Dienstag, 5. April 2016

[Rezension Hanna] Night School. Und Gewissheit wirst du haben - C.J. Daugherty


Night School. Und Gewissheit wirst du haben
Autorin: C.J. Daugherthy
Übersetzer: Jutta Wurm und Peter Klöss
Hardcover: 400 Seiten
Erschienen am 17. Juli 2015
Verlag: Oetinger (Link zur Buchseite des Verlags)


Die Reihe

Night School

Band 1: Du darfst keinem trauen (Rezension)
Band 2: Der den Zweifel sät (Rezension)
Band 3: Denn Wahrheit musst du suchen (Rezension)
Band 4: Um der Hoffnung willen (Rezension)
Band 5: Und Gewissheit wirst du haben 


Inhalt
Nach den Ereignissen in London ist Allie am Boden zerstört. Carter befindet sich in der Gewalt Nathaniels, der kurz davor steht, die Leitung von Cimmeria an sich zu reißen. Diese schwierige Zeit schweißt die verbliebenen Schüler noch enger zusammen. Wie lange können sie sich noch gegen Nathaniel zur Wehr setzen? Kann Carter befreit werden? Und welche Zukunft erwartet Allie, ihre Freunde und die Schüler von Cimmeria?

Meinung
Nachdem ich mit dem vierten Band vor zwei Jahren nicht so recht zufrieden war, habe ich nun endlich den finalen Band der Night School Reihe gelesen, denn ich war doch neugierig, wie die Geschichte rund um Allie und Cimmeria endet. Trotz der langen Pause war ich schnell wieder mitten drin im Geschehen, trautere mit Allie um ihre getötete Großmutter und bangte mit ihr um Carter und die Zukunft Cimmerias.

Das Buch dreht sich lange vor allem um die Entführung von Carter. Was wird mit ihm passieren, wenn man Nathaniels Wünschen nicht folgt? Gibt es eine Möglichkeit, ihn zu befreien? Ein Countdown erzeugte zusätzliche Spannung und ich hoffte mit, dass bald nützliche Hinweise gefunden werden, wo Carter sich überhaupt befindet und wie man ihm helfen kann. Insgesamt wurde das Thema für meinen Geschmack aber zu sehr in die Länge gezogen. Die Frage, was aus Cimmeria wird und wie man auf Nathaniels Forderungen reagiert, rückte in der Zeit zu stark in den Hintergrund.

Schön fand ich, dass die Schüler Cimmerias in diesem Buch noch einmal enger zusammenrücken und gemeinsam für die Zukunft der Schule kämpfen. Allie und Katie haben ihr Kriegsbeil begraben, sind sich aber immer noch nicht ganz grün, was zu unterhaltsamen Szenen führte. Auch Rachel, Nicole und Zoe sind wieder mit von der Partie und stehen Allie zur Seite. Sehr gefreut habe ich mich darüber, dass die Dreiecksgeschichte endlich beendet ist. Hätte sich Allie noch ein weiteres Mal umentschieden, dann hätte ich wirklich die Krise bekommen. Dafür baut die Autorin flott noch eine gleichgeschlechtliche Liebe in die Geschichte ein, um dem aktuellen Trend gerecht zu werden. Das Paar fand ich süß, doch es wirkte auf mich nachträglich reingeschrieben.

Nachdem die ersten Bände vor allem von der Ungewissheit lebten, wer heimlich für Nathaniel spioniert, habe ich auch in diesem letzten Band auf eine finale, unerwartete Wendung gewartet. Diese blieb leider aus. Es gibt eine schöne Überraschung, doch diese war nicht so spektakulär, wie ich es mir erhofft habe. Stattdessen ist die Handlung relativ vorhersehbar und ein wirklich großer Überraschungs- oder Spannungsmoment blieb aus. Tiefergehende Hintergründe und Erklärungen werden im Buch erneut umschifft. Ich fand es deshalb bis zuletzt völlig unlogisch, wie so viele Menschen – darunter zahlreiche Eltern – einen Mann unterstützen können, der das Ermorden von Kindern als Kollateralschaden einstuft. Das Ende wirkte fast zu einfach, um wahr zu sein und konnte mich deshalb nicht richtig zufrieden stellen.

Fazit
„Night School. Und Gewissheit wirst du haben“ setzt leider den Trend seiner Vorgänger fort. Während die Serie wirklich stark begann, gefiel mir der Verlauf der Handlung mit jedem Band weniger gut. Dieser finale Band hatte wieder einige schöne Momente, dank derer ich gerne weitergelesen habe. Leider vermisste ich ein echtes Highlight zum Abschluss der Reihe. Unterm Strich fehlten mir in der ganzen Geschichte die Logik und tiefergehende Erklärungen. Deshalb bleibt mir „Night School“ als Serie mit gutem Ansatz in Erinnerung, der in der Umsetzung leider zunehmend an Glaubwürdigkeit verliert.

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