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Freitag, 27. Mai 2016

[Rezension Ingrid] Sommertraum mit Aussicht von Brenda Bowen


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Titel: Sommertraum mit Aussicht
Autorin: Brenda Bowen
Übersetzerin: Alice Jakubeit
Erscheinungsdatum: 25.05.2016
Verlag: Fischer Taschenbuch
rezensierte Buchausgabe: Klappenbroschur (Leseexemplar)

Bereits das Cover des Romans „Sommertraum mit Aussicht“ von Brenda Bowen gibt dem Leser ein Urlaubs-Feeling. Man möchte direkt dort sein, am Meer, am Strand. Doch zunächst begegnet man im Buch den beiden Müttern Lottie und Rosie am Anschlagsbrett einer teuren New Yorker Vorschule wo sie beinahe gleichzeitig den Aushang zu einem Ferienhaus in Maine lesen, das im August zu vermieten ist. Beide sind gestresst von Beruf, Haushalt und Kind beziehungsweise Kindern. Doch die Ferienhausmiete ist sehr hoch, so dass sie beschließen, es gemeinsam zu nutzen und nach einer weiteren Überlegung sogar dazu übergehen zwei weitere erholungsbedürftige Personen zu finden, die sich das Haus mit ihnen teilen möchten.

Im Roman finden sich schließlich auf der kleinen Insel Little Lost Island vier sehr unterschiedliche etwas exaltierte Charaktere wieder. Lottie und Rosie haben die beiden weiteren Mieter vorher nicht persönlich kennengelernt. Eigentlich ist das Haus so groß, dass auch jeder für sich bleiben könnte. Die Komplikationen beginnen, als alle bereits verfrüht anreisen und sich die zwei Unbekannten die größten Zimmer mit dem besten Ausblick sichern. Doch Lottie und Rosie sind verständnisvoll und haben ihre ganz eigenen Ansichten darüber, wie man sich am besten erholt.

Es schien mir doch sehr überstürzt und wenig durchdacht, wie Lottie und Rosie, die nur flüchtige Bekannte sind, sich kurzfristig auf eine Urlaubsreise begeben. Ihre Kinder und den Ehepartner lassen sie dabei zurück. Für mich war der Anfang des Buchs befremdlich. Doch nach der Ankunft erfährt man in Rückblicken mehr zu den Handlungsweisen der vier Mieter, ausgerechnet jetzt eine Auszeit zu benötigen. Unleugbar wunderschön ist das Setting auf einer kleinen Insel mit hauptsächlich freundlichen Bewohnern. Die Begeisterung der Autorin für eine solche Umgebung überträgt sich mühelos auf den Leser.

Die vier Hauptcharaktere sind auf ihre Art und Weise sympathisch. Es bilden sich spontane Freundschaften unter gewissen Vorbehalten. Beinahe durchgehend herrscht ein Wohlfühlklima. Gerne möchte man an der Seite von Lottie, Rosie und Co. auf der Insel seinen Urlaub verbringen. Durch gelegentliche unerwartete Wendungen kommt auch ein wenig Spannung auf, ob gewisse Figuren ihre gesetzten Ziele erreichen werden.

Der Schreibstil ist locker-amüsant und lässt sich leicht lesen. Die Handlung plätschert dahin und bietet dem Leser eine entspannende Unterhaltung. Das Buch ist eine passende Urlaubslektüre und sorgt auch zu Hause für ein paar schöne sommerlich verträumte Lesestunden.