geplanten Yard Inspektor vom Tatort verdrängt. Als Holmes Nicht-Fan hatte ich von Anfang an Bauchschmerzen, die Figur für meine Zwecke zu „missbrauchen.“ Da er aber nicht vom Ermitteln lassen wollte, habe ich eingebaut.

In "Teufelsgrinsen" erforscht Anna die Krankheit Cholera. Haben Sie selbst schon auf diesem Gebiet geforscht?

Nein, zum Glück nicht. Ich bin Umweltnmikrobiologin und habe mit Pathogenen sehr wenig am Hut. Unser Labor ist für die Untersuchung solch gefährlicher Organismen auch gar nicht ausgerüstet.



Wie viel Annelie Wendeberg steckt in Anna Kronberg?

Viel interessanter finde ich die Frage: Wie viel Annelie steckt in Moriarty? Die Frage würde wahrscheinlich niemand stellen, drum beatworte ich sie hier: Eine Menge! Auch in Holmes, Anna, Garret, und Barry. 

Planen sie, auch mal ein Buch selbst auf Deutsch zu schreiben?

Lieber nicht.

Lesen Sie sich die ins Deutsche übersetzten Bücher vor der Veröffentlichung selbst noch einmal durch?

Ja.

Wie viele Bände über Anna Kronberg haben Sie geplant?

Es werden 2015 alle vier Bände auf Deutsch erscheinen. Einen fünften schriebe ich gerade. Was danach kommt, weiss ich noch nicht.

In Kürze erscheint mit „Tiefer Fall“ Anna Kronbergs zweiter Fall auf Deutsch. Worauf dürfen wir uns als Leser hier besonders freuen?

Hmmmm. Vielleicht, dass man das Buch nur im Hellen lesen sollte? Auf’s Opiumrauchen mit Moriarty sollte man sich auf jeden Fall freuen. Auch das Weihnachtsessen ist sehr lecker :-)


Vielen Dank, liebe Annelie Wendeberg, für die Beantwortung der Fragen. Ich freue mich schon sehr auf "Tiefer Fall", was in genau einem Monat, am 11. Mai, veröffentlicht wird!

Mehr Infos zu "Tiefer Fall" findet ihr hier: http://www.kiwi-verlag.de/buch/tiefer-fall/978-3-462-04665-6/

Außerdem gibt es im Mai natürlich meine Rezension zum Buch auf dem Blog.

Bildquelle "Tiefer Fall": http://www.kiwi-verlag.de/buch/tiefer-fall/978-3-462-04665-6/ 

1 Kommentar:

  1. Hey :)

    Aktuell läuft auf Lovelybooks noch die Bewerbung für die Leserunde zu "Tiefer Fall". Weil ich Bücher um Sherlock Holmes sehr gern lese, hab ich mir die Titel auch etwas genauer angesehen, bin aber im Moment nicht überzeugt, ob ich sie lesen soll ... Es klingt schon seeehr gewollt, Holmes zu verwenden, um ein wenig mehr Publikum für den Stoff zu bekommen (wobei ich zumindest Band 1 auch so fesselnd gefunden hätte, eine Frau als Ärztin im 19. Jahrhundert ist schon für sich ein interessantes Thema).

    Liebe Grüße
    Ascari vom Leseratz Blog

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