Montag, 28. Dezember 2015

[Rezension Hanna] Alle unter eine Tanne - Lo Malinke


Klappenbroschur: 320 Seiten 
Erscheinungsdatum: 20. November 2014
Verlag: Fischer KRÜGER
Link zur Buchseite des Verlags
inzwischen auch als Taschenbuch erhältlich

Inhalt
Elli und Robert sind seit drei Jahren geschieden und leben inzwischen mit neuen Partnern zusammen. Doch jedes Jahr zu Weihnachten spielen sie ihren drei erwachsenen Kindern heile Welt vor und geben das glückliche Ehepaar. Damit soll endlich Schluss sein findet Roberts Freundin Chrissi. Sie kommt unverhofft zum Fest und fordert eine Aufklärung der Verhältnisse. Wie werden die Kinder auf die Enthüllung reagieren? Elli und Robert ahnen nicht, dass auch diese allesamt ein Geheimnis im Gepäck haben…

Meinung
Nachdem ich schon letztes Jahr auf das Buch aufmerksam geworden bin, habe ich dieses Jahr auf der Suche nach einer Lektüre für die Weihnachtszeit zu diesem Buch gegriffen. Das Ausgangsszenario des Buches ist an sich schon herrlich amüsant und absurd, sodass ich neugierig war, wie sich das ganze entwickeln wird und wann die Bombe platzt.

Der ganze Roman beschreibt den Heiligabend aus der Sicht der unterschiedlichen Familienmitglieder. Das Fest und die Ereignisse werden so aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln geschildert und ich konnte besser verstehen, was in den Köpfen der einzelnen Personen, die sich bewusst stereotyp verhalten, vorgeht. Dabei wird häufiger kurz in die Vergangenheit geblickt, sodass man die Hintergründe noch besser verstehen konnte. Gelegentlich zogen sich die Gedankeneinblicke allerdings in die Länge, hier hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht.

Die Geschichte zieht seine Spannung aus der Tatsache, dass man als Leser brennend darauf wartet, dass die erste Bombe platzt. Doch auch der Weg dahin ist sehr amüsant, es wird abgewogen, taktiert und diskutiert. Mit dem Fortschreiten des Abends neigen die Personen zu den gewagtesten und verrücktesten Schachzügen, um den Familienfrieden zu sichern. Dass das nicht auf ewig gutgehen kann, ist klar. Nachdem das erste Geheimnis enthüllt wurde, erlaubt das Buch kein Verschnaufen mehr, sondern ließ mich bis zum gelungenen Ende weiterlesen. Diesen amüsant-absurden Weihnachtsroman kann ich nur weiterempfehlen!

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